3:2 gegen den Tabellenzweiten Sensationssieg für NawaRo Straubing gegen Potsdam

NawaRo Straubing hat gegen Spitzenteam Potsdam einen Überraschungscoup gelandet. Foto: German Popp/Fotoatelier am Hafen

Die turmair Volleyballarena in Straubing hat schon viele denkwürdige Abende erlebt. Das Spiel von NawaRo Straubing am Samstagabend gegen den SC Potsdam gehört definitiv dazu.

Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit hatte der Tabellensiebte NawaRo den Tabellenzweiten SC Potsdam mit 3:2 Sätzen niedergerungen. Diese hatten es alle in sich. Im ersten Satz deutete zunächst alles auf einen Favoritensieg hin (1:6), doch dann fanden die Aufschläge von NawaRo Straubing immer besser ihr Ziel. Hinzu kam eine starke Annahme, sowie Block-Feldabwehr und am Ende des Satzes stand ein klarer 25:15 Satzerfolg.

So mancher rieb sich ob des Spielstandes die Augen. Im zweiten Satz schien Potsdams Coach Guillermo Hernandez ein Mittel gegen NawaRo gefunden haben. Der SCP spielte druckvoll und holte sich den zweiten Satz ungefährdet (19:25).

Nach der Pause wieder obenauf

Nach der zehn Minuten Pause war jedoch NawaRo wieder obenauf. Die Aufschläge kamen nun wieder druckvoller und Potsdam kam erneut ins Schwitzen. Auch der Straubinger Block griff ein ums andere Mal beherzt zu. Insgesamt gelangen NawaRo 19 direkte Blockpunkte im Spiel. Zum Satzende schmolz der Straubinger Vorsprung von vier Punkten noch einmal zusammen, jedoch gelang unter dem Jubel der Fans der zweite Satzgewinn (25:23).

Einen Punkt hatte NawaRo bereits sicher und die über 900 Fans waren aus dem Häuschen. Damit hatte kaum einer vor der Partie gerechnet und es sollte noch besser kommen. Um ein Haar hätte NawaRo das Spiel sogar nach vier Sätzen beendet. Nachdem die Straubingerinnen zwei Satzbälle der Gäste aus Brandenburg abgewehrt hatten, bekamen sie selbst die Chance den Satz zu beenden. Das wäre aber wohl des Guten zu viel gewesen. Potsdam sicherte sich den vierten Durchgang in der Verlängerung (27:29). Allerdings verlor der SCP beim Stand von 27:28 seine Top-Scorerin Brittany Abercrombie. Die Amerikanerin war bei einem Angriff umgeknickt und konnte nicht mehr aufs Feld zurückkehren.

"Oh, wie ist das schön"

In den Tiebreak startete NawaRo besser. Bis zum letzten Seitenwechsel war der Vorsprung bereits auf vier Punkte angewachsen (8:4). Nach dem Wechsel kam Potsdam zwar noch mal heran und wehrte einen weiteren Matchball von NawaRo ab. Schließlich beendete Lena Groß Scharmann mit einem Lob die Linie entlang hinten ins Feld dieses Match und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Die über 900 Fans sangen aus voller Kehle „Oh, wie ist das schön“ und die Straubinger Spielerinnen kamen aus dem Strahlen nicht mehr heraus.

"Wir haben eine tolle Leistung gezeigt", freute sich NawaRos Trainer Benedikt Frank. "Wir haben eine kleine Halle und eine andere Halle als alle anderen. Den Heimvorteil haben wir heute genutzt, das ist eine ganz tolle Geschichte." Man wollte Potsdam "so unter Druck setzen, dass sie nachdenken müssen. Und das haben wir geschafft."

"Am Ende tat alles weh, aber wir haben einfach durchgezogen"

Für Libera Sophie Dreblow war es ein Sieg gegen ihren Heimatverein. "Zuhause sind wir stark, deshalb habe ich auf jeden Fall daran geglaubt, dass eine Überraschung möglich ist", sagte sie. "Wir kamen immer wieder zurück und haben gefightet. Der Teamspirit und die Fans waren der Schlüssel. Am Ende tat alles weh, aber wir haben einfach durchgezogen."

Durch den Erfolg hat NawaRo jetzt bereits 13 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz und darf sich langsam aber sicher Gedanken machen über die erste Playoff-Teilnahme der Geschichte. Doch bis dahin heißt es für NawaRo weiter hart arbeiten und den Fans weitere packende Matches zu bieten. Das nächste steht am Mittwoch, 29. Januar in der turmair Volleyballarena an. Dann gastiert mit den Ladies in Black Aachen der Tabellenfünfte in Niederbayern.

 

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