2:3 in Suhl Rote Raben scheitern im Pokal-Viertelfinale

Timo Lippuner und die Roten Raben sind im Pokal-Viertelfinale an Suhl gescheitert. Foto: Rote Raben

Aus der (Pokal-)Traum! Die Roten Raben sind im Viertelfinale des nationalen Cup- Wettbewerbs beim VfB Suhl LOTTO Thüringen ausgeschieden.

Das 2:3 (24:26, 25:15, 25:21, 21:25, 11:15) in der legendären und auch diesmal wieder sehr stimmungsvollen Wolfsgrube bedeutet für das Vilsbiburger Team eine große Enttäuschung, woraus Cheftrainer Timo Lippuner unmittelbar nach Spielschluss kein Hehl machte: „Diese Niederlage ärgert mich wahnsinnig. Wir hatten nach Jahren wieder mal die Chance, ins Pokal-Halbfinale einzuziehen. Zwei gute Sätze zu spielen, reicht einfach nicht. Wir haben den Gegner selbst stark gemacht.“

Der Coach hatte im Vergleich zur Vorwoche zwei Änderungen in der Anfangsformation vorgenommen: Für Lena Möllers übernahm Corina Glaab das Zuspiel, und anstelle von Eszter Nagy bildete Josepha Bock mit Neira Ortiz den Mittelblock. Im Außenangriff und auf Diagonal blieb mit Daria Przybylak und Jodie Guilliams bzw. Nikki Taylor alles beim Alten, natürlich auch auf der Liberoposition mit Myrthe Schoot.

Einmal mehr war der 1. Satz nicht der Freund der Roten Raben. Früh lagen die Gäste mit 3:8 hinten, konnten bei 16:16 zwar kurz ausgleichen sowie nach 21:24 und der Abwehr von drei Satzbällen noch ein weiteres Mal zum 24:24, letztlich ging die erste Runde aber mit 24:26 an die VfB-Damen.

Diese sahen sich im 2. Durchgang jedoch einer ungleich entschlosseneren Raben-Truppe gegenüber, die nun in Sachen Dynamik und Angriffspower mindestens einen Gang zulegte. Mit durchschlagendem Erfolg: Über 8:4 und 16:8 zog Vilsbiburg zielstrebig seine Kreise bis zum 25:15, das Daria Przybylak per Hinterfeldangriff eintütete.

Auch im 3. Satz waren die Raben das dominierende Team, wenn auch nicht mehr so deutlich. Über 8:7 und 16:13 holten sie sich mit stabilem Sideout das 25:21 (fixiert von Neira Ortiz) und die 2:1-Satzführung.

Der Widerstand des Bundesliga-Schlusslichts war damit aber keineswegs gebrochen. In den 4. Satz startete Vilsbiburg mit einem 3:6-Rückstand, machte daraus zwar ein 11:10, musste jedoch ab 15:16 die immer durchschlagskräftiger agierenden Gastgeberinnen davonziehen lassen – das Resultat: 21:25, 2:2, Tiebreak.

Im Entscheidungssatz marschierten beide Teams bis 9:9 komplett auf Augenhöhe, ehe die Raben im Hexenkessel Wolfsgrube ins Hintertreffen gerieten. Bei 11:15 war das Match und damit für die Gäste auch der diesjährige Pokalwettbewerb beendet. Letztlich waren 35 Punkte von Nikki Taylor und 21 von Jodie Guilliams nicht genug, um der Favoritenrolle bei den in der Liga noch sieglosen Suhlerinnen gerecht zu werden, für die Tereza Patockova, zugleich MVP, mit 23 Zählern am erfolgreichsten scorte. Bei den Raben wurde Corri Glaab als beste Spielerin ausgezeichnet.

Während Suhl nun neben Dresden, Stuttgart und dem Sieger aus Potsdam gegen Schwerin im Halbfinale steht, geht’s für die Roten Raben in der Bundesliga am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den VC Wiesbaden weiter.

 

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