A3 bei Regensburg Ganz in weiß mit einem Megastau

Hunderte Liter weißer Farbe überfluteten am frühen Mittwochmorgen die A3 in Richtung Passau beim Autobahnkreuz Regensburg. Die Folge war ein kilometerlanger Stau. Foto: Alexander Auer

Am frühen Mittwochmorgen brauchte man auf der A3 bei Regensburg mal wieder jede Menge Geduld. Plötzlich ging nichts mehr. Der Grund: die Fahrbahn bekam einen neuen "Anstrich" - ungewollt.

Direkt am Autobahnkreuz Regensburg war es am Mittwoch gegen 6 Uhr morgens zu einem Auffahrunfall zweier Lastwagen gekommen. Verursacher des Schlamassels war ein 54-jähriger tschechischer Brummifahrer. Er war aus Unachtsamkeit ins Heck eines ungarischen Lkw gerauscht. Verletzt wurde niemand. Allerdings ergossen sich in der Folge hunderte Liter weißer Farbe, die einer der Lastwagen geladen hatte, über die Fahrbahn der A3. Ein Polizeisprecher berichtet: "Die Autobahn war mit einer circa zehn bis 15 Zentimeter dicken Farbschicht auf einer Fläche von rund 20 Quadratmetern übersät."

Ein Fall für das THW, das gemeinsam mit der Feuerwehr gegen das weiße Farbenmeer ankämpfte. Mit Sand wurde versucht, die weitere Ausbreitung der Farbe auf der Fahrbahn einzudämmen. Außerdem mussten auch die zahlreichen Paletten der noch unbeschädigten Farbeimer entsprechend umgeladen werden. Unterstützt wurden die Helfer dabei auch von einem Bergeunternehmen. Trotzdem kein leichtes Unterfangen. Erschwert wurde die Angelegenheit für die Einsatzkräfte mal wieder dadurch, dass etliche Verkehrsteilnehmer im Stau keine Rettungsgasse bildeten.

Die A3 in Richtung Passau musste bis in die späten Nachmittagsstunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde entsprechend an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Trotzdem staute sich rund um die Autobahn alles: der Rückstau auf der A3 reichte zeitweise bis zu 15 Kilometer zurück. Auch auf der A93 reichte der Rückstau bis zur Anschlussstelle Regenstauf. 

Doch nicht nur auf der Autobahn war Stillstand angesagt. Das Chaos hatte auch Auswirkungen auf den Stadtverkehr. Die Umleitungen über Stadt und Bundesstraßen waren völlig verstopft. 

Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 60.000 Euro geschätzt.

Folgeunfälle

Stau und dichtes Gedrängel infolge des "Farb-Unfalls" am Morgen führten zu weiteren Unfällen. Um 8.10 Uhr wollte ein 37-jähriger Autofahrer seinen Wagen im Stau zurücksetzen, um eine Rettungsgasse bilden zu können. Dabei touchierte er mit seinem Fahrzeugheck die Front eines dahinter stehenden Autos. Hier entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 300 Euro. 

Zwei weitere Folgeunfälle ereigneten sich gegen 12.30 Uhr und 15.45 Uhr. Diesmal beim Spurwechsel auf die einstreifig an der Unfallstelle vorbeiführende Fahrbahn. Dabei touchierten sich jeweils zwei Autos. Es kam zu geringem Sachschaden. 

 

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