2. Bundesliga HSV überrumpelt SSV Jahn in irrer Schlussphase

Der SSV Jahn Regensburg hat am Samstag gegen den Hamburger SV verloren. Foto: Sascha Janne

Eine über weite Strecken starke Leistung reicht dem SSV Jahn Regensburg nicht, um gegen den Hamburger SV zu punkten und die anvisierte 40-Punkte-Marke zu erreichen. In der Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse.

Die Oberpfälzer setzten die Gäste vor 13.252 Zuschauern im Regensburger Jahnstadion in der Anfangsphase früh unter Druck. Damit kam der HSV zunächst gar nicht klar und war sichtlich überfordert mit dem Regensburger Pressing. Der Jahn, bei dem Steve Breitkreuz, Jan-Niklas Beste und Carlo Boukhalfa nach ihren Sperren wieder in die Startelf zurückgekehrt waren, hatte zunächst die besseren Gelegenheiten. Max Besuschkow (3.), Nicklas Shipnoski (6.) und Benedikt Saller (11.) scheiterten aber allesamt an HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes. Weil Beste in der 15. Minute im gegnerischen Strafraum die denkbar schlechteste Option wählte, blieb es zunächst beim 0:0. Der Regensburger zog im Strafraum weder richtig ab, noch bediente er einen Mitspieler.

Wie aus dem Nichts schlug der HSV dann auf der anderen Seite zu. Miro Muheim bekam im Mittelfeld von den Regensburgern viel zu viel Platz und zog aus der Distanz ab. Der Ball schlug im rechten Winkel zum 1:0 für die Gäste ein (23.). Ein Treffer der Marke "Tor des Monats". Schlecht für den Jahn: Mit Besuschkow, Saller und Kapitän Benedikt Gimber bekamen gleich drei Jahn-Akteure vor der Pause die Gelbe Karte und waren fortan Gelb-Rot-gefährdet. 

Gut für den Jahn: Er schlug gleich nach dem Seitenwechsel zu. In der 46. Minute glichen die Oberpfälzer aus. Nach einem Fehler in der Hamburger Defensive scheiterte Shipnoski zunächst zwar noch an Heuer Fernandes, der Ball kam aber zu Boukhalfa, der freistehend abschloss und traf. Doch der HSV, der dann besser ins Spiel fand, zog das Spiel wieder auf seine Seite. Erneut trafen die Norddeutschen aus der Distanz. Anssi Tapio Suhonen ließ Alexander Meyer im Regensburger Tor keine Chance (66.).

Danach überschlugen sich die Ereignisse: Albers glich in der 89. Minute per Foulelfmeter aus. Doch praktisch im direkten Gegenzug trafen die Gäste wieder. Nach einer Flanke schaffte es der Jahn nicht zu klären, Josha Vagnoman versetzte die mitgereisten Hamburger Fans und die HSV-Auswechselbank in Ekstase (90.). Per Foulelfmeter markierte David Kinsombi den 2:4-Endstand aus Regensburger Sicht (90.+6).

Die Hamburger wahren durch den Sieg ihre Aufstiegschancen. Der Jahn hat den Klassenerhalt trotz der Niederlage eigentlich sicher. Bei noch drei ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz neun Punkte.

 

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