Das nennt man gemeinhin eine dicke Überraschung ! Die Roten Raben Vilsbiburg lieferten dem haushohen Favoriten SSC Palmberg Schwerin am Mittwochabend vor 257 Zuschauern in der Ballsporthalle einen beherzten Kampf und mussten sich erst im Tiebreak mit 2:3 (16:25, 26:24, 20:25, 25:21, 8:15) beugen. Mit dem einen Zähler rückten die Niederbayern in der Volleyball-Bundesliga bis auf zwei Punkte an den Tabellenachten USC Münster heran.

Chefcoach Florian Völker schickte Zuspielerin Lindsay Flory, die Außenangreiferinnen Jodie Guilliams und Alexis Hart, die Mittelblockerinnen Beta Dumancic und Josepha Bock, Dayana Segovia auf der Diagonalposition sowie Libera Tiffany Clark als Startformation aufs Parkett - mit einem ganz konkreten Auftrag: "Wir wollen Vollgas geben und schauen, was herauskommt." Das taten seine Mädels denn auch. Sie zogen mit 2:0 in Front und blieben dank guter Block- und Abwehrarbeit im Geschäft. Bis zum 11:12. Fortan steigerte die - laut Statistik - beste Aufschlag-Mannschaft gegen das schwächste Annahme-Team der Liga den Druck bei der Spieleröffnung und stürzte die Vilsbiburgerinnen von einer Verlegenheit in die nächste. Oder in nackten Zahlen: Schwerin stellte recht zügig über 18:12 und 21:15 auf 25:16.