Faktor Spaß steht im Training an erster Stelle


Teil 7 und Schluss unserer Ehrenamtsserie: Edwin Wühr ist Jugendleiter beim FSV Straubing


 

Edwin Wühr ist Jugendleiter beim FSV Straubing

Straubing. "Ich bin Jugendleiter, Betreuer, Trainer und Spieler", meint Edwin Wühr, wenn er seinen Tätigkeitsbereich beschreiben soll. Der Straubinger ist seit vier Jahren beim Fußballverein des FSV Straubing ehrenamtlich tätig. Als Jugendleiter des Vereins und Trainer der D- und C-Jugend. "Deshalb bin ich an jedem Tag der Woche auf dem Fußballplatz."


Als seine Söhne vor Jahren beim FSV das Fußballspielen anfingen, begann Wühr, sich im Verein zu engagieren und trainierte Jugendmannschaften. Von da an habe er sein Ehrenamt stetig ausgeweitet. "Denn der Verein und ich haben schnell gemerkt, dass wir stärker zusammenarbeiten wollen", erinnert er sich. Und umso mehr er sich einbrachte, desto mehr wuchsen ihm der Verein und seine Ehrenamt ans Herz.


"Als Trainer ist es am wichtigsten, Verständnis für die Kinder zu haben", sagt Edwin Wühr. Kinder sollten Kinder bleiben und nicht unter Druck gesetzt werden. Deshalb setzt er im Training den Faktor Spaß an erste Stelle. Weil die Jungen aber natürlich auch lernen sollen, hat Wühr sich passende Trainingsmethoden und Hintergrundwissen auf Lehrgängen und Kursen angeeignet. "Schließlich muss ich wissen, was und wie ich mit den Kindern trainiere."



Dreimal in der Woche kommen Wühr und die jungen Kicker auf dem Fußballplatz zusammen. Zwei Trainingseinheiten, ein Spiel. "Da gehöre ich in gewisser Weise dann schon zu ihrem Leben", erklärt der Jugendleiter. Er sei daher nicht nur Trainer, sondern auch Ansprechpartner für die Jungen, die mit ihren Problemen, Sorgen und Erlebnissen zu ihm kommen würden. "Ich bin nicht nur im Training oder beim Spiel, sondern die ganze Woche für sie da". 


"Für die Arbeit will ich kein Lob oder Geld."


Edwin Wühr liebt Fußball, und das versucht er auch an die Kinder weiterzugeben. Er wolle die Mannschaften formen, sie zur Zusammenarbeit antreiben. "Und für die Arbeit will ich auch kein Lob oder Geld." Mit Bezahlung werde sein Ehrenamt zur Arbeit. "Und dann kommt man und sitzt seine Stunden ab", schildert er. Sein Entgelt sei es stattdessen, die fußballerische Entwicklung der Jungen im Verein über die Jahre mitzuerleben. "Und die gewonnenen Meisterschaften sind der Beweis, dass wir auf dem richtigen Weg sind."


Sich ehrenamtlich zu betätigen ist nichts Besonderes, findet der Jugendleiter des FSV. Für ihn ist es eine Möglichkeit, bei seinen Söhnen zu sein und dem Verein zu helfen. Was er macht, ist ihm dabei egal. "Wenn ich älter bin und ein Jüngerer würde mein Amt übernehmen, würde ich sogar die Wasserflaschen für die erste Mannschaft tragen", meint er und lacht. Solche Gedanken sind im Moment aber nur Spielerei, denn Helfer können und dürften es immer mehr sein, betont er. "Uns ist mit jedem geholfen, der mit anpackt und sich engagiert."


Warum sollte man sich in einem Ehrenamt engagieren? Edwin Wühr beantwortet das in seinem Fall schlicht: "Weil ich es will." 


Simon Franz

Ortsinformation:  Deutschland > Straubing


Kommentar schreiben

Überschrift:Nickname:
Kommentar: Netiquette | AGB

ANZEIGE

Artikel empfehlen

Absender E-Mail:Empfänger E-Mail:
Absender Name (optional):Empfänger Name (optional):
Ihre Nachricht (optional): 

Info zum Artikel

Kategorien: Bogener Zeitung, Allgemeine Laber Zeitung, Straubinger Tagblatt
Erstellt: 09.10.2009

Artikel lesenswert? 2 Bewertungen

Artikel 3959 x gelesen

Teilen

Artikel kommentieren
Artikel empfehlen
Artikel drucken (PDF)
Mehr wissen? Zeitung lesen!

RSS | Impressum | Mediadaten
© 2012 Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung