2. Bundesliga

Duell der Gegensätze: der Jahn reist nach Darmstadt


Der SSV Jahn (rechts Sargis Adamyan) will nach dem Pokalerfolg auch in der Liga gegen den SV Darmstadt gewinnen.

Der SSV Jahn (rechts Sargis Adamyan) will nach dem Pokalerfolg auch in der Liga gegen den SV Darmstadt gewinnen.

Der SSV Jahn Regensburg ist am Sonntag zu Gast beim SV Darmstadt 98. Beim Bundesliga-Absteiger soll die Serie von zuletzt vier Spielen ohne Niederlage fortgesetzt werden.

Man kann durchaus von einem Duell der Gegensätze sprechen, wenn am Sonntag (13.30 Uhr) der SSV Jahn Regensburg beim SV Darmstadt 98 zu Gast ist. Dann trifft der Zweitliga-Aufsteiger aus der Oberpfalz, der in den vergangenen vier Spielen stolze zehn Punkte einsammeln konnte, auf den Bundesliga-Absteiger, der seit inzwischen neun Spielen ohne Sieg ist. Der Jahn ist durch die jüngste Erfolgsserie in die erste Tabellenhälfte vorgeprescht und belegt - in einer jedoch äußerst engen Tabellensituation - derzeit Rang neun, während die von Ex-Nationalspieler Torsten Frings trainierten Lilien von den Aufstiegsplätzen bis auf Rang 13 durchgereicht worden sind.

Doch all das, sagt Jahn-Trainer Achim Beierlorzer, interessiere ihn eigentlich gar nicht. Ebenso wenig sei von Bedeutung, dass der Jahn Darmstadt heuer bereits im Pokal mit 3:1 bezwingen konnte. Denn er hat großen Respekt vor der Aufgabe. Darmstadt habe, auch wenn es derzeit nicht nach Wunsch laufe, "eine absolute Top-Mannschaft". Von daher werde man Darmstadt mit "ganz großem Respekt" gegenübertreten. Speziell die Kopfballstärke der Lilien-Spieler, allen voran von Kapitän Aytac Sulu, sprach Beierlorzer an. "Da erwartet uns einiges, gerade beim Verteidigen von Standards", so der Jahn-Coach.

Selbstvertrauen nutzen

Beierlorzer ist jedoch davon überzeugt, dass seine Mannschaft auch in Darmstadt Chancen erhalten wird. Die drei Zähler liegen auf dem Tisch - "und die wollen wir uns nehmen", sagt er. Die Jahnelf reist mit frischem Selbstvertrauen nach Darmstadt - dieses hat sie sich zuletzt hart erarbeitet. "Das müssen wir ausnutzen, dass wir uns gut fühlen und Vertrauen in die eigene Stärke haben."

Wenngleich Beierlorzer auch betont, dass keinesfalls Euphorie in der Mannschaft ausgebrochen sei. "Das würde uns auch nicht weiterbringen", sagt er. "Das ist nur eine Momentaufnahme. Wir sind mit 19 Punkten aktuell im Soll, aber es ist noch nicht zu Ende. Wir müssen bodenständig bleiben."

Erfreulich ist neben der aktuellen Form auch die Personalsituation des Jahn. 23 Feldspieler standen beim Donnerstagstraining auf dem Platz. Für einen Einsatz in Darmstadt kommen lediglich Sven Kopp (kleine Muskelverletzung) und Oliver Hein, der erst kürzlich ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, nicht in Frage. Asger Sörensen dagegen ist wieder einsatzbereit.