113. Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo: Nächste Pogacar-Show auf der Via Roma?

Ist auch bei Mailand-Sanremo einer der Topfavoriten: Tadej Pogacar. Foto: Fabio Ferrari/LaPresse/AP/dpa

Die Klassiker-Saison im Radsport geht los. Am Samstag wartet Mailand-Sanremo, eines von fünf sogenannten Monumenten. Favorit ist Tour-Champion Tadej Pogacar.

Mit der 113. Auflage des Frühjahrsklassikers Mailand-Sanremo geht die Radsport-Saison so richtig los. 293 Kilometer sind heute bis zum Zielstrich auf der Via Roma zurückzulegen.

Großer Favorit ist Tour-de-France-Champion Tadej Pogacar, der sich zuletzt bereits in bestechender Form präsentierte. Aus deutscher Sicht sind die Hoffnungen auf einen Erfolg gering. Ex-Sieger John Degenkolb muss wegen einer Grippe passen und Klassikerspezialist Maximilian Schachmann dürfte nach seinem Ausstieg bei Paris-Nizza in der vergangenen Woche ebenfalls noch nicht in Topform sein.

Favoriten

Tadej Pogacar, wer sonst? Der slowenische Tour-de-France-Champion ist bereits wieder in herausragender Form. Bei der Rundfahrt Tirreno-Adriatico ließ der 23 Jahre alte Ausnahmefahrer der Konkurrenz wie schon zuvor beim Schotterrennen Strade Bianche nicht den Hauch einer Chance. Auch die UAE-Tour hatte Pogacar zuvor gewonnen. Sein schärfster Rivale dürfte am Samstag der Alleskönner Wout van Aert sein, zumal der Belgier mit seinem slowenischen Teamkollegen und Vuelta-Champion Primoz Roglic eine starke Doppelspitze bildet. Ob die Form beim dreimaligen Weltmeister Peter Sagan zu einer Top-Platzierung ausreicht, ist eher fraglich. Gespannt sein darf man auf Mathieu van der Poel. Nach überstandener Rückenverletzung meldete der Niederländer kurzfristig für das Rennen.

Ausfälle

John Degenkolb hatte 2015 als letzter Deutscher in Sanremo triumphiert. Mit der Rückkehr zu seinem alten Rennstall hatte der Thüringer die Hoffnungen verknüpft, wieder vorne mitmischen zu können. Doch eine Grippe bremste Degenkolb aus. Der 33-Jährige ist angesichts der Erkältungswelle im Radsport nicht der einzige prominente Ausfall. Auch der französische Weltmeister Julian Alaphilippe, Sieger von 2019, und der italienische Europameister Sonny Colbrelli müssen passen.

Deutsche

Einen echten Sieganwärter hat die kleine deutsche Fraktion nicht. Am ehesten wäre Maximilian Schachmann eine vordere Platzierung zuzutrauen. Doch nach einem positiven Coronatest und seinem Ausstieg bei Paris-Nizza wegen Unwohlseins ist der deutsche Meister in diesem Jahr noch nicht richtig in Tritt gekommen. Am Start steht auch Rick Zabel, dessen Vater Erik vier Mal in Sanremo triumphiert hatte. Für eine Topplatzierung kommt Zabel junior aber eher nicht in Frage.

Strecke

Nach dem Start in Mailand darf sich das Feld bis zum Passo del Turchino bei Kilometer 142,9 einrollen. Zur Sache geht es dann auf den letzten 60 Kilometern. Insbesondere die Cipressa als vorletztem Anstieg gut 22 Kilometer vor dem Ziel könnte Pogacar zu einer Attacke nutzen. Ansonsten könnte es auf dem Poggio gut sechs Kilometer vor dem Ziel zu einer Selektion kommen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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