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Artikel vom 21. Januar 2013 20:06, 1777 mal gelesen

Straubing Tigers

Dunham nach Down-Sperre sauer auf Fliegauf: "Das ist charakterschwach"

Autor: wel
Auf Blaine Down müssen die Tigers am Wochenende verzichten (Foto: Schindler)

Auf Blaine Down müssen die Tigers am Wochenende verzichten (Foto: Schindler)

Eigentlich war es ein Wochenende, mit dem man im Lager der Straubing Tigers zufrieden sein könnte. Aber eben nur eigentlich

Denn da schießen die Tigers mit einem Heimsieg im Sechs-Punkte-Spiel erst Wolfsburg schon fast aus dem Playoff-Rennen und punkten dann auch noch - als eines von bisher erst fünf Teams in dieser Saison - bei Spitzenreiter Mannheim und verlieren im Playoff-Rennen zunächst doch an Boden, weil Iserlohn ein Sechs-Punkte-Wochenende gelingt und sie in der Tordifferenz auch noch fünf Treffer aufholen. Damit sind die Roosters nun Zehnter, punktgleich mit den Tigers, aber auch noch mit einem Nachholspiel in der Hinterhand.

Zu eben jenen Roosters geht es nun am Freitag - und das ohne Top-Scorer Blaine Down. Denn der wurde am Montag vom Disziplinarausschuss der DEL für zwei Spiele gesperrt. Ein nicht geahndeter Check gegen den Kopf von Aleksander Polaczek im 2. Drittel des Freitag-Spiels erhitzte in Wolfsburg die Gemüter, die deshalb ein Disziplinarverfahren angestrengt haben.

Sehr zum Unwillen der Tigers: "Ich bin nicht sauer auf den Disziplinarausschuss", sagt Tigers-Manager Jason Dunham. "Wenn sie der Meinung sind, es lag ein Foul vor, dann müssen sie eben so entscheiden. Aber ich bin sehr enttäuscht von Wolfsburgs Manager Charly Fliegauf", so Dunham weiter. "Das ist charakterschwach. Das einzige Ziel von Wolfsburg war es, uns als direkten Konkurrenten im Playoff-Rennen zu schaden und uns zu schwächen."

Doppelt dumm

Doppelt dumm: Die Tigers verzichteten nach dem Check von hinten von Wolfsburgs Norm Milley gegen Laurent Meunier auf eine Einsendung der Bilder. "Wir haben jetzt 13 wichtige Spiele vor uns", sagt Dunham. "Aber es ist klar, dass das natürlich vor dem Spiel in Iserlohn nicht erfreulich ist."

Ähnlich sieht dies auch Trainer Dan Ratushny. "Die Schiedsrichter standen unmittelbar daneben und hatten freie Sicht und haben das Spiel weiterlaufen lassen. Ich finde, man sollte dann auch Respekt vor einer Schiedsrichter-Entscheidung haben, wenn er der Meinung ist, dass die Aktion korrekt war." Ganz klar, im Lager der Tigers musste man sich am Montagnachmittag erst einmal von der Nachricht aus der DEL-Zentrale erholen. Denn: "Für uns ist jetzt jeder Punkt und jeder Sieg wichtig", sagt Torhüter Jason Bacashihua, der am vergangenen Wochenende zwei starke Vorstellungen bot.

Immerhin: Gerade die Leistung am Sonntag in Mannheim macht Mut, als man näher am Sieg war als der Spitzenreiter. Das sieht auch Dan Ratushny so: "Wir haben am Wochenende gegen zwei Top-Teams der Liga gespielt. Denn für mich ist Wolfsburg auch ein Top-Team. Ich habe keine Ahnung, warum die in der Tabelle so weit unten stehen. Aber es ist schade, dass wir uns in Mannheim für eine starke Leistung nicht auch noch mit dem Sieg belohnen konnten. Wir hatten einige gute Chancen auf den Siegtreffer."

Da gerät sogar ein schon fast "historisches" Ereignis in den Hintergrund - ein Tor von Verteidiger Florian Ondruschka. Sein letzter Treffer war vor über zwei Jahre am 19. September bei einer 2:5-Niederlage gegen Augsburg. Nun sorgte der Treffer für den wichtigen 2:2-Ausgleich gegen Wolfsburg. "Ich habe einfach die Scheibe gehabt und wollte sie vors Tor bringen", so Ondruschka. Genau in diesem Moment wurde Wolfsburgs Torhüter Sebastian Vogl vom eigenen Verteidiger Aaron Brocklehurst behindert und zu Fall gebracht, so dass der Puck tatsächlich im Netz einschlug.

Auf einen anderen Verteidiger müssen die Tigers aber rund vier Wochen verzichten. Andy Canzanello zog sich im Training einen Haarriss in der Hand zu. Jedoch nicht bei einer lautstarken Auseinandersetzung mit Karl Stewart, sondern bei einem völlig anderen Zweikampf. "Wir hatten zuletzt sehr intensive Trainingseinheiten", so Ratushny zur kurzen Auseinandersetzung seiner zwei Kontingentspieler am vergangenen Donnerstag im Vormittagstraining. "Aber Verletzungen sind nie das, was wir wollen", betont der Coach. Aber es zeigt auch: Die Spieler sind heiß, wissen, um was es jetzt geht.

Und um was es am Freitag beim direkten Konkurrenten und Tabellennachbarn Iserlohn geht, muss man im Lager der Tigers ohnehin niemandem erzählen. "Jedes Spiel ist für uns jetzt wie ein Playoff-Spiel", weiß Dan Ratushny.

Kommentare zum Artikel


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von Jens 501 am 23. January 2013 19:22
Blaine Down

Würde sagen-vom Fliegauf ein kleiner stummer Hilfeschrei.Aber soll er ruhig.Jeder weitere Kom. ist dazu überflüßig.Mit dem Ausfall von Blaine soll die Mannschaft wachgerüttelt werden.Und zeigen,daß wir ...mehr Eishockey spielen können.Mehr braucht man nicht.Wünsch der Mannschaft viel Erfolg in den kommenden Spielen!!!!!!! weniger

Antworten Lesenswert (3)
von DerseineMeinungsagt am 23. January 2013 17:03
Einfach nur traurig...

Die DEL wird immer mehr zu einer Lachnummer durch solche Entscheidungen es ist sowas von traurig unterschiedlich zu entscheiden. Eishockey ist nun mal ein harter Sport und hier wird er nur langsam zerstört ...mehr durch die DEL, was sind das nur für welche die solchen falschen Entscheidungen treffen, andere werden frei gesprochen obwohl es eine langfristige Verletzung nach sich zog oder man habe nichts gesehen. Die Schiedsrichter auf dem Eis haben durch solche Aktionen nun wirklich nichts mehr zu sagen auf dem Eis. Schande für den Eishockey Sport in Deutschland durch solche falschen Entscheidungen von solchen Leuten, da kann man sich schon fragen ob sich so mancher ned was dazu verdient. weniger

Antworten Lesenswert (5)
von Koenig am 23. January 2013 10:00
Der Fliegauf wieder mal...

Na ja, langsam wird’s lächerlich mit den Strafen gegen SR. Für was fahren jetzt eigentlich 4 Schiri´s auf dem Eis rum? Das wurde doch als so toll verschrien von den DEL-Verantwortlichen. Und zum Strafmaß ...mehr / nachträgliche Sperren nur mal so in den Raum gestellt: Canzanello checkt einen Berliner, der fällt um, kann weiterspielen und fällt nicht verletzt aus – Canzi 5 Min plus Duschen und dazu noch 6 Spiele Sperre. Down checkt WOBler, der wird hierbei nicht verletzt, spielt weiter (und bekommt im gleichen Spiel selber ne Diszi) und fällt nicht aus – Down hierfür 2 Spiele Sperre nachträglich (obwohl auch nachträglich sich keine Verletzung ergab). Im Gegensatz hierzu Daniel Sparre wird böse gecheckt, erleidet hierdurch Bruch an der HWS und fällt ca. 6-8 Wochen aus! Der verfehlte Spieler erhält 5 Min plus Spieldauer (keine Matchstrafe wie Canzi). Dieser wird trotz Faul mit Verletzungsfolge freigesprochen, weil er ja schon 5 Min abgesetzt hatte und Duschen musste. So, ihr könnt jetzt denken was ihr wollt aber so etwas stinkt zum Himmel. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Es scheint so, als ob es nicht interessant ist was passiert ist sondern eher wo der Spieler spielt. Ganz zu schweigen davon, dass man als DEL eigentlich seine 4 Schiris auf dem Eis regelmäßig damit untergräbt. Mittlerweile wird wegen jedem Furz nachträglich ermittelt, aber da wo sich tatsächlich eine schwere Verletzung ergeben hat, da gibt’s Freispruch! Das kann verstehen wer will, ob mit oder ohne SR-Brille auf, das ist einfach gesagt nur lächerlich und alles andere als professionell. Und zum Herrn Fliegauf braucht man nicht viel sagen, da hat der Jason eigentlich schon alles gesagt. Aber der hatte sich ja schon in den Playoffspielen "sehr sportlich" verhalten. Nun der hat halt die letzte Saison noch nicht verkraftet. weniger

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