9. Spieltag Bayern bleiben souverän - Debatte über Kimmichs Impfstatus

Bayerns Robert Lewandowski (r) jubelt mit Thomas Müller nach seinem Treffer. Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

Die Bayern sind auch in der Liga souverän, Dortmund und Leipzig finden etwas zurück in die Spur. Das beherrschende Thema des Tages ist aber ein nicht-sportliches.

Berlin - Der FC Bayern München hat auch in der Bundesliga ohne Trainer Julian Nagelsmann einen souveränen Sieg gefeiert, für Schlagzeilen sorgten aber die öffentlichen Äußerungen von Nationalspieler Joshua Kimmich über seinen Impfstatus.

Drei Tage nach dem 4:0 in der Champions League bei Benfica Lissabon gewann der deutsche Fußball-Rekordmeister ohne seinen an Corona erkrankten Chefcoach gegen die TSG 1899 Hoffenheim ebenfalls 4:0 (2:0).

Auch Dortmund und Leipzig erfolgreich

Der Tabellenzweite Borussia Dortmund kam nach der Königsklassen-Pleite in Amsterdam mit dem 3:1 (2:0) bei Arminia Bielefeld wieder zu einem Erfolgserlebnis. RB Leipzig drehte nach einem Rückstand noch die Partie gegen den Tabellenletzten Greuther Fürth und siegte 4:1 (0:1). Im Abendspiel gewann Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach durch einen Treffer von Marco Richter (40. Minute) mit 1:0 (1:0).

Einen weiteren Rückschlag nach der Champions-League-Niederlage bei RB Salzburg musste hingegen der VfL Wolfsburg am Samstag hinnehmen. Gegen den SC Freiburg verloren die Niedersachsen 0:2 (0:1). Damit ist die Mannschaft von Trainer Mark van Bommel seit nunmehr acht Pflichtspielen ohne Sieg. Die Freiburger bleiben weiter unbesiegt und sind hinter dem BVB und Bayern Dritter.

Debatte um Impfstatus von Bayern-Spieler Kimmich

In München trafen Serge Gnabry (16.), Robert Lewandowski (30.), Eric Maxim Choupo-Moting (82.) und Kingsley Coman (87.) und bescherten Nationaltorwart Manuel Neuer damit den 300. Bundesliga-Sieg seiner Karriere. Doch nach dem Schlusspfiff waren die öffentlichen Äußerungen Kimmichs das Gesprächsthema schlechthin. "Ja, das stimmt", antwortete er auf eine Frage im Sky-Interview, ob er ungeimpft sei. Er habe "persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht", sagte der Nationalspieler.

Im Zuge der Corona-Infektion des vollständig geimpften Nagelsmann hatte die "Bild" darüber berichtet, dass fünf Bayern-Stars nicht geimpft sein sollen. Er finde es schade, dass es in der Debatte "nur noch geimpft oder nicht geimpft" gebe, sagte Kimmich bei seiner Positionierung.

"Und nicht geimpft bedeutet dann oftmals gleich, dass man Corona-Leugner oder Impfgegner ist. Aber ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren. Vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält", sagte Kimmich. Er sage nicht kategorisch, dass er sich "überhaupt nicht impfen lasse". Es sei "auch sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse", betonte Kimmich.

Enttäuschung in Wolfsburg

Ähnlich überzeugend wie die Bayern trat auch der BVB auf. Ohne den verletzten Torjäger Erling Haaland waren es Emre Can (31./Foulelfmeter), Mats Hummels (45.) und Jude Bellingham (72.), die als Torschützen in Erscheinung traten. Dem Bielefelder Kapitän Fabian Klos gelang per Foulelfmeter (87.) nur noch eine Ergebniskorrektur.

Schwerer taten sich zunächst die Leipziger, die sogar kurz vor der Pause in Rückstand gerieten. Branimir Hrgota verwandelte in der 45. Minute einen Foulelfmeter für den weiterhin sieglosen Tabellenletzten aus Fürth. Doch nach dem Wechsel drehten Yussuf Poulsen (46.), Emil Forsberg (53./Foulelfmeter), Dominik Szoboszlai (65.) und Hugo Novoa (88.) die Partie zugunsten der nun stark aufspielenden Sachsen.

Ernüchterung dagegen erneut in Wolfsburg: Philipp Lienhart (27.) und Lucas Höler (68.) schossen die Wölfe noch tiefer in die Krise und sorgten mit ihren Toren für die Fortsetzung der eigenen Erfolgsserie.

© dpa-infocom, dpa:211023-99-709038/6

 

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