Lesenswert (0) Empfehlen Google +

Artikel vom 22. Januar 2013 11:08, 26 mal gelesen

Volleyball: Rote Raben Vilsbiburg II

Licht und Schatten bei der "Raben-Reserve"

Autor: Harald Schwarz
Die Roten Raben II hoffen darauf, dass kein weiterer Drittligist sein Aufstiegsrecht wahrnimmt. Denn dann dürften sie in Liga 2 bleiben (Foto: peru).

Die Roten Raben II hoffen darauf, dass kein weiterer Drittligist sein Aufstiegsrecht wahrnimmt. Denn dann dürften sie in Liga 2 bleiben (Foto: peru).

Licht und Schatten erlebte die zweite Mannschaft der Roten Raben an diesem Wochenende. In einer spannenden Partie besiegten sie am Samstagabend die punktgleichen Fighting Kangaroos aus Chemnitz. Am Sonntag Nachmittag machte sich wegen des schmalen Kaders Erschöpfung bei der einen oder anderen Spielerin bemerkbar und die Roten Raben II kassierten auch im Rückspiel gegen die Nachwuchsspieler des VCO Dresden eine 1:3-Niederlage.

Die Raben agierten am Samstag insgesamt druckvoller, nutzten die Schwächen der Chemnitzer Damen konsequenter aus und leisteten sich insgesamt weniger Eigenfehler. So ging ein intensiv geführtes Volleyballduell mit einem Annahmefehler der Chemnitzerinnen nach 108 Spielminuten zu Ende. "Das war ein anstrengendes Spiel für uns. Chemnitz hat es uns schwergemacht, zu gewinnen", resümierte Raben-Trainer Werner Neumeier nach dem Spiel.

Dabei begann die Partie für die Roten Raben II alles andere als positiv. Schließlich musste er mit Elena Salomäki, Daniela Lanner Mapeli und Nadja Gallardo gleich drei Leistungsträgerinnen ersetzen. Deshalb musste Trainer Neumeier auch die Mannschaft taktisch umstellen: Sarah Breinbauer und Isabelle Liebchen kümmerten sich im Zweierriegel um die Annahme, Linda Damerau und ab dem vierten Satz Chantal Martin um den Angriff. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Die Roten Raben II schafften es, die Fighting Kangaroos durch druckvolle Aufschläge und eine sichere Annahme von Beginn an unter Druck zu setzen.

Die Damen aus Chemnitz, die bereits am Freitag gegen Dresden gespielt hatten und diese Partie mit 3:1 für sich entschieden, fanden kein passendes Mittel und so schnappten sich die Raben den ersten Satz mit 25:21.

Das rüttelte die Gastgeberinnen dann aber doch auf. Sie gaben im zweiten Satz richtig Gas und lagen bereits mit 12:3 in Führung. Doch dann fingen sich die Raben und wie so oft fanden sie durch ihren Kampfgeist wieder in den Satz zurück. Beim 24:23 für Chemnitz hatten sie den Ausgleich bereits vor Augen, vergaben aber die Chance und verloren den Satz mit 23:25.

Danach gaben die Roten Raben II aber weitgehend den Ton an. Die Zehn-Minuten-Pause nutzten sie, sich wieder zu sammeln und die Konzentration aufzubauen. Die Gastgeberinnen hatten hingegen nichts mehr zuzusetzen und die Roten Raben II holten sich die Sätze drei und vier mit 25:18 und 25:20.

Nach einer Nacht in der Chemnitzer Jugendherberge reiste der Rabentross am Sonntag nach Dresden weiter, wo sie am Nachmittag vom VCO Dresden erwartet wurden. Gegen die Ausbildungsmannschaft des Dresdner SC kassierten die Raben bereits in der Vorrunde eine vermeidbare Niederlage. So hatten sich die Spielerinnen einiges vorgenommen. Allerdings musste die Mannschaft der dünnen Spielerdecke Tribut zollen und schaffte es wieder nicht, zwei Punkte einzufahren. "Man hat es einfach gemerkt, dass wir nur eine echte Angreiferin hatten", so Trainer Werner Neumeier. Zwar begannen die Roten Raben II engagiert und entschieden den ersten Satz mit 25:15 für sich, doch dann ließ die Konzentration merklich nach und die Roten Raben konnten nichts mehr zusetzen.

Die Spielerinnen des VCO Dresden schlugen in dieser Phase sehr gut auf und störten so den Spielaufbau der Roten Raben empfindlich. "Leider haben uns die Varianten zum Wechseln gefehlt", bedauerte Neumeier. Mit 25:17 sowie einem Netzroller zum 28:26 holten sich die Gastgeberinnen die Sätze zwei und drei.

Im entscheidenden vierten Satz wollten es die Roten Raben II dann besonders gut machen. Doch mit jedem Fehler oder Punkt der VCO-Spielerinnen stieg die Nervosität merklich; am Ende mussten sie auch diesen Satz mit 25:21 abgeben. "Das war ärgerlich", war der trockene Kommentar von Trainer Werner Neumeier, der gleichzeitig dazu aufrief, jetzt nach vorne zu blicken. Schließlich ist am Samstag um 16 Uhr Derbyzeit. Dann erwarten die Roten Raben II in der Vilstalhalle den Tabellensiebten NawaRo Straubing. Die Mannschaft, gegen die die Roten Raben in der Vorrunde den ersten Sieg geschafft haben.

Die zweite Mannschaft der Roten Raben liegt nach diesem Wochenende mit 12:20 Punkten auf Platz zehn, nach wie vor punktgleich mit dem Tabellenneunten VC Offenburg und dem Tabellenachten Chemnitz.

Kommentare zum Artikel


Artikel kommentieren


Das könnte Sie auch interessieren

Vilsbiburgs neuer Coach Jan de Brandt: "Dieser kleine Volleyball ist meine große Leidenschaft“

Rote Raben Vilsbiburg

Vilsbiburgs neuer Coach Jan de Brandt: "Dieser kleine Volleyball ist meine große Leidenschaft“

Wenn es so etwas gäbe wie eine Rekordzeit in Sachen Eingewöhnung am neuen Arbeitsplatz und Wohlfühlen...

mehr dazu
Anzeige
Anzeige

Verbreitungsgebiet Verbreitungsgebiet Cham Deggendorf Regen Dingolfing Straubing-Bogen Regensburg Landshut Erding-Freising-Kelheim
Anzeige

Bilderstrecken

Anzeige