150 Biker kontrolliert Motorradkontrolltag am Arber

Brennes am Arber: Kontrolle bei strahlendem Sonnenschei, 25 Grad und guter Aussicht. Foto: Maximilian Bohms

Die Motorradsaison neigt sich dem Ende zu und auch die Schwerpunktwochen Motorrad der Polizei hatten am vergangenen Sonntag ihren spätsommerlichen Abschluss. Die Bilanz: Positiv! Im Fokus des zweiten großen Motorradkontrolltags stand ganz klar der Präventionsaspekt.

Experten der Motorradkontrollgruppe, der Technischen Kontrollgruppe Verkehr (TKV) sowie zahlreiche Unterstützungskräfte umliegender Dienststellen waren am Sonntag rund um den Arber im Einsatz.

Mutter spricht über schweren Unfall

Bei den Präventionsmobilen wurden wie schon im Juli die Unfallfahrzeuge vom tragischen "Kalteck-Unfall" präsentiert. Wer Interesse hatte, konnte sich auch einen zehnminütigen Film über den Unfall anschauen. Die Mutter des schwer verletzten Jungen und Ehefrau des getöteten Autoahrers gibt hier eindrucksvolle Einblicke in ihre Wahrnehmung des tragischen Unfalls und dessen Folgen, mit denen die Familie nach wie vor zu kämpfen hat. Daneben hatte das Team der Zentralen Verkehrsprävention einen Infostand aufgebaut. Auch die Ortskenntnisse der eingesetzten Beamten bei Wanderern waren sehr gefragt - man hilft wo man kann

Experten und Enthusiasten im Gespräch

Bei der Kontrollstelle nahe der Arber-Bergbahn haben Spezialisten der Motorradkontrollgruppe und TKV so viele Biker wie möglich in die Kontrollstelle gewunken. Die speziell für Manipulationen an Kraftfahrzeugen ausgebildeten Beamten erkennen oftmals schon auf den ersten Blick, ob bei einem Motorrad die Verkehrssicherheit beeinträchtigende Veränderungen vorgenommen wurden. Die Kontrollkräfte versuchten auch, mit den tadellosen Bikern ins Gespräch zu kommen. Von den Seitenspiegeln über Brems- und Kupplungshebel bis zum Auspuff wurde angeregt über Spitzfindigkeiten bei der Ausstattung von Motorrädern gefachsimpelt.

Mit 93 Stundenkilometern durch die Ortschaft

Das allgemeine Fazit zu dem Kontrolltag fiel durchaus positiv aus. "Uns ging es heute nicht darum, möglichst viele Biker zur Kasse zu bitten. Wir wollten für Gefahren sensibilisieren und uns im persönlichen Gespräch austauschen. Es kann gut sein, dass Einige unsere Kontrollstelle gezielt gemieden haben. Die haben das Problem dann wohl nicht verstanden", so ein Sprecher des Polizeipräsidiums.

Bei den Geschwindigkeitsmessungen auf der St 2154 wurden 17 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert, davon neun Motorräder und acht Autos.

Das gefährlichste Verhalten zeigte ein Motorradfahrer, der mit 93 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer durch eine Ortschaft bretterte. Ihn erwartet ein Fahrverbot sowie zwei Punkte und ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro.

Bei den allgemeinen Verkehrskontrollen wurden rund 150 Motorräder überprüft, 31 mussten beanstandet werden, drei Motorräder mussten vorübergehend abgestellt und unzulässige Umbauten behoben werden. In einem Fall wurden die Brems- und Kupplungshebel kurzerhand von den Einsatzkräften abmontiert und sichergestellt, da es sich um nicht zugelassene Anbauteile handelte.

 

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