5:2 gegen Wolfsburg Straubing Tigers melden sich erfolgreich zurück

Die Straubing Tigers haben am Freitagabend die Grizzlys Wolfsburg am heimischen Pulverturm mit 5:2 besiegt. Foto: fotostyle-schindler.de

Die Straubing Tigers haben sich nach ihrer knapp zweiwöchigen Spielpause erfolgreich in der Deutschen Eishockey Liga zurückgemeldet. Das Team von Head Coach Tom Pokel setzte sich am Freitagabend vor Geisterkulisse am heimischem Pulverturm mit 5:2 (3:1, 1:1, 1:0) gegen die Grizzlys Wolfsburg und sicherte sich damit seinen ersten Sieg seit Anfang November. Nachlegen können die Tigers nun bereits am Sonntagnachmittag (16.30 Uhr) auswärts beim direkten Konkurrenten Krefeld Pinguine.

Mit gleich drei Treffern im ersten Drittel verschwendeten die Tigers in ihrem ersten Match seit dem 28. November keine Zeit. Dabei wurde das Straubinger Toreschießen bereits in der fünften Spielminute eröffnet, als Tim Brunnhubers Schuss unmittelbar nach einem gewonnenen Bully zwar zunächst geblockt wurde, Defender Marcel Brandt im zweiten Anlauf jedoch Grizzlys-Goalie Chet Pickard bezwang. Die weiteren Tigers-Treffer des Auftaktabschnitts waren daraufhin Koproduktionen des Duos Mike Connolly und Jason Akeson: Beim 2:1 durfte Connolly – neben Kael Mouillierat einer der beiden Corona-Rückkehrer im Lineup der Gastgeber – unbedrängt durch die Wolfsburger Zone kurven und Akeson bedienen, der hoch in das kurze Eck versenkte (9.), und beim 3:1 chippte Letzterer den Puck zu Connolly, der die Scheibe mit einem platzierten Schuss in den Winkel weiterverarbeitete (16.).

Erster Wolfsburger Treffer nicht unhaltbar

Zwischen den drei Straubinger Toren des ersten Durchgangs lag das Wolfsburger 1:1 durch DEL-Top-Scorer Chris DeSousa (8.) – ein für Tigers-Keeper Tomi Karhunen keineswegs unhaltbarer Handgelenkschuss aus größerer Distanz. Viel mehr gelungene Angriffsaktionen konnten die Grizzlys im Auftaktdrittel allerdings nicht vorweisen. Und defensiv präsentierte sich der Vizechampion der vergangenen Saison nicht nur bei den Treffern von Akeson sowie Connolly erstaunlich passiv. Wolfsburg kam kaum in die Zweikämpfe, wirkte in vielen Situationen wie im Testspiel-Modus und durfte deshalb fast froh sein, dass Straubing seine Möglichkeiten nicht noch konsequenter zu einem deutlicheren Vorsprung nutzte.

Dass in den Grizzlys deutlich mehr als die im ersten Drittel gezeigte Darbietung, wurde indes gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts untermauert. In diesen starteten die Besucher aus Niedersachsen mit einer Druckphase – und wurden für diese mit dem 2:3 belohnt: Wiederum war es DeSousa, der sich im Slot gegen drei Straubinger behauptete und aus der Drehung verkürzte (24.) – wobei Karhunen erneut keine ganz glückliche Figur abgab. Für die Vorderleute des Finnen schien DeSousas zweites Tor des Abends indes Weckruf-Charakter zu haben, bekamen sie das Geschehen nach dem Anschlusstreffer doch schnell wieder besser in den Griff. Und als Brandt im Powerplay eine Direktabnahme nach Zuspiel von Chase Balisy satt erwischte und den Puck in das kurze Eck hämmerte (29.), hatten auch die Tigers ihren Doppeltorschützen und den alten Abstand wiederhergestellt.

Brandts Scheibenverlust bleibt ohne Konsequenzen

Der offensiv zweimal erfolgreiche Brandt hätte im zweiten Durchgang allerdings auch um ein Haar einen Gegentreffer verursacht, als er sich an der gegnerischen blauen Linie einen Scheibenverlust leistete, der Spencer Machacek einen Alleingang ermöglichte. Wolfsburgs Rechtsaußen scheiterte jedoch am Gestänge des Straubinger Gehäuses (34.). Nicht nur in dieser Szene agierten Machaceks Grizzlys im Mitteldrittel in allen Zonen mit weitaus mehr Entschlossenheit und Intensität als noch in den ersten 20 Minuten, doch die Tigers konnten diese mitgehen und ruhten sich keineswegs auf ihrer Führung aus, weshalb der Zwei-Tore-Vorsprung vor dem dritten Durchgang seine Berechtigung hatte.

Im letzten Drittel erwischten jedoch wie bereits im zweiten Abschnitt die Grizzlys den besseren Start und drängten auf das erneute Anschlusstor. Diesmal hielt die Tigers-Defensive allerdings stand – woran nun auch Karhunen seinen Anteil hatte. Nach dem schwachen Auftaktdurchgang war Wolfsburg indes längst auf ordentlichem DEL-Niveau angekommen, und weil auch die Hausherren rasch wieder den Weg nach vorne fanden, entwickelte sich das Schlussdrittel zu einem kurzweiligen Schlagabtausch mit durchaus hohem Tempo.

Brandt erwischt starken Tag

Ein prägender Akteur blieb dabei Marcel Brandt, verhinderte Mitte des dritten Durchgangs doch nur der Pfosten des Grizzlys-Gehäuses das seltene Kunststück eines Verteidiger-Hattricks. Weil die Tigers darüber hinaus auch die eine oder andere hochkarätige Konterchance nicht nutzten, blieb die Hoffnung von Wolfsburgs Head Coach Mike Stewart zumindest so stark, dass er bereits drei Spielminuten vor der Schlusssirene seinen Schlussmann Pickard zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Auszahlen sollte sich dieses Risiko jedoch nicht mehr. Stattdessen sorgte der starke Connolly mit einem Empty-Net-Goal für den 5:2-Endstand (58.).

Straubing Tigers - Grizzlys Wolfsburg 5:2 (3:1, 1:1, 1:0)
Straubing Tigers: 
Karhunen - Brandt, Daschner; Schopper, Scheid; Manning, Lampl - Leier, Balisy, St. Denis; Tuomie, A. Eder, Valenti; Mouillierat, Connolly, Akeson; Samanski, Brunnhuber, Mulock.
Grizzlys Wolfsburg: Pickard - Melchiori, D. Bittner; Möser, Wurm; Murray, B. Krupp - Mingoia, Fauser, Machacek; Reichel, P. Hungerecker, Furchner; Rech, Festerling, Nijenhuis; Archibald, DeSousa, Enlund.
Tore: 1:0 (04:25) Brandt (Brunnhuber, Mulock), 1:1 (07:40) DeSousa (Möser, Enlund), 2:1 (08:38) Akeson (Connolly, Daschner), 3:1 (15:15) Connolly (Akeson, A. Eder - PP1), 3:2 (23:38) DeSousa (Reichel), 4:2 (28:37) Brandt (Balisy, Leier - PP1), 5:2 (57:47) Connolly (EN); Strafminuten: Straubing 10, Wolfsburg 8; Hauptschiedsrichter: Lukas Kohlmüller/Sean MacFarlane; Zuschauer: keine.

 

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