8:4 gegen die Haie Tigers mit Tor-Feuerwerk vor Silvester

Er traf gegen seinen Ex-Klub zwei Mal: Jason Akeson. Foto: fotostyle-schindler.de

Einen Tag vor dem Silvesterabend brannten die Tigers im Duell mit den Kölner Haien am Pulverturm ein Eishockey-Feuerwerk ab – mit dem besseren Ende für die Hausherren, die schlussendlich mit 8:4-Toren die drei Punkte in Straubing behielten. Die Tigers springen damit in der Tabelle um zwei Plätze auf Rang acht.

Das Torfestival zum Jahresabschluss bot den Eishockeyfans noch einmal alles, was das Herz begehrt: Powerplay-Treffer, Unterzahltore, eine Strafenflut und zwei Akeson-Kunststücke zum Zungeschnalzen gegen dessen Ex-Club. Für die beiden Trainer war es mitunter ein Graus – für die Fans, die das verrückte Treiben auf dem Eis leider nur vor den Bildschirmen von zu Hause aus verfolgen konnten – beste Unterhaltung.

Vogl wieder im Tor

Im Vergleich zur Niederlage in Augsburg nahm Tigers-Coach Tom Pokel zwei Änderungen an seiner Aufstellung vor: Der nach Verletzungspause kurzfristig wieder einsatzfähige Benedikt Schopper ersetzte seinen Namensvetter Kohl in der Defensive und im Gehäuse kam Sebastian Vogl nach überstandener Verletzung ebenfalls zum ersten Mal seit dem 23. November wieder zum Zug.
Und die Partie begann rasant mit fünf Treffern im ersten Abschnitt. Straubing stellte dabei nach der frühen Führung durch Tim Brunnhuber seine Qualitäten in Überzahl zweifach unter Beweis. Doch auch die schon beim Derby in Augsburg sichtbaren Lücken in der Tigers-Defensive wussten die Haie im Verlauf der ersten 20 Minuten zu nutzen und glichen so zwischenzeitlich zum 2:2 aus. Dank des Doppelpacks von Mike Connolly gingen die Hausherren jedoch mit einer knappen Führung ins zweite Spieldrittel.

Strafenflut gegen die Tigers

In diesem verpassten die Straubinger zunächst die Chance aufs 4:2 und gerieten dann in eine wahre Strafenflut. Das Kölner Powerplay brauchte lange, aber als sich dann auch noch die Tür zur Straubinger Strafbank nicht rechtzeitig öffnete, um Marcel Brandt wieder zurück aufs Eis zu lassen, fiel der 3:3-Ausgleich doch – und wenig später sogar das 4:3 für die Haie. Mit einem Doppelpck innerhalb von gut einer Minute hatte Jon Matsumoto seinen Hattrick komplettiert. Doch das letzte Wort hatten auch im zweiten Abschnitt die Tigers: Nach Puckeroberung an der Mittellinie traf Ex-Hai Jason Akeson mit einer feinen Einzelaktion zum 4:4. Und nach einem Ausrutscher von Ex-Tiger Maury Edwards konnte Akeson mustergültig Brunnhubers zweiten Treffer des Abends vorbereiten: 5:4 für Straubing nach zwei verrückten und ultra unterhaltsamen Dritteln.
Dem stand auch das letzte Drittel in Nichts nach, außer dass fortan allein die Tigers für die Tore zuständig waren: Marcel Brandt in Unterzahl, Akeson mit seinem zweiten Kunststück des Abends und letztlich Kael Moullierat ins verwaiste Kölner Gehäuse sorgten für den 8:4-Endstand. Ein denkwürdiger Abend fand ein aus Sicht der Straubinger Fans perfektes Ende.

Pokel mit viel Lob 

„Wir hatten einen guten Start, und auch Sebastian Vogl hat ein paar starke Paraden gezeigt", meinte Tigers-Trainer Tom Pokel nach der Partie: "Tim Brunnhuber hatte ein sehr gutes Spiel heute und auch das Duo Connolly/Akeson hatten einen sehr guten Tag. Unsere Verteidiger haben sich in den Zweikämpfen gestellt, das alles waren die Schlüssel zum Erfolg.“ Weniger zufrieden war natürlich sein Gegenüber Uwe Krupp: „Es ist heute nicht alles richtig gelaufen für uns – was schon allein die acht Gegentore beweisen. Das 4:4 und das 4:5 waren für mich die entscheidenden Aktionen, denn mit der 4:3-Führung waren wir eigentlich gut im Spiel. Straubing hat dann in den entscheidenden Momenten seine Chancen genutzt.“
Nach dem Jahreswechsel geht es für die Tigers am Sonntag mit einem Gastspiel in Iserlohn weiter (Spielbeginn 17:00 Uhr, live bei MagentaSport und ServusTV im Free-TV).

Straubing Tigers – Kölner Haie
8:4 (3:2, 2:2, 3:0)

Straubing Tigers: Vogl – Brandt, Daschner; Schopper, Scheid; Manning, Lampl – Mouillierat, Connolly, Akeson; Tuomie, Brunnhuber, Mulock; Leier, Balisy, St. Denis; Schönberger, A. Eder, Valenti;
Kölner Haie: Pogge – Mo. Müller, Edwards; Sieloff, Roach; Zerressen, Oblinger; Sennhenn – Chrobot, Sill, Üffing; Ma. Müller, Kammerer, Bires; Uvira, Howden, Thuresson; Barinka, Matsumoto, Ferraro;

Tore: 1:0 (1:32) Brunnhuber (Scheid, Leier), 2:0 (9:26) Connolly (Manning, Akeson – PP2), 2:1 (12:11) Matsumoto (Roach), 2:2 (17:27) Oblinger (Zerressen, Barinka), 3:2 (18:38) Connolly (St. Denis, Manning – PP1), 3:3 (30:02) Matsumoto (PP1), 3:4 (31:16) Matsumoto (Ma. Müller, Sieloff), 4:4 (35:00) Akeson (Lampl, Manning), 5:4 (36:16) Brunnhuber (Akeson, Mulock), 6:4 (42:07) Brandt (Lampl – SH1), 7:4 (48:23) Akeson (Connolly, Daschner), 8:4 (52:37) Mouillierat (SH1/EN);
Strafminuten: 16 – 16;
Schiedsrichter: Hoppe, MacFarlane;
Zuschauer: 0 (keine zugelassen).


 

 

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