1:1 gegen Duisburg "Unnötig": SSV Jahn nach Heim-Remis nicht zufrieden

Mit einem Remis mussten sich Andi Geipl (rechts) und der SSV Jahn im Heimspiel gegen den MSV Duisburg zufrieden geben. Foto: Sascha Janne

Auch gegen den MSV Duisburg holt Jahn Regensburg einen Punkt. Ein Sieg wäre aufgrund der Anzahl hochkarätiger Möglichkeiten aber möglich und verdient gewesen.

Der SSV Jahn Regensburg ist seinem Saisonziel von 40 Zählern und dem damit verbundenen Klassenerhalt am Samstag wieder einen Schritt näher gekommen. Doch wirklich zufrieden war man im Regensburger Lager dennoch nicht – denn im Heimspiel gegen den MSV Duisburg wäre deutlich mehr drin gewesen als ein Punkt, der am Ende des 1:1 auf der Habenseite stand. „Es war heute unnötig, dass wir nicht als Sieger vom Platz gehen“, sagte Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer. „Deshalb sind wir nicht ganz zufrieden.“

Vor allem in der ersten Halbzeit machte die Jahnelf eine richtig gute Partie, dominierte das Spiel und hatte zahlreiche gute Chancen. Eine davon nutzte Hamadi Al Ghaddioui in der 39. Minute zur 1:0-Führung. Vor über 10.000 Zuschauern war die knappe Führung aber eigentlich zu wenig.

„Dann ist es im Fußball so, dass sich der Gegner neu ordnen kann“, sagte Beierlorzer. Das taten die Gäste vom MSV und spielten in der zweiten Halbzeit besser. „In der zweiten Halbzeit haben wir es uns schon auch verdient und erarbeitet, hier 1:1 zu spielen“, fand Gäste-Trainer Torsten Lieberknecht. „Es war eine Frage der Mentalität.“

Pentke: "Wenn ich rauskomme, tut es natürlich weh"

Knackpunkt war die 67. Minute, als Jahn-Keeper Philipp Pentke herauskam, um einen Ball zu klären, und dabei MSV-Stürmer John Verhoek erwischte. Es gab Elfmeter, den Kevin Wolze zum 1:1 verwandelte. „Wenn ich rauskomme, dann tut es natürlich weh. Es wurde so entschieden und das muss ich akzeptieren. Aber ich persönlich würde für sowas keinen Elfmeter geben“, sagte Pentke nach der Partie. Und fügte hinzu: „Anders hätte Duisburg heute wahrscheinlich auch kein Tor geschossen.“ Auch Pentkes Gegenüber Felix Wiedwald meinte: „Gefühlt haben wir zweimal aufs Tor geschossen und sehr viel zugelassen. Wir können mit dem Punkt sehr zufrieden sein.“

Letztlich waren sich die Akteure einig, dass der Jahn früher hätte den Sack zumachen können und müssen. „Wir haben zu viele Situationen liegenlassen“, meinte Beierlorzer. Und Stürmer Hamadi Al Ghaddioui sagte: „Die Chance war da, drei Punkte mitzunehmen. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, diese aber nicht ganz konsequent genutzt.“

Al Ghaddioui überrascht

Al Ghaddioui selbst hatte in Halbzeit zwei noch eine Riesenchance zum zweiten Regensburger Treffer, als er völlig blank vor dem Duisburger Tor an den Ball kam. „Da war ich selbst ein bisschen überrascht, dass der Ball durchkam, und dachte, dass hinter mir noch einer steht. Deshalb habe ich ein bisschen zu überhastet abgeschlossen“, erklärte er später.

Letztendlich hat der Jahn aber einen Zähler für sein Ziel Klassenerhalt geholt, das mit nun 37 Punkten in greifbarer Nähe ist. „Mit dem Punkt müssen wir jetzt leben und können auch damit leben“, sagte Mittelfeldmotor Andi Geipl. Wichtig sei, dass man den Abstand nach hinten gehalten hat.

Der Jahn belegt damit weiter den achten Platz, der Abstand zu den Aufstiegsplätzen (10 Punkte) ist genauso beträchtlich wie zur Abstiegszone (16 Punkte). In beide Richtungen dürfte nach menschlichem Ermessen nicht mehr viel passieren. An der Motivation der Jahnelf ändert das aber nichts. „Wir bleiben gierig und wollen nicht verlieren“, verspricht Geipl.

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