Kurfürst Maximilian I. (1573-1651) galt als strenger Herrscher. Im August 1629 fällte er ein vernichtendes Urteil über Landshut. Laut dem Kurfürsten wäre die Stadt nicht wiederzuerkennen, denn: "ausser der Stain und Meürn schier mehr einem Marckht und Dorff, als einer Statt gleich sicht". Die Bewohner wären völlig verarmt "werden mehr für Paurn als Bürger angesechen. Lauffen die maisten auf der Gass mit blossen Füessen, wie auch die Jugent ohne Mantl und Huett, thails gar im Hemet, wie auf den Dörffern herumb".

Maximilian versuchte die Rechte der selbstbewussten Bürgerschaft zu beschneiden, und dafür benötigte er Vorwände. Dass das vom Herrscher skizzierte Bild der Stadt so nicht stimmte, schildert eindrucksvoll eine Studie von Helmut Rankl über Landshut im 17. und 18. Jahrhundert.