2. Bundesliga Nach Nürnberg nun Ingolstadt: Derby-Tage für SSV Jahn

Albion Vrenezi (rechts) überzeugte in Nürnberg und bereitete unter anderem einen Treffer für Marco Grüttner (vorne) vor. Foto: dpa

Nur drei Tage nach dem Unentschieden beim 1. FC Nürnberg empfängt der SSV Jahn Regensburg am Freitag den FC Ingolstadt zum bayerischen Derby.

Beim SSV Jahn Regensburg war man am Dienstagabend zufrieden. Zwar vergab man zweimal eine Führung, doch mit dem 2:2-Unentschieden beim Aufstiegsfavoriten 1. FC Nürnberg konnten die Oberpfälzer gut leben. "Wir sind auf jeden Fall zufrieden, das Spiel hätte in beide Richtungen ausgehen können", sagte Kapitän Marco Grüttner, der den Punktgewinn als "hochverdient" einstufte. Jahn-Trainer Achim Beierlorzer sprach von einem "sehr intensiven Spiel" und war "mit dem Auftreten meiner Mannschaft und mit dem Punktgewinn sehr zufrieden."

Der Jahn bot wieder einmal eine überzeugende Teamleistung, mit Albion Vrenezi stach ein Akteur dennoch ein bisschen heraus. Der 24-Jährige, der vor der Saison aus der Regionalliga vom FC Augsburg II nach Regensburg gewechselt war, bereitete bei seinem erst zweiten Startelfeinsatz für den Jahn beide Regensburger Tore vor und war auch sonst ein stetiger Unruheherd.

Vrenezi ist einer der Spieler, die sich in der Wintervorbereitung aufgedrängt haben oder, wie es Trainer Achim Beierlorzer ausdrückt, "die Gunst der Stunde genutzt hat." Zwar profitierte Vrenezi davon, dass Sargis Adamyan gelbgesperrt fehlte und Jonas Nietfeld noch Trainingsrückstand aufweist, sodass die Position im Sturmzentrum neben Grüttner frei war. Jedoch habe er sich diesen Platz auch "mit Leistung im Training und in den Testspielen erstritten", wie Beierlorzer bescheinigte.

Lob für Vrenezi

Nach der Partie freute sich der Jahn-Coach, "dass Albion die Leistung aus den Testspielen auch in Nürnberg auf den Platz bringen konnte". Marco Grüttner fand ebenfalls lobende Worte für seinen Nebenmann: "Er hat das überragend gemacht, war wuselig unterwegs und hat viel gearbeitet. Er hat ein super Spiel gemacht und da muss er nun dranbleiben."

Vrenezi selbst freute sich über das Vertrauen des Trainers und fand, dass er seine Sache ganz ordentlich gemacht habe. Öfter von Beginn an zu spielen, müsse er sich nun erarbeiten. Richtig angekommen sei er beim Jahn auch schon vor der Winterpause gewesen. "Aber mann muss auch abwarten und dann die Chance nutzen, wenn sie da ist", sagte er.

Der Unterschied zur Regionaliga sei zwar in allen Belangen sehr groß, Vrenezi betont jedoch auch: "Man kann sich da reinarbeiten, muss einfach immer Gas geben und an sich glauben - dann kann man Schritt für Schritt seine Ziele erreichen."

Das große Ziel des Jahn ist der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Mit dem Punkt in Nürnberg ist man diesem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen. Am Freitagabend will die Jahnelf nun im Heim-Derby gegen den FC Ingolstadt, zu dem über 12.000 Zuschauer erwartet werden, nachlegen. Im Hinspiel konnte der Jahn den FCI bereits bezwingen, rechnet jedoch mit einer schweren Aufgabe gegen den Bundesliga-Absteiger. Klar ist laut Marco Grüttner aber auch: "Wir freuen uns auf einen heißen Fight und wollen daheim natürlich drei Punkte holen."

 
 

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