So gut wie alle kulturellen Veranstaltungen von privaten Anbietern sind abgesagt beziehungsweise auf das kommende Jahr verschoben worden. Warum eigentlich? Die Auftritte von Comedians, Kabarettisten oder Musikern dürften ja - wenn auch mit deutlich geringerer Zuschauerkapazität - stattfinden. Warum wird diese Möglichkeit nicht genutzt? Darauf angesprochen, bekommt Veranstalter Helmut Renger vom Konzertbüro Landshut einen ganz dicken Hals: "Das ist eine ganz linke Nummer der Politik. Und für unsere Branche eine riesige Katastrophe."

Renger bezieht sich dabei vor allem auf die Vorgabe, lediglich 25 Prozent der eigentlichen Kapazität eines Veranstaltungsorts zulassen zu dürfen: "Das rechnet sich weder für uns, noch für die Künstler. Es kann sich auch überhaupt nicht rechnen." Beispiel Salzstadel: Anstatt der möglichen 200 Besucher dürften lediglich 50 kommen. In der Alten Kaserne läge die momentane Kapazität bei circa 80. "Das haut von der Kalkulation einfach nicht hin", sagt Renger.