2. Bundesliga Jahnsinn! Regensburg dreht 0:3 gegen Düsseldorf

Sargis Adamyan hat den Siegtreffer für den SSV Jahn erzielt. Foto: dpa

Verrücktes Spiel in Regensburg! Nach 0:3-Rückstand gegen Fortuna Düsseldorf gewinnt der SSV Jahn noch mit 4:3.

Für die Moral dieser Mannschaft des SSV Jahn Regenburg müssen demnächst neue Superlative erfunden werden. Mit 0:3 lagen die Oberpfälzer im Heimspiel am Freitagabend gegen den Aufstiegsanwärter Fortuna Düsseldorf nach nur einer viertel Stunde in Rückstand. Na und? Mit unerschütterlichem Kampfgeist biss sich der Jahn in die Partie - und gewann am Ende sogar noch mit 4:3! Jonas Nietfeld und Marco Grüttner brachten den Jahn noch in Halbzeit eins wieder ran. Marvin Knoll per Elfmeter und Sargis Adamyan drehten die Begegnung vor 10.963 Zuschauern im zweiten Durchgang endgültig zugunsten des Aufsteigers, dem somit nur noch vier Zähler zur magischen 40-Punkte-Marke fehlen.

Jahn-Trainer Achim Beierlorzer nahm im Vergleich zum 0:1 in Dresden einige Änderungen vor. So musste er den gelb-gesperrten Marc Lais ersetzen, für ihn spielte wie angekündigt Benedikt Gimber auf der Sechs. Auch Sebastian Stolze und Jonas Nietfeld kamen neu in die Mannschaft. Dafür mussten Joshua Mees, der krankheitsbedingt ausfiel, und Jann George, der sogar aus dem 18-Mann-Kader rotierte, weichen. Für Nietfeld, der an der Seite von Marco Grüttner im Sturmzentrum spielte, rückte Sargis Adamyan ins linke Mittelfeld.

0:3 nach 15 Minuten

Der Jahn war von Beginn an bemüht, wollte jedoch vielleicht sogar zu viel und stand viel zu offen. Schon in der 3. Minute, nach einem Steilpass, stand Rouwen Hennings alleine vor Jahn-Keeper Philipp Pentke und verwandelte im Stile eines Torjägers eiskalt. Nur zehn Minuten später der nächste Rückschlag. Der Jahn bekam den Ball auf der linken Verteidigungsseite nicht geklärt und nach einer weiten Flanke Richtung langer Pfosten war es Benito Raman, der den zweiten Gäste-Treffer markierte. In der 15. Minute war der Fehlstart in die Partie perfekt. Ballverlust in der Nähe des Düsseldorfer Tors, Konter der Fortuna und am Ende war es der ehemalige Bayern-Spieler Takashi Usami, der am herausgeeilten Pentke vorbei das 0:3 erzielte.

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Der Jahn schien sich bereits klar auf der Verliererstraße zu befinden. In einer Verletzungsunterbrechung holte Achim Beierlorzer sein Team komplett zusammen und wechselte mit Alexander Nandzik für Marcel Hofrath schon früh aus. Und die Jahnelf wäre nicht die Jahnelf in dieser Saison, wenn sie sich von dem deutllichen Rückstand hätte unterbringen lassen. Im Gegenteil: Regensburg zeigte Moral und kam zurück. Nach einer weitergeleiteten Ecke schob Kapitän Marco Grüttner zum 1:3 ein (37.). Kurz darauf gab es nach einem Foul an Sebastian Stolze Vorteil, Benedikt Saller spielte scharf in den Strafraum, wo Jonas Nietfeld den Ball annahm und ihn zum 2:3 in die Maschen setzte (40.). Der Anschluss war wieder hergestellt und die Partie zur Pause wieder offen.

Mit Vollgas zum Sieg

Nach der Halbzeitpause gab die Jahnelf weiter Vollgas und drängte in Richtung des Tores von Raphael Wolf. In der 60. Minute wurde Regensburg für den unermüdlichen Einsatz belohnt. Jonas Nietfeld wurde im Strafraum zu Fall gebracht, der Schiedsrichter gab Elfmeter und Marvin Knoll verwandelte sicher flach ins rechte Eck. Fünf Minuten später war der Wahnsinn perfekt. Ein hoher Ball flog aus dem Mittelfeld in den Strafraum. Sargis Adamyan konnte den Ball nahezu unbedrängt annehmen und zum 4:3 ins Tor schieben. Richtig in Bedrängnis kam der Jahn in der Folge kaum noch, hatte sogar selbst die besseren Chancen zum 5:3. In der 87. hatte der eingewechselte Davor Lovren die beste Möglichkeit für die Gäste zum Ausgleich. Doch Philipp Pentke war zur Stelle. Somit blieb es beim 4:3 für den Jahn. Ein Erfolg der Moral!

Tore: 0:1 Hennings (3.), 0:2 Raman (13.), 0:3 Usami (15.), 1:3 Grüttner (37.), 2:3 Nietfeld (40.), 3:3 Knoll (60./Foulelfmeter), 4:3 Adamyan (65.); Zuschauer: 10.963

SSV Jahn Regensburg: Pentke – Saller, Nachreiner, Knoll, Hofrath (23. Nandzik) – Geipl, Gimber – Stolze, Adamyan (80. Sörensen) – Grüttner, Nietfeld (78. Al Ghaddioui)

Fortuna Düsseldorf: Wolf – Zimmer, Ayhan, Hoffmann, Gießelmann – Neuhaus (77. Kujovic), Bodzek (87. Nielsen) – Raman (61. Lovren), Fink, Usami – Hennings

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