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Artikel vom 20. Januar 2013 14:06, 64 mal gelesen

Gewichtheben: 1. Bundesliga

Roding behält Nerven im Krimi gegen Mutterstadt

Autor: he
Rodings Heber feierten in einem packenden Duell ihren ersten Sieg gegen Mutterstadt (Foto: Hecht).

Rodings Heber feierten in einem packenden Duell ihren ersten Sieg gegen Mutterstadt (Foto: Hecht).

Von Anfang an schenkten sich beide Teams nichts. Es wurde gepokerten und leidenschaftlich gekämpft unter der Anfeuerung der 450 Zuschauer. Darunter auch Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler mit Gattin. Doch am Ende konnte der erste Rodinger Sieg gegen den 12-fachen Deutschen Mannschaftsmeister AC Mutterstadt gefeiert werden. Roding belegt nach der Vorrunde den 4. Platz in der Liga Süd und wird zum Playoffkampf am 16. Februar den dritten der Ostliga, KG Görlitz-Zittau erwarten.

Spannung Pur baute sich beim ersten Abschnitt dem Reißen auf. Die Rodinger hielten sehr gut mit, obwohl die Gäste aus der Pfalz für ihre Stärke in dieser Disziplin bekannt sind. Der TB 03 lag sogar in Führung, bis der ungarische Spitzenheber Janos Baranyai in den Diensten der Mutterstädter als letzter Starter an die Hantel ging und aus dem Rodinger Vorsprung von 4,2 Punkten einen Sieg für Mutterstadt mit einer Differenz von läppischen 0,8 Punkten machte. Zu diesem Zeitpunkt war die Spannung in der Dreifachturnhalle auf dem Siedepunkt. Veranstaltungssprecher Georg Hecht meinte:" es war einer der spannendsten Momente in der 40-jährigen Gewichthebergeschichte".

Matthias Hecht "Jetzt greifen wir an"

Dieses Reißduell auf Biegen und Brechen war natürlich der Gesprächsstoff in der 15 minütigen Pause. Doch das TB-Sextett mußte sich keine Vorwürfe machen, um jeden Versuch wurde gefightet, die Pfälzer waren nun mal die Besseren. Rodings Hebertrainer Matthias Hecht stellte wieder einmal fest, daß selbst Heben nicht so anstrengend und besonders nicht so nervenaufreibend ist, wie die Trainerfunktion beim Wettkampf. Er gab die Devise aus: Jungs, der Punkt ist futsch, jetzt müssen wir uns bemühen, dass wir das Stoßen gewinnen und den Gesamtwettkampf". Und wieder zogen alle sechs Heber hervorragend mit. Der Rodinger Vorsprung wuchs so weit an, daß der Ungarische Spitzenmann und die Mutterstädter Betreuer einsehen mußten, daß die beiden weiteren Punkte Roding gehörten. Der Punkt beim Stoßen ging bei einem Vorsprung von 23 kg an Roding und damit auch der Gesamtsieg mit 722,8 : 700,4 Punkten.

Andreas Müller in Hochform

Bei Roding lief Andreas Müller, der sich bei der tollen Kulisse in Roding richtig hineinsteigern kann, zur Hochform auf, schaffte Bestmarken am laufenden Band und erstmals 134 Relativpunkte. Auch Hermann Voit war für diesen entscheidenden Wettkampf topfit. Die beiden EM-Teilnehmer Simon Brandhuber und Gregor Nowara befinden sich erst im Aufbau, wobei das nächste Ziel für Simon die Senioren-Europameisterschaften im April in Albanien sind. Trotzdem holte Simon hinter dem Ungarn (167,2 Punkte) mit 145 Punkten das zweitbeste Ergebnis. Andreas Hecht startete stark beim Reißen, scheiterte dann jedoch zweimal an 156 kg Stoßen. Bis auf 178 kg Stoßen gestaltete Daniel Nowara alle Versuche gültig. Die Freude über den ersten Sieg gegen den 12-fachen Deutschen Mannschaftsmeister war bei Hebern und Fans riesig und gefeiert wurde wie bei einer Faschingsveranstaltung.

Bereits um 14:30 Uhr mußte Roding III ersatzgeschwächte der TG Landshut beim Bezirksligakampf die Punkte überlassen. Dagegen baute Roding II mit einem Sieg gegen den ESV München-Freimann die Tabellenführung der Bayernliga aus.

Die Ergebnisse der Rodinger Heber am Samstag ( 722,8 Punkte)
Daniel Nowara 111,8 kg Körpergewicht / 104,5 kg Abzug / 146 kg Reißen + 175 kg Stoßen = 112,0 Relativpunkte
Simon Brandhuber 73,1 kg /71,5 kg /130 kg + 158kg = 145,0 Punkte
Andreas Hecht, 93,9 kg /94,9 kg / 122 kg + 150 kg = 84,2 Punkte
Hermann Voit, 78,0 kg /77,0 kg / 121 kg + 150 kg = 117,0 Punkte
Andreas Müller, 95,7 kg /95,5 kg / 143 kg + 182 kg = 134,0 Punkte
Gregor Nowara, 85,7 kg /85,7 kg / 133 kg + 162 kg = 123,6 Punkte

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