250. Geburtstag Humboldts Vermächtnis gegen Ausgrenzung gewürdigt

Alexander von Humboldt vor dem Eingang der Humboldt-Universität in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Kulturstaatssekretärin Monika Grütters würdigte den Wissenschaftler und Universalgelehrten, der vor 250 Jahren auf die Welt kam.

Berlin - Mit Blick auf aktuellen Rassismus in Deutschland ist zum 250. Geburtstag Alexander von Humboldts das humanistische Erbe des Wissenschaftlers und Universalgelehrten gewürdigt worden.

"Sein Vermächtnis ist aktuell wie eh und je leider auch angesichts rassistischer und nationalistischer Ausgrenzung", sagte Kulturstaatssekretärin Monika Grütters (CDU) am Samstag in Berlin während eines Festaktes "250 Jahre jung!" im noch unfertigen Humboldt Forum.

Die Weltanschauung von Humboldts (1769-1859) habe nicht einem geschlossenen Weltbild entsprochen. Er stehe für "die Annäherung an das Fremde" und sei besonders aktuell "in einer Zeit, in der vielerorts Welten aufeinanderprallen".

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) nannte den gebürtigen Berliner von Humboldt einen "Vordenker der Globalisierung" mit "hellwachem Blick für Gesamtzusammenhänge".

Das Humboldt Forum in einer gut 600 Millionen Euro teuren Rekonstruktion des Hohenzollern-Schlosses soll im September 2020 öffnen. Mit Ausstellungen beteiligt sind Ethnologisches Museum und Museum für asiatische Kunst der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie das Land Berlin und die Humboldt-Universität.

 

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