Lesenswert (1) Empfehlen Google +

Artikel vom 18. Januar 2013 09:22, 478 mal gelesen

Frauenfußball: Bezirksliga

Christina Eckmann kehrt vom FCB nach Wilting zurück

Autor: vi
Im Trikot des FC Bayern am Ball: Christina Eckmann (Foto: pr).

Im Trikot des FC Bayern am Ball: Christina Eckmann (Foto: pr).

Dem SV Wilting ist ein Transfercoup gelungen, der im Damenfußball sicher für großes Aufsehen sorgen wird. Christina Eckmann, die morgen ihren 25. Geburtstag feiert, wechselte vom Bundesligisten FC Bayern München zum Dorfverein SV Wilting. Für den SV war sie schon in der Saison 2002/2003 bei den Junioren am Ball, ehe sie sich zwei Jahre beim SC Regensburg weiter entwickelte und 2005 vom deutschen Rekordmeisters an die Säbener Straße wechselte.

Wie ist es zu diesem spektakulären Transfer zurück nach Wilting gekommen? Christina Eckmann erklärte, dass es sie nach Abschluss des Studiums in München wieder zurück in die Heimat zog. Sie studierte Grundschullehramt. Im September schließt sich dann das Referendariat an. In den sieben Jahren in München war sie nicht vom FC Bayern untergebracht, sie hatte 2007 eine eigene Wohnung bezogen. "Ich musste wegen des Studiums zuletzt kürzer treten, trainierte zwar immer mit, kam aufgrund der Prüfungen jedoch nur noch zu einem Einsatz beim FCB, der als Rangvierter in der Frauen Bundesliga überwintert. Früher spielte ich "Erste", zuletzt in der zweiten Mannschaft in der 2. Bundesliga."

Zwei Champions-League-Spiele

Als bleibendsten sportlichen Eindruck in der Zeit beim deutschen Rekordmeister bezeichnet die 163 cm große Fußballerin mit dem starken linken Fuß die beiden Champions-League-Spiele gegen den ungarischen Vertreter. "Natürlich erlebt man auch in der Weltstadt München mit all seinen Möglichkeiten schon allerhand (lacht), ohne dass sich die Eltern Sorgen machen mussten, da ich meine Tanten in München hatte, die schon auf mich aufpassten. Wir konnten auch die Bundesligaspiele von Schweinsteiger & Co. anschauen." Neben dem Studium und dem Fußball blieb Christina wenig Zeit für andere Hobbys. Mit Freunden traf sie sich dennoch ab und zu, ging im Sommer gerne ins Freibad, konnte sich aber nicht den Wunsch erfüllen, auf größere Reisen zu gehen.

"Freude am Fußballspielen"


Ihre Ziele beim SV Wilting steckt sie auf die Spiele in der Bezirksliga und als Trainerin der C-Juniorinnen ab. "Ich will jetzt Freude beim Fußballspielen haben, versuchen, den jungen Mädchen so viel wie möglich mitzugeben und einfach den Spaß im Vordergrund sehen, nachdem der Leistungsdruck nicht mehr da ist. Beruflich hoffe ich, dass es mit dem Lehramt und dann eventuell mit einer Anstellung in der näheren Umgebung klappt."

Drei Eckmanns im Wiltinger Team

"Ich freue mich auch, dass ich mit meiner jüngeren Schwester in einer Mannschaft spielen kann. Es ist noch eine dritte Eckmann in der Mannschaft, doch die Heidi ist nicht mit uns verwandt. Wir haben die Rückennummern 3, 13 und 23. Ich habe die Nummer 23 vom FC Bayern mitgenommen." Ansonsten fühlt sich die recht aufgeschlossene, freundliche junge Frau wohl, wieder zu Hause in Dinzling bei ihrem Freund zu sein: "Der Fußball beim FC Bayern und das Studium in München waren eine schöne Zeit. Jetzt beginnt für mich aber ein neuer Lebensabschnitt, in dem ich neue Prioritäten setze. Vor allen Dingen wenn man nicht vom Fußball leben kann, muss man sich anderweitig orientieren."

SV-Vorsitzender Matthias Tolks ist selbstverständlich hoch erfreut über den prominenten Zugang der Fußball-Damen. "Christina wird bei uns auch noch die C-Mädchenmannschaft mit übernehmen, die ich bisher trainiert habe. Es stoßen so viele Mädchen zu uns, dass wir noch zusätzlich eine D-Junioren-Mädchen-Mannschaft angemeldet haben. Diese werde jetzt ich übernehmen. Auch bei den Kleinen ist für Nachschub gesorgt, denn bei der F-Jugend sind so viele Mädchen dabei, dass dort fast auch noch eine eigene Mannschaft gebildet werden könnte", freut sich Tolks über den Mädchen- und Damenfußball-Boom in Wilting.

SV-Coach Gruber: "Eine Granate"

Überaus positiv bewertete das erste Mitwirken seines prominenten Neuzugangs Trainer Heinz Gruber beim Hallenturnier in Straubing: "Ich bin natürlich froh, dass sie bei uns ist. Sie kommt aus dem Verein, ist wieder eine Hiesige, denn wir haben mit Ausnahme der drei Neuzugänge aus Cham nur Spielerinnen aus dem Gemeindebereich in unseren Reihen. Sie spielte bis zur B-Jugend mit den Jungs in der Kreisliga und war da schon eine herausragende Fußballerin. Nach den bisherigen Eindrücken muss ich sagen, dass sie nach wie vor eine Granate ist. Sie hat fußballerisch alles drauf und passt auch menschlich und charakterlich in unser Gefüge. Sie ist keineswegs überheblich und wurde von der Mannschaft voll und bestens aufgenommen."

Kommentare zum Artikel


Artikel kommentieren


Das könnte Sie auch interessieren

Rummenigge traut deutschem Team das WM-Halbfinale zu

Rummenigge traut deutschem Team das WM-Halbfinale zu

München (dpa) - Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge traut der deutschen Fußball-Nationalmannschaft...

mehr dazu
Anzeige
Anzeige

Verbreitungsgebiet Verbreitungsgebiet Cham Deggendorf Regen Dingolfing Straubing-Bogen Regensburg Landshut Erding-Freising-Kelheim
Anzeige
Anzeige