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Artikel vom 28. September 2010 11:52, 209 mal gelesen

Zeitung von heute für die Leser von morgen

Von der Kinderrundschau bis hin zu Päpp: Auch junge Leser finden ein reichhaltiges Angebot in allen Heimatausgaben der Zeitungsgruppe.

Für Kinder und Jugendliche bietet die Zeitungsgruppe ein umfangreiches Angebot an Sonderseiten. (Grafik: tp)

Für Kinder und Jugendliche bietet die Zeitungsgruppe ein umfangreiches Angebot an Sonderseiten. (Grafik: tp)

Smartphones, Social Networks und Tablet PCs - die traditionelle Tageszeitung wird vor immer härtere Proben gestellt. "In zehn bis zwanzig Jahren ist die heutige Jugend dafür verantwortlich, wie es mit dieser Welt weitergeht", so Toni Greim, Initiator der "Päpp"-Seite, über die Notwendigkeit von jüngeren Angeboten in den Zeitungen. Umso wichtiger ist es, diese Zielgruppe wieder mehr an die Zeitung zu binden. Der Verlag versucht dies mit verschiedenen Konzepten. Neben "Päpp" und den "Kindernachrichten", zwei überregionalen Seiten, haben auch die meisten Lokalredaktionen für sich passende Lösungen gefunden, die Zeitung von heute für die Leser von morgen attraktiv zu gestalten.

Jugendseiten im Verlag (12 Einträge)

 

Päpp - das Jugendportal:
Jugend für die Jugend. So lautet schon seit den Anfängen 2005 das Prinzip der Jugendseite "Päpp", die einmal wöchentlich in allen Heimatausgaben erscheint - auch online unter www.paepp.de. Mittlerweile schreiben über 30 junge Autoren aus dem gesamten Verbreitungsgebiet über alles, was bewegt und interessiert. Die Bandbreite erstreckt sich von Fingerboards über Klinik-Clowns bis hin zu ernsteren Themen wie Bulimie oder Spielsucht. Auch aktuelle politische Themen wie das G8 und seine Folgen können hier gelesen werden. Bei der Internetredaktion idowa laufen letztlich die Fäden zusammen: hier wird redigiert und gelayoutet. Besonders großen Anklang finden die Reiseberichte der Jugendlichen, die sogenannten "främdland"-Blogs. Unter www.paepp.de laden junge Abenteurer in ihrem Online-Tagebuch Texte und Fotos von ihren Reisen hoch.

Kindernachrichten:
Auch auf die Kleinen hat sich der Verlag mit neuen Darstellungsformen eingestellt. Die "Kindernachrichten" erklären täglich kindgerecht das Weltgeschehen - und das in allen Heimatausgaben. Stefanie Sobek und Evi Paleczek teilen sich die Seite. Die größere Schrift und anschauliche Grafiken sprechen auch viele ältere Leser an.

Jugend schreibt - Landshut:
2002 wurde in Landshut die "Jugend schreibt"-Redaktion unter der Leitung von Redakteurin Kathrin Filler gegründet. Entstanden aus einer Ferienredaktion schreiben auch hier Schüler zwischen 15 und 20 Jahren ihre eigene Texte. "Es gibt nichts, was wir nicht machen würden", erklärt Filler die Themenvielfalt. In monatlichen Redaktionssitzungen werden die geplanten Artikel diskutiert und verteilt. Die Redakteurin ist begeistert von den engagierten Autoren: "Sie lernen sehr ordentlich und beherzigen alle Anmerkungen." Dieses Engagement kann sich als Sprungbrett in den Journalismus auszahlen: Eine ehemalige "Jugend schreibt"-Autorin volontiert momentan bei der Landshuter Zeitung.

Outlook - Moosburg:
Zweimal im Monat, jeden ersten und dritten Freitag, erscheint in der Moosburger Zeitung die "outlook", eine Jugendseite von Schülern für Schüler. Lehrerin Ute Holinski gründete bereits vor zehn Jahren die outlook-Redaktion, die ausschließlich aus Schülern des Moosburger Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums besteht. Natürlich ändert sich die Besetzung immer wieder, weil einige mit dem Abitur ausscheiden oder andere neu hinzukommen. Derzeit beschäftigen sich 15 junge Redakteure mit aktuellen Geschehnissen oder speziellen Jugendthemen. Zuletzt beispielsweise mit den Gefahren des Internets und dem isländischen Vulkan "Eyjafjallajökull". Zudem gibt es regelmäßig Buchtipps und eine Inamp;Out-Liste. Die Gruppe trifft sich regelmäßig an der Schule, um die Themen für das kommende Monat zu besprechen. Die Gestaltung der Seiten übernehmen die Redakteure Andreas Raith oder Robert Stangl.

Die Jugendseite - Landau:
Redaktionsalltag hautnah - Themensitzungen, Recherche, Bildersuche und anschließend das Layout. Die "Jugendseite" der Landauer Zeitung ist ein Projekt wechselnder Praktikanten der Fachoberschulen in Deggendorf und in Straubing. In ihren Blockzeiten erarbeiten sie selbstständig die Inhalte für ihre Seite, die etwa einmal im Monat erscheint. "Ein Hauptthema wie Integration oder Jugendgewalt wird umfassend aufgearbeitet: mit Aufmachertext, Umfragen und verschiedenen Interviewpartnern", erklärt Christian Eberl, Redaktionsleiter der Landauer Zeitung. "In so einer Mini-Redaktion ist der Lerneffekt besonders groß", betont er.

Junges Regensburg:
"Anfang 2005 hieß es, die Zeitung solle jünger werden", erklärt Ulrike Landgraf von der Donau-Post die Geburt von "Junges Regensburg". Immer donnerstags findet man hier Veranstaltungstipps, Konzertkritiken oder Studieninformationen. "Einfach querbeet", so Landgraf. Und wer die Seite verpasst hat, liest die Texte einfach online nach - unter www.donau-post.de

Insider - Cham:Eine der ältesten Seiten für junge Erwachsene kommt aus Bad Kötzting und ist mittlerweile in der Redaktion in Cham gelandet: Der "Insider" soll 18- bis 30-Jährigen die Wochenendplanung erleichtern. Diana Binder stellt wöchentlich Veranstaltungen im Chamer Nachtleben und die lokale Musikszene vor. "Es ist einfach ein Sammelsurium an allem, was die Jugendlichen hier interessiert", so die Redakteurin über ihr Konzept.

Partywegweiser - Deggendorf:
In Deggendorf gibt es zwar keine gesonderte Jugendseite, doch zu kurz kommen die jungen Leser nicht: "Unser Ziel ist es, in jeder Ausgabe die Jugend anzusprechen", erklärt Redaktionsleiter Peter Kallus. Ein Partywegweiser kündigt ab Mittwoch die Veranstaltungen vom kommenden Wochenende an, während die Partyreports einen Streifzug durch die Deggendorfer Lokale bieten.

Straubinger Kinderrundschau:
Buntstifte raus und gewinnen: Beim Malwettbewerb der Straubinger Kinderrundschau sind die ganz Kleinen dran - und das schon seit 20 Jahren. Alle zwei Wochen zieht Redakteur Josef Unterholzner einen Gewinner aus den besten Bildern. Vorher hat das seine Frau gemacht: Ursula Eisenmann. Die Kinderrundschau ist somit in der Familie geblieben. Die Themen auf den zwei Seiten in der Wochenendausgabe sind ein bunter Mix an Angeboten und Veranstaltungen für Kinder und Familien rund um Straubing.

Szene - Straubing:

Wie fühlt es sich an, wenn man von einem 90-Kilo-Quarterback auf dem Football-Feld umgerannt wird oder wie anstrengend ist Rikscha-Fahren? Ulli Scharrer, Redakteur der Straubinger Lokalredaktion, nimmt viele Strapazen auf sich, um genau solche Fragen beantworten zu können. Seit 1989 erscheint die "Szene" zweimal im Monat in der Straubinger Rundschau. Für alle jungen und junggebliebenen Leser bietet die Seite alles rund um Bands, Konzerte und Leben in Straubing. "Die Zielgruppe liegt bei den 16- bis 30-Jährigen. Allerdings gibt es auch viele Leser, die mit der Szene aufgewachsen sind und ihr heute noch treu sind", so Scharrer.

Von Tanja Pfeffer

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