2G, Geisterspiele, Kontaktbeschränkungen Diese Corona-Regeln gelten ab heute in Bayern

, aktualisiert am 08.12.2021 - 06:00 Uhr
In Bayern greifen ab Mittwoch weitere, strengere Corona-Regeln. (Symbolbild) Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild/dpa

Ab Mittwoch, 8. Dezember, treten in Bayern verschärfte Corona-Regeln in Kraft, die das Kabinett am vergangenen Freitag beschlossen hat. Ein Überblick, was wo gilt. 

Insbesondere für Personen, die nicht gegen Corona geimpft sind, bringen die Regeln weitere Verschärfungen mit sich. Sie müssen sich an strenge Kontaktbeschränkungen halten und können viele Angebote des öffentlichen Lebens nicht mehr nutzen. Neu hinzu kommt insbesondere eine flächendeckende 2G-Regelung für den Einzelhandel. Eine Übersicht: 

2G im Einzelhandel

Im bayerischen Einzelhandel haben von Mittwoch an nur noch Geimpfte und Genesene Zugang. Ausgenommen sind Einkäufe für den täglichen Bedarf. Von der 2G-Regelung ausgenommen sind folgende Geschäfte:

  • Lebensmittelhandel
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Optiker
  • Hörakustiker
  • Tankstellen
  • Zeitungsverkaufsstellen
  • Buchhandlungen
  • Blumenfachgeschäfte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Futtermittelmärkte
  • Bau- und Gartenmärkte
  • Weihnachtsbaumverkauf
  • Großhandel

Für Kinder unter zwölf Jahren und drei Monaten gilt die 2G-Regelung nicht.

Strengere Kontaktbeschränkungen

Für Ungeimpfte und Nichtgenesene gelten schrittweise noch einmal verschärfte Kontaktbeschränkungen. Erster Schritt: Sie dürfen sich nur noch mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und höchstens zwei Angehörigen eines weiteren Hausstands treffen. Kinder unter 12 Jahren und 3 Monaten sowie Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt. Zweiter Schritt: Sobald der Bund eine Rechtsgrundlage angepasst hat, gilt eine noch schärfere Regel: Dann greift die Obergrenze (eigener Hausstand und zwei Angehörige eines weiteren Hausstands), sobald auch nur ein Ungeimpfter dabei ist, und zwar für alle. Die Obergrenze entfällt also dann nur für Treffen, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen. Wichtig auch: Anders als der Bund-Länder-Beschluss, nach dem Kinder bis zum 14. Geburtstag ausgenommen werden, will Bayern dabei bleiben, dass nur Kinder bis 12 Jahren und 3 Monaten unberücksichtigt bleiben.

Obergrenze bei privaten Feiern

Auch für private Feiern und Zusammenkünfte ausschließlich von Geimpften und Genesenen gilt eine Teilnehmergrenze von 50 Personen in Innenräumen und höchstens 200 Personen im Freien.

Geisterspiele im Sport

Zu "großen überregionalen Sportveranstaltungen", insbesondere den Spielen der Bundesligen, sind keine Zuschauer mehr zugelassen. Ausgenommen sind "die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb sowie für die mediale Berichterstattung erforderlichen Personen" - für diese gilt die 2G-plus-Regel. In diesem Punkt geht Bayern weiter als die meisten anderen Länder.

2G und 2Gplus in vielen Bereichen

Für gastronomische Angebote im Freien gilt - wie schon in geschlossenen Räumen - nun ebenfalls die 2G-Regel, Zugang haben dort also nur noch Geimpfte und Genesene. Die bislang geltenden 2G- und 2Gplus-Regelungen bleiben in Kraft. In vielen Einrichtungen wie etwa Hotels, bei sogenannten körpernahen Dienstleistungen, Hochschulen, Fahrschulen und Bibliotheken gilt 2G. In den meisten Freizeiteinrichtungen und bei Verstanstaltungen (etwa Museen, Ausstellungen, Zoos, Sportstätten, Bäder und Freizeitparks) gilt 2G plus. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren und 3 Monaten gilt die 2G-Regelung nicht.

3G im ÖPNV und am Arbeitsplatz

In öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt es weiterhin bei der 3G-Regel. Fahrgäste müssen also entweder geimpft, genesen oder getestet sein. Dasselbe gilt am Arbeitsplatz, sofern die Mitarbeiter dort Kontakt zu anderen haben. 

Versammlungs- und Böllerverbot an Silvester

An Silvester und am Neujahrstag werden Ansammlungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen in Bayern verboten. "Soweit rechtlich möglich" sollen die Kommunen ein Feuerwerksverbot auf öffentlichen Plätzen erlassen. Und weiter heißt es im Kabinettsbeschluss: "Der Bund ist aufgefordert, wie im letzten Jahr ein Verkaufsverbot für Pyrotechnik zu erlassen."

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