1.500 Bäume Bei Schierling soll ein neuer Wald entstehen

Vor vier Jahren hat der Markt Schierling gemeinsam mit Flüchtlingen bereits eine Aufforstung vorgenommen, die jetzt von Bürgermeister Christian Kiendl, Klimaschutzmanager Franz Hien und Vorstand Manuel Kammermeier vom Kommunalunternehmen begutachtet wurde. Foto: Kommunalunternehmen Schierling

Am Montag, 25. April, wird deutschlandweit der Tag des Baumes begangen. In diesem Zusammenhang informiert das Kommunalunternehmen Markt Schierling in einer Pressemitteilung, dass es drei seiner bisher landwirtschaftlich genutzten Grundstücke mit insgesamt 20.760 Quadratmetern in Waldflächen umwandeln will. Auf einem Teilstück werden im Sinne eines "Waldes der Zukunft" insbesondere auch solche Baumsorten gepflanzt, die der zunehmenden Trockenheit und damit verbundener Wasserarmut trotzen können.

Der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens hat innerhalb der letzten Monate beide Maßnahmen beschlossen. Der Vorstand arbeitete bei der Vorbereitung des Vorhabens mit Förster Florian Findl vom Staatlichen Forstamt Regensburg zusammen, von dem auch die Expertise für die Bepflanzung stammt. Im Vorfeld war ein Besuch im Walderlebniszentrum Sinzing vorausgegangen.

Stürme, Schädlinge und Trockenheit

Auch dort wurde deutlich, dass die Forstwirte auf mehr Vielfalt setzen, um den Wald resistenter gegen Stürme, Schädlingsbefall und Trockenheit zu machen, heißt es in der Mitteilung. Neben seltenen heimischen Baumsorten sind auch fremde Arten dabei, die sich schon länger hierzulande durchgesetzt haben. Diese Änderung ist auch dem Klimawandel geschuldet, der den Aufwand für die Forstwirte erhöht. Ihre Antwort lautet deshalb, die richtige Mischung zu finden und einen konsequenten Waldumbau voranzutreiben. Mindestens vier bis fünf verschiedene Baumarten sollen künftig auf einer Fläche gepflanzt werden. Damit wird das Risiko minimiert, falls eine Art ausfällt.

Bei dem einen Grundstück des Kommunalunternehmens in der Gemarkung Schierling handelt es sich um eine 5.960 Quadratmeter große Fläche. Das Kommunalunternehmen will als Teil der öffentlichen Hand dabei mithelfen, den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.

Deshalb wird das Grundstück mit einer Mischung aus Winterlinde, Riesenmammut, Atlaszeder, Baumhasel, Zerr-Eiche, Platanen und Hemlocktannen bestückt werden. Über den Waldbesitzerverein Schierling sind die 1.500 Pflanzen bereits bestellt worden. Die Kosten sind auf rund 15.000 Euro veranschlagt. Der Freistaat Bayern hat als Zuwendung zu waldbaulichen Maßnahmen im Rahmen eines forstlichen Förderprogramms einen Zuschuss von 6.553 Euro bewilligt.

Die Pflanzung sollte laut Kommunalunternehmen eigentlich in diesem Frühjahr erfolgen. Das musste allerdings in das nächste Jahr verschoben werden, weil die Pflanzfirma zum Großteil Arbeitskräfte aus der Ukraine beschäftigt, die aber aufgrund des Krieges gegen dieses Land nicht in Deutschland blieben.

Zwei Flächen fürs Öko-Konto

Die anderen beiden Flächen in der Gemarkung Allersdorf bilden eine Lichtung im Wald und haben zusammen eine Größe von 14.800 Quadratmetern. Darauf wird von Förster Findl ein Mischwald konzipiert, für welche die Genehmigung des Staates eingeholt wird, und die zum Ende des Jahres vom Kommunalunternehmen umgesetzt werden soll. Diese Flächen sollen in das Öko-Konto des Marktes aufgenommen werden und damit künftig als ökologische Ausgleichsflächen bei der Ausweisung von neuen Wohn- und Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Bürgermeister Christian Kiendl sieht in der Aufforstung einen wesentlichen Aspekt im Sinne eines integrierten und nachhaltigen Handelns, das sich auch an dem afrikanischen Sprichwort "Wer einen Baum pflanzt, hat nicht umsonst gelebt" festmachen lässt.

 
 
 

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