2:3 in Schwenningen Erste Saisonniederlage für die Straubing Tigers

Jason Akeson und die Straubing Tigers haben am Freitagabend die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Foto: Eibner/imago

Die Straubing Tigers haben am dritten Spieltag der noch jungen DEL-Saison ihre erste Niederlage hinnehmen und damit die Tabellenführung abgeben müssen. Bei den Schwenninger Wild Wings arbeiteten sich die Niederbayern nach einem frühen Zwei-Tore-Rückstand zwar zurück in die Partie, doch ein später Gegentreffer besiegelte die 2:3 (1:2, 0:0, 1:1)-Niederlage. „Wir haben den Start ein bisschen verschlafen“, brachte Linksaußen Parker Tuomie den Hauptgrund für das Endergebnis bei MagentaSport auf den Punkt.

Kaum hatte das Match in der Helios Arena begonnen, da folgte bereits eine rund 15-minütige Unterbrechung. Der Grund war eine gebrochene Glasscheibe nach einem Check von Schwenningens Stürmer Phil Hungerecker gegen Joshua Samanski. Nach nur 19 Sekunden (!) mussten die beiden Mannschaften wieder vom Eis – und als die Partie schließlich fortgesetzt werden konnte, schienen die Tigers zunächst lediglich physisch anwesend zu sein. Die Gäubodenstädter offenbarten in der Anfangsphase enorme Schwierigkeiten mit dem Umschaltspiel der Wild Wings und gerieten folglich rasch mit 0:2 ins Hintertreffen: Erst verwandelte Tylor Spink einen Penalty nach Foul von Cody Lampl an Hungerecker, indem er den Puck über die Fanghand von Tigers-Goalie Hunter Miska setzte (5.), und nur 73 Sekunden später schaltete Sebastian Uvira nach einem Missverständnis in der Straubinger Defensive am schnellsten und platzierte die freie Scheibe trocken im Winkel (6.).

Tom Pokel reagierte auf den Schwenninger Doppelschlag und bediente sich früh seines Timeouts. Tatsächlich gehörte das nächste Tor daraufhin den Tigers, als Travis St. Denis im Powerplay nach einem Querpass von Mark Zengerle per Direktabnahme in das kurze Eck traf (12.). Doch wirklich zufrieden konnte der Straubinger Head Coach nach wie vor nicht sein. Zwar zeigte sich Pokels Team nun – nicht nur bei St. Denis’ Tor – etwas häufiger in der Offensive, doch in der eigenen Zone blieben die Tigers bis zur ersten Drittelpause viel zu ungeordnet und anfällig. Über den Rückstand nach dem Auftaktdurchgang durften sich die Gäste deshalb nicht beschweren.

Tigers stellen im zweiten Drittel im Angriff um

Dass Pokel die Darbietung seiner Schützlinge im ersten Abschnitt nicht allzu gut gefallen hatte, äußerte sich zu Beginn der zweiten 20 Minuten in mehreren Umstellungen der Angriffsformationen. Diese fruchteten, denn die Tigers setzten sich jetzt häufiger in der Schwenninger Zone fest, waren defensiv stabiler und hatten insgesamt eine bessere Balance in ihrem Spiel. Die allerletzte Durchschlagskraft fehlte den Niederbayern gegen die meist gut geordneten Wild Wings allerdings, Top-Chancen und echte Highlights hatten im zweiten Drittel somit Seltenheitswert. Da passte es gewissermaßen ins Bild, dass die Tigers ihre größte Ausgleichsmöglichkeit ausgerechnet bei einem Unterzahl-Konter durch JC Lipon sowie Luke Adam hatten. „Das zweite Drittel war definitiv eine Verbesserung“, stellte Adam im Pauseninterview bei MagentaSport nichtsdestotrotz treffend fest.

Doch auch in den Anfangsminuten des dritten Durchgangs überzeugte Schwenningen mit solider und konzentrierter Defensivarbeit, viel Spielfluss oder Straubinger Angriffsschwung kam so nicht zu Stande. Also war erneut das Powerplay der Tigers gefragt – und eine Portion Glück half beim Ausgleichstreffer ebenfalls mit: Nach Jason Akesons Schuss prallte der Rebound nämlich an den Schlittschuh von Wild-Wings-Verteidiger Will Weber und der Puck von dort zum 2:2 in das Schwenninger Gehäuse (47.).

Lajunen packt den Hammer aus

Nach Akesons Treffer waren die Tigers am Drücker. Die Gäste waren nun äußerst präsent in den Zweikämpfen, eroberten zahlreiche Scheiben und schienen dem Sieg näher zu sein als die Wild Wings. Während einer Vier-gegen-vier-Situation packte Defender Ville Lajunen jedoch plötzlich den Hammer aus und feuerte den Puck zum späten Schwenninger Siegtor in das lange Eck (56.). Eine druckvolle Schlussoffensive konnten die Tigers daraufhin nicht mehr auf die Beine stellen, die erste Saison-Niederlage war besiegelt.

Schwenninger Wild Wings - Straubing Tigers 3:2 (2:1, 0:0, 1:1)

Schwenninger Wild Wings: Eriksson - Trivellato, Lajunen; W. Weber, Ramage; Möchel, Spornberger; Zernikel - Tys. Spink, Tyl. Spink, P. Hungerecker; DeFazio, Olimb, Indrasis; Bassen, Pfaffengut, F. Elias; Uvira, Wahl, Alberg.

Straubing Tigers: Miska - Brandt, Kohl; Daschner, Lampl; Bourque, Scheid; Klein - Tuomie, Turnbull, Lipon; Schönberger, Brunnhuber, Samanski; Leier, Zengerle, St. Denis; Eckl, Adam, Akeson.

Tore: 1:0 (04:34) Tyl. Spink (PS), 2:0 (05:47) Uvira (Wahl, Zernikel), 2:1 (11:03) St. Denis (Zengerle, Leier - PP1), 2:2 (46:09) Akeson (Adam, Scheid - PP1), 3:2 (55:31) Lajunen (Olimb, Trivellato); Strafminuten: Schwenningen 12, Straubing 10; Hauptschiedsrichter: Lasse Kopitz/Roman Gofman; Zuschauer: 2.606.

 
 
 

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