2:1 gegen 1860 II "Kein Leckerbissen": Vilzing siegt spät

Die DJK Vilzing freut sich über den Last-Minute-Treffer von André Luge. Foto: Bastian Häns

Die DJK Vilzing hat in der Bayernliga Süd gegen die zweite Mannschaft vom TSV 1860 München einen 2:1-Sieg eingefahren. Der entscheidende Treffer fiel in letzter Minute.

Es war die letzte Szene, die die Partie zwischen der DJK Vilzing und dem TSV 1860 München II entschied. DJK-Außenverteidiger Tobias Hoch setzte sich auf der rechten Seite gut durch, zog nach innen und konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß an der Sechzehnmeterlinie schlenzte André Luge ins lange Eck, der Ball sprang vom Pfosten in die Maschen. Gäste-Torwart Tom Kretzschmar, der in der 51. Minute eingewechselt worden war, stand zu mittig und kam so nicht mehr an den Ball. Der Jubel auf Vilzinger Seite war riesig, auch weil sie damit die Niederlage im vergangenen Spiel gegen den TSV 1865 Dachau vergessen machten. 

In der ersten Hälfte neutralisierten sich die Mannschaften größtenteils, das Spiel fand hauptsächlich im Mittelfeld statt. Die Gäste aus München hatten etwas mehr vom Spiel. In der 26. Minute gingen die kleinen Löwen dann auch in Führung. Eine flache Flanke von der linken Seite verwertete Stürmer Matthew Durrans gekonnt mit der Hacke an Max Putz vorbei ins Vilzinger Netz. Mit dem Zwischenstand ging es dann auch in die Kabinen, weil der Offensivabteilung der Vilzinger kaum etwas einfiel. "Wir waren grundsätzlich einen kleinen Schritt zu langsam und sind nicht so richtig ins Rollen gekommen. Es hat die letzte Konsequenz gefehlt, deswegen sind wir auch nicht unverdient mit 0:1 hinten gelegen", sagt Vilzings Trainer Christian Stadler.

"Anderes Gesicht" nach der Pause

"Wir haben in der Halbzeit angesprochen, so geht es nicht. Die Mannschaft hat ein ganz anderes Gesicht gezeigt, sie hat den Willen gehabt", sagt Stadler, der Andreas Kalteis für den unauffälligen Ben Kouame brachte. Seine Team kam viel motivierter aus der Kabine und konnte schon in der 48. Minute ausgleichen.

Ebenjener Kalteis hatte großen Anteil am Ausgleichstreffer. Er behauptete im Strafraum den Ball und spielte diesen zurück zu Matthias Graf. 1860-Goalie György Székely war zuvor unnötigerweise aus seinem Kasten gekommen, sodass der Vilzinger Mittelfeldspieler ins leere Tor abschließen konnte. Es war der erste Treffer Grafs im Vilzinger Trikot. Sechzigs Keeper verletzte sich bei der Aktion und musste ausgewechselt werden. Vilzing drängte in der Folge auf den Siegestreffer, hatte gute Chancen und wurde in der 94. Minute durch Luge erlöst. "Ein fußballerischer Leckerbissen war das nicht, aber man hat unheimlichen Willen und eine unheimliche Moral gesehen. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir die Partie - vielleicht auch glücklich - verdient gedreht."

Die aktuelle Lage schätzt der Trainer so ein: "Wir haben jetzt 43 Punkte und spielen immer noch im Konzert vorne mit. Nächste Woche legen wir die Füße hoch und dann schauen wir, dass wir das bestmögliche rausholen." Am nächsten Wochenende hat die DJK spielfrei.

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