Artikel vom 18. January 2013 16:20, 31 mal gelesen
Bad Kötzting
Insgesamt das beste Ergebnis seit 20 Jahren
Verbissbelastung im Landkreis Cham unterschiedlich – Forstliches Gutachten liegt vor
Autor: Franz Amberger
Die Lage hat sich entspannt, regional bestehen aber erhebliche Unterschiede: Auf diesen Nenner lässt sich das Ergebnis des Forstlichen Gutachtens zur Situation der Waldverjüngung 2012 im Landkreis Cham bringen. Walter Schubach, Bereichsleiter Forsten am AELF Cham, spricht vom "besten Ergebnis seit 20 Jahren", sieht aber dennoch "keinen Anlass, die Hände in den Schoß zu legen". Denn es gibt immer noch Hegegemeinschaften und Jagdreviere, in denen der Wildverbiss entschieden zu hoch ist.
Wieder was wert
Seit die Preise für den Rohstoff Holz gestiegen sind und Kapitalanleger die grünen Immobilien entdeckt haben, wird dem Wald allgemein wieder mehr Wertschätzung entgegengebracht. Grundeigentümer werden zunehmend sensibilisiert für Veränderungen und entwickeln ein Bewusstsein für ihre Möglichkeiten einer positiven Einflussnahme. Gerade beim Thema "Wald und Wild" ist die Stimmung unter den Waldbesitzern nach Aussage von Förster Hans Geiger "sehr gereizt".
Verbiss- und Fegeschäden werden nicht mehr als naturgegeben hingenommen. Aufgeklärte Jagdgenossen wissen um ihre im Waldgesetz verankerten Rechte und wollen sie auch ausschöpfen.Gelegenheit dazu haben sie bei der laufenden Abschussplanung: Im März/April werden die Weichen für die Jagdjahre 2013 bis 2016 gestellt. Konkret wird für jedes einzelne Jagdrevier festgelegt, wie viel Stück Schalenwild der Jagdpächter zu erlegen hat.
Ein wichtiges Hilfsmittel zur Aufstellung gesetzeskonformer Abschusspläne bildet das Forstliche Gutachten. Die Ergebnisse für den Landkreis Cham stellte der zuständige Bereichsleiter Walter Schubach zusammen mit Förster Hans Geiger in einem Gespräch mit der Kötztinger Zeitung vor.
Mehr in der Wochenedausgabe der Kötztinger Zeitung.
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