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Artikel vom 23. January 2013 09:31, 120 mal gelesen

Wintersport: Ski Nordisch

Auerbacher Christian Heim hat große Ziele

Autor: Robert Stangl
Christian Heim springt diese Woche bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Tschechien. Der 19-Jährige aus Wartenberg ist derzeit gut in Form, ein bestimmtes Ziel hat er nach seinen zuletzt starken Leistungen dort aber nicht (Foto: pr).

Christian Heim springt diese Woche bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Tschechien. Der 19-Jährige aus Wartenberg ist derzeit gut in Form, ein bestimmtes Ziel hat er nach seinen zuletzt starken Leistungen dort aber nicht (Foto: pr).

Zum zweiten Mal in seiner Laufbahn durfte Skispringer Christian Heim vor gut einer Woche an einem B-Weltcup teilnehmen. Der junge Skispringer vom SC Auerbach setzte mit einem achten Platz im japanischen Sapporo ein Ausrufezeichen. Lohn für seine zuletzt starken Leistungen ist die Nominierung für die Junioren-Weltmeisterschaft, die in dieser Woche im tschechischen Liberec stattfindet. Die Wettkämpfe sind am Donnerstag (Einzel) und Samstag (Teamspringen). Dass er dem fünfköpfigen Team des Deutschen Skiverbandes angehört, ist schon etwas Besonderes, wie der 19-Jährige im Interview mit der Moosburger Zeitung betont.

Sie waren in der vergangenen Woche in Japan. Was macht der Jetlag?
Christian Heim: Es geht, ich habe es mir schlimmer vorgestellt. Man muss darauf achten, den Tagesrhythmus des jeweiligen Landes zu übernehmen. Das ist mir anscheinend ganz gut gelungen.

Mit den Plätzen acht, 13 und 18 haben Sie aufhorchen lassen. Mit so einem Ergebnis im B-Weltcup kann man durchaus zufrieden sein.

Heim: Ja, ich bin sehr zufrieden. Ich hatte mir vorgenommen, dreimal zu punkten, also dreimal unter den besten 30 zu landen. Das habe ich mehr als geschafft. Das war okay.

Nur okay?
Heim: Nein, das war schon gut. Es ist natürlich noch Luft nach oben, aber jetzt muss ich mich mit so einer Platzierung erst mal zufriedengeben.

Jetzt geht es weiter zur Junioren-WM in Liberec. Was bedeutet diese Nominierung für Sie?

Heim: Es war mein primäres Ziel, da hinzufahren. Nachdem es zuletzt gut gelaufen ist und ich Bescheid gekriegt habe, habe ich mich tierisch gefreut. Besonders, weil es mein letztes Juniorjahr ist.

Ist die Weltmeisterschaft Ihre bisher größte Herausforderung?

Heim: Eine WM hat die größte Bedeutung, die man erlangen kann. An so einem Wettkampf habe ich noch nie teilgenommen. Das Niveau dort ist sehr hoch, denke ich.

Setzt man sich bei so einem Ereignis ein bestimmtes Ziel?

Heim: Ich bin gut in Form, habe aber keine große Erwartungshaltung. Ich bin froh, dass ich dabei bin, und werde schauen, dass ich mein Leistungsniveau im Wettkampf abrufen kann. Dann schauen wir mal, was dabei rauskommt.

Im Team sind mit Andi Wellinger und Karl Geiger zwei Athleten, die heuer auch bei der Vierschanzentournee gesprungen sind. Was sagen Sie zum Abschneiden der deutschen Mannschaft?

Heim: Nach der ersten Euphorie nach Oberstdorf war der Anspruch hoch. Das ist dann wieder etwas abgeflacht. Aber das Ergebnis war völlig okay. Für Severin (Freund, Anm. d. Red.) war das Ausscheiden in Bischofshofen natürlich enttäuschend. Aber ich denke, so ein hohes Niveau gab es im deutschen A-Kader noch nie. Erfreulich ist, dass von unten wieder was nachkommt.

Da gehören Sie ja auch dazu.

Heim: Ja, durchaus.

Haben Sie Kontakt zu den Jungs aus dem A-Kader?

Heim: Es gibt oft gemeinsame Lehrgänge. Da trifft man sich an der Schanze und kann sich mit ihnen unterhalten.

Schaut man da als junger Springer genau hin, um von den Erfahreneren zu lernen?

Heim: Man kann sich auf jeden Fall einiges abschauen. Einige von denen sind ja schon jahrelang dabei.

Ist die Vierschanzentournee der große Traum junger Skispringer?
Heim: Ich bin nicht der Typ, der davon träumt, aber es ist schon mein Ansporn, da mal hinzukommen. Darum mache ich das Ganze ja. Das ist ein Riesenevent, da wäre ich schon gern mal dabei.

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