Moosburg an der Isar "Warum kann ich nicht wie die anderen leben?"

In Hans Werner Oswalds Porträt wird Ali Hussinis ethnische Herkunft spürbar. Foto: cf

Ali Hussini würde gerne in Deutschland "ankommen" und darf dennoch nicht.

Forschend sehen uns die Augen an, halten unseren Blick fest, sind letztlich fast zu intensiv. Doch es ist nur eine Zeichnung, die uns so bohrend-nachdrücklich anschaut. Auch aus anderen Bildern blicken diese Augen. Auf anderen geht der Blick weg vom Gegenüber.

In der Moosburger Malschule Hummitzsch haben sich viele der Malschüler mit ein und demselben Modell auseinandergesetzt, oft sogar mehrfach. Dieses hat sich als Teil der Gruppe sogar selbst porträtiert. Die Rede ist von Ali Hussini. 42 Porträts waren bis Mittwoch in der Gersten- und Hopfenausstellung zu sehen und fanden gerade durch das gemeinsame "Thema" Aufmerksamkeit bei den Besuchern.

Vor zweieinhalb Jahren kam Hussini, damals erst sechzehnjährig, nach Deutschland - einer der "unbegleiteten Jugendlichen", der Vater, Mutter, Geschwister verließ, weil die Verhältnisse, in denen er lebte, unerträglich waren. Wirklich unerträglich ? Befragt nach Beweggründen, erklärt der junge Mann, dass die Familie ja bereits von Afghanistan in den Iran geflohen sei. Damals war er sieben Jahre alt. Als Grund zu dieser ersten Flucht nennt Hussini schlicht die Taliban. Der Vater habe im damaligen Krieg sogar eine Schussverletzung davongetragen und noch immer Metallstücke im Arm.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 20. Mai 2017.

 

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