Aus der Reihe "Integration in Plattling" - "Weniger reden - Mehr miteinander leben"
1600 evangelische Gemeindemitglieder mit Migrationshintergrund - Thematisierung der Integration wird nicht nur positiv angenommen - Motto: "fröhlich, bunt, beweglich"
Beim Gottesdienst der evangelischen Gemeinde sind Gläubige mit Migrationshintergrund aus den verschiedensten Ländern zu finden. Vor allem russisch-stämmige Bürger sind evangelisch. (Foto: ira)
Plattling. (bot) "Integration geht uns alle an" ist ein oft gewählter Leitsatz, wenn es um die Eingliederung von Migranten geht. Auch in Plattling wird von vielen Seiten an der Integration gearbeitet, sei es nun von Seiten der Schulen, der Stadt, oder auch der Betriebe (wir berichteten). Eine Rolle spielt dabei natürlich auch die Beteiligung am öffentlichen Leben, und damit in den religiösen Gemeinden.
Nur wenige der Plattlinger Familien aus den fremden Ländern sind katholisch. Sie stammen beispielsweise aus Vietnam, Chile oder dem Irak, berichtet Stadtpfarrer Josef K. Geismar. Er berichtet auch, dass diese einzelnen Familien gut in der Gemeinde integriert seien und, dass ihm keine Probleme bekannt wären.
Viele der Migranten in Plattling, oft diejenigen, die russischer Abstammung sind, sind dagegen evangelisch. Und so ist es nicht verwunderlich, das der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Plattling, Dirk Hartleben, zu dem Thema viel zu berichten hat: "Wir haben hier 2600 Gemeindemitglieder davon sind 1600 Gemeindemitglieder mit Migrationshintergrund."
Besonders die Bevölkerungsgruppe aus dem russisch-sprachigen Raum ist oft evangelisch. Oft werden diese "Russen-Deutsche" genannt, doch Hartleben bevorzugt den Begriff "Deutsche aus Russland". Viele sind auch aus Kasachstan gekommen. Er betont, dass es sich dabei aber um unterschiedliche Generationen handelt. Die Gemeinde wurde also nicht nur zahlenmäßig bereichert, sondern auch in den verschiedenen Altersgruppen.
Auf die Frage, was im Bezug auf bessere Integration getan werden kann, sagte Hartleben kurz und knapp: "Weniger reden - mehr miteinander leben". Der Pfarrer weist auch darauf hin, dass er vom Begriff Integration nicht so begeistert ist.
"Wir leben gerne hier"
Mehr dazu im Plattlinger Anzeiger am 28. März!
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