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Artikel vom 20. Januar 2013 12:41, 54 mal gelesen

Volleyball: Rote Raben Vilsbiburg

Raben erkämpfen zwei weitere wichtige Punkte

Autor: mm
Die Roten Raben Vilsbiburg ließen sich nach dem 3:0-Erfolg gegen Hamburg von den Fans feiern (Foto: Rußwurm).

Die Roten Raben Vilsbiburg ließen sich nach dem 3:0-Erfolg gegen Hamburg von den Fans feiern (Foto: Rußwurm).

Das roch nach Schweiß und richtig harter Arbeit ! Die Siegesserie der Roten Raben Vilsbiburg in der Volleyball-Bundesliga hielt auch im siebten Spiel in Serie. Der Tabellendritte zwang VT Aurubis Hamburg vor 871 Zuschauern in der heimischen Ballsporthalle mit 3:0 (25:23, 25:23, 25:22) in die Knie, tat sich dabei aber weitaus schwerer als es das Ergebnis vermuten lässt. Das Team von Cheftrainer Guillermo Gallardo wusste am Samstagabend nämlich nur in den entscheidenden Phasen kämpferisch zu überzeugen.

Raben-Libera Lenka Dürr brachte es hinterher auf den Punkt: "Das war ein unglaublicher Arbeitssieg - zwar nicht schön, aber selten", erklärte die Kapitänin nach dem 81 Minuten dauernden Wechselbad der Gefühle. Hamburg ging unter dem neuen Trainer Helmut von Soosten noch ungeschlagen und somit auch mit viel Selbstvertrauen ins Match und bot den Raben vom ersten Aufschlag an einen beherzten Kampf. Die Vilsbiburgerinnen taten sich derweil enorm schwer, zu ihrer spielerischen Linie zu finden. Leichte Fehler in Aufschlag und Angriff sowie zahlreiche unpräzise Zuspiele sorgten dafür, dass sich die Gastgeberinnen nie deutlicher als mit drei Punkten absetzen konnten. Da allerdings die Südamerika-Kombo mit Cristina Alves Oliveira Ferreira, Liana Mesa Luaces und Renata Jesus de Benedito in Block und Defensive ordentlich harmonierte und das amerikanische Energiebündel Sonja Newcombe ihre Schmetterbälle konsequent versenkte, brachte der Ranglistendritte von der Vils immerhin ein 25:23 ins Ziel.

Die "Kupfer-Girls" von der Elbe hatten aber längst gemerkt, dass die Raben an diesem Abend zu knacken sind und packten jetzt richtig "Butter bei die Fische". Die Niederbayern verschliefen hingegen den Start in den zweiten Satz komplett und Guillermo Gallardo sah sich gezwungen, beim Stand von 1:5 die erste Auszeit zu nehmen. Zwar gelang daraufhin ein kurzer Zwischenspurt bis zum 8:7, doch bei der zweiten technischen Auszeit führten erneut die Hanseatinnen (16:13). Vilsbiburg leistete sich in allen Elementen zu viele Ungenauigkeiten und ließ deshalb gegen einen niemals aufsteckenden Kontrahenten eine klare Struktur im Angriff vermissen. Lediglich in Sachen Moral und Teamspirit war auf die Raben Verlass - zumindest in den entscheidenden Situationen. Beispielsweise beim 16:20: Da standen die Gastgeberinnen bereits mit dem Rücken zur Wand, wurden dann jedoch urplötzlich merklich aggressiver und bliesen zur Attacke. Speziell durch wichtige Punkte von Jana-Franziska Poll im Außenangriff fanden die Raben den Weg auf die Überholspur und zogen bis zum 25:23 an den konsternierten Gästen vorbei.

Im dritten Durchgang erlebten die Hamburgerinnen dann ein echtes Déja-vu - alles lief genauso wie in Abschnitt zwei. Bis zur zweiten technischen Auszeit (16:13) hatten die Elbstädterinnen die Nase vorn, ehe sich die Raben endlich am Riemen rissen. Dank der Einwechslung von Daniele dos Santos Batista strahlten die Vilstalerinnen jetzt in der Annahme deutlich mehr Stabilität aus, was auch dem Spielaufbau sichtlich gut tat. Im Angriff wurden Liana Mesa Luaces, die das Duell der Topscorerinnen gegen Vendula Merkova für sich entscheiden konnte, oder Sonja Newcombe nun wesentlich besser in Szene gesetzt. Dazu übten die Niederbayern auf der Zielgeraden auch mit den Angaben endlich wieder mehr Druck aus. So brachte eine Aufschlagserie von Lena Möllers die entscheidenden Punkte vom 22:22 bis zum 25:22.

"Das war kein gutes Spiel von uns. Lediglich in der Verteidigung haben wir über die komplette Distanz konstant gespielt", bilanzierte denn auch Guillermo Gallardo und ärgerte sich über die zahlreichen spielerischen Nachlässigkeiten in seinem Team. So stimmte am Ende zwar das Ergebnis und auch Rang drei wurde weiter gefestigt - um jedoch gegen den punktgleichen Tabellenzweiten Dresden oder Spitzenreiter Schwerin bestehen zu können, müssen die Raben dringend zulegen - und weiterhin eine ganze Menge Schweiß vergießen.

Rote Raben Vilsbiburg: Dürr, Pogany, Möllers, Curatola, Poll, dos Santos Batista, Alves Oliveira Ferreira, de Jesus Benedito, Stöhr, Mesa Luaces, Newcombe.

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