Eröffnungsspiel

Polizei München zieht positive Bilanz nach EM-Start


sized

Schottische Fans feiern Stunden vor dem Spiel auf dem Marienplatz vor dem Münchener Rathaus.

Von dpa

Die Polizei München hat eine positive Einsatzbilanz zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft in der bayerischen Millionenstadt gezogen. Vor und während des Spiels am Freitag habe es keine größeren Störungen gegeben, teilte die Polizei am Samstag mit. Man blicke auf einen "friedlichen Einsatzverlauf" zurück, hieß es auf der Plattform X. Vereinzelt habe es jedoch Anzeigen wegen Körperverletzungen, Beleidigungen, Hausfriedensbruch und des Gebrauchs von Pyrotechnik gegeben.

In Spitzenzeiten war die Münchner Polizei den Angaben nach mit etwa 2000 Kräften im Einsatz. Zeitweise wurden bereits am Nachmittag Fußgängerzonen wegen der vielen Fans gesperrt. Auch auf den Marienplatz und in die Fanzone im Olympiapark hatte die Polizei wegen des großen Andrangs an Besucherinnen und Besucher kurzzeitig keine Menschen mehr gelassen.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hatte zeitweise mit Schwierigkeiten im U-Bahnverkehr zu kämpfen. Weil sich am Marienplatz bereits Stunden vor Anpfiff Tausende Fans versammelt hatten, fuhren die Züge auf Anweisung der Polizei zeitweise ohne Fahrgastwechsel durch. Rund drei Stunden vor Spielbeginn sorgte laut MVG eine Türstörung an einem Zug am U-Bahnhof Studentenstadt für größere Verzögerungen.

Die Anfahrt zum Stadion war den Angaben zufolge gegen 20.00 Uhr abgeschlossen. Auch bei der Rückreise wurden die Bahnhöfe Olympiazentrum und Fröttmaning wegen des großen Andrangs der Fußballfans für kurze Zeit gesperrt. Die Rückreise nach dem Spiel sei etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht beendet gewesen.

Eigenen Angaben der Verkehrsgesellschaft zufolge brachte die U-Bahn schätzungsweise 100.000 zusätzliche Fahrgäste Richtung Arena, Fanzone und quer durch die Stadt. Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien zusätzlich im Einsatz gewesen.

Auch das Rote Kreuz zog eine positive Bilanz der Veranstaltung. Die Lage sei lebhaft, aber stets beherrschbar gewesen. Im Stadion und in der Fanzone im Olympiapark versorgten die Helfer insgesamt 146 Personen. 20 mussten ins Krankenhaus weitertransportiert werden, in einem Fall kam der Notarzt.

Diese Zahl sei für eine Veranstaltung dieser Größenordnung, bei der auch ausgelassen gefeiert worden sei, völlig normal, hieß es vom Roten Kreuz. "Die häufigsten Einsatzursachen stellten Stürze, Kreislaufbeschwerden und leichtere Verletzungen dar", erklärte Jürgen Terstappen, der Einsatzleiter Sanitätsdienst im Stadion.


Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.