3. Liga Aufstiegskampf: 1860 München verliert Verfolgerduell

Ein gebrauchter Tag für 1860 München. Zwei Handelfmeter entscheiden das Spiel gegen Mannheim. Im Aufstiegsrennen fallen die «Löwen» zurück.

Michael Köllner wollte die letzten Sekunden nicht mehr mit ansehen. Schon vor Schlusspfiff des Drittliga-Spiels des TSV 1860 München beim SV Waldhof Mannheim deutete der 1860-Trainer dem Schiedsrichter an, doch bitte abzupfeifen. Das 0:3 (0:1) am Sonntag beim Verfolger bremste die "Löwen" in ihrem Kampf um die Aufstiegsplätze vorest aus. Mannheim schob sich in der Tabelle an dem Club aus Giesing vorbei.

"Wir sind definitiv nur Randnotiz im Aufstiegskampf", stellte Innenverteidiger Stephan Salger nach dem hoch emotionalen Spitzenspiel bei MagentaTV fest. Nach der Niederlage rutschten die 60er auf Platz sieben. "Einfach total unglücklich, total nervig."

Besonders nervig war, dass zwei Gegentore nach Handelfmetern fielen. Den ersten Strafstoß von Dominik Martinovic (3.) konnte 60-Keeper Marco Hiller noch abwehren, doch der Nachschuss von Marcel Costly saß. Beim zweiten Elfmeter von Joseph Boyamba (66.) war der Münchner Schlussmann dann chancenlos. Pascal Sohm (90.+5) sorgte für die Entscheidung.

Vor allem der zweite Strafstoß, bei dem Kevin Goden ein verlängerter Ball an den Arm prallte, war umstritten. "Für mich als aktiver Fußballer ist es ein Witz", sagte Salger. Schließlich sei Godens Sicht verdeckt gewesen.

Vom frühen Gegentor überrumpelt, hatten die Münchner zunächst nicht ins Spiel gefunden. Mannheim dominierte und schnürte die 60er in der eigenen Hälfte fest. Die Zweikämpfe gingen fast alle an die Hausherren. Je länger die Partie dauerte, desto mutiger spielte der TSV. Doch am Ende stand ein verdienter Sieg für deutlich bissigere Mannheimer.

Aufgeben will sich der TSV trotzdem nicht. Auch wenn der Rückstand auf Relegationsplatz drei auf sechs Punkte anwuchs. "Ich weiß nicht, was passiert in den nächsten Wochen. Es gibt noch interessante Konstellationen. Wir bleiben dran", sagte Salger.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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