Pfefferspray als anscheinend letztes Mittel: Wer hat drei Buben bedroht und verprügelt?
Mutter beklagt Vorkommnisse bei Veranstaltung im Dingolfinger Jugendzentrum
Oberhöcking/Dingolfing. (cis) In einem offenen Brief hat sich Irene Geiß aus Oberhöcking an die Organisatoren der Aktion "Nachsitzen" gewandt und ihnen Vorfälle bei der Veranstaltung am Samstag, 28. November, geschildert. Ihr Sohn und zwei gleichaltrige Freunde seien dort massiv von einer Gruppe von bis zu acht Jugendlichen bedroht worden.
Auch wollte die Mutter mit ihren Zeilen die Jugendlichen und deren Eltern erreichen, weshalb sie sich mit ihrem Schreiben auch an die Landauer Zeitung gewendet hat. Das Schreiben erreichte die LZ noch am Sonntagnacht per E-Mail.
"Am heutigen Abend besuchte mein Sohn (13) zusammen mit seinen beiden gleichaltrigen Freunden die Veranstaltung ,Nachsitzen' im Jugendzentrum Dingolfing. Gegen 16.30 Uhr lieferte ich die Buben vor dem Jugendzentrum ab, der Vater des Freundes holte sie dort um 22 Uhr wieder ab. Wir waren schon gespannt, ob das erste ,Saturday-Night-Fever' lustig war."
Doch wie die nachfolgenden Schilderungen zeigen, sei es dies ganz und gar nicht gewesen, die Buben kamen ziemlich verstört heim, berichtet Irene Geiß. "Mein Sohn schilderte mir zu meinem großen Entsetzen, dass er mit seinen Freunden bereits während der Veranstaltung von einer Gruppe Jugendlicher angepöbelt wurde. Es kam zu Gesten und Wortwechsel und Ohrfeigen. Es handelte sich um circa acht oder neun Jungen, die meinen Sohn und seine beiden Freunde offensiv bedrohten."
Zugetragen habe sich das im Veranstaltungsraum, nach Meinung der Mutter hätten die anwesenden Erwachsenen dies wohl nicht gesehen oder es sei ihrer Aufmerksamkeit entgangen.
"Wenn ihr raus geht, seid ihr tot!," soll eine Drohung gewesen sein, die die Buben letztlich dazu trieb, sich auf die Toilette zu flüchten und daheim anzurufen, um eher abgeholt zu werden und einer Schlägerei zu entgehen. "Leider kamen sie nicht dazu, denn die Gruppe von mindestens acht Jungs folgte ihnen in den Toilettenraum und ging sofort zum Angriff über, so die Mutter. "Glücklicherweise konnte mein Sohn die Gruppe aus der Toilette drängen, indem er schließlich ein Pfefferspray benutzte. So kamen er und seine Freunde mit einigen Schlägen gegen den Kopf davon." Das Spray, so die Mutter, habe er eingesteckt, weil sie darauf bestanden habe für den Fall dass die Jungen vor dem Jugendzentrum oder auf dem dahinter liegenden Parkplatz unliebsame Begegnungen hätten. "Leider ist die Gegend nicht gerade vertrauenserweckend."
Mehr dazu und die Reaktion des Veranstalters TSC Rot Weiß Casino Dingolfing in der Landauer Zeitung vom 1. Dezember 2009!
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