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Artikel vom 17. January 2013 08:38, 324 mal gelesen

Landshut

Die Brücken bröckeln

20 von 110 Bundes- und Staatsstraßenbrücken in Region Landshut betroffen

Autor: Michael Bragulla
Die Brücke der Bundesstraße 299 über die Kleine Isar in Landshut gehört zu den Bauwerken im schlechtesten Zustand in der Region. (Foto: cv)

Die Brücke der Bundesstraße 299 über die Kleine Isar in Landshut gehört zu den Bauwerken im schlechtesten Zustand in der Region. (Foto: cv)

Die SPD macht Wahlkampf und bekommt Schützenhilfe von einer Staatsbehörde. SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher schwört einen dramatischen Sanierungsstau bei den Brücken der bayerischen Staatsstraßen herauf. Und Manfred Dreier, Leiter des Bereichs Straßenbau im Staatlichen Bauamt Landshut, findet es gut, dass das Thema öffentlich diskutiert wird. Denn in Stadt und Landkreis Landshut sind 20 von 110 Brücken auf Bundes- und Staatsstraßen kurzfristig sanierungsbedürftig. Die Brücken im schlechtesten Zustand sind die beiden Isarbrücken der Bundesstraße 299 in Landshut (Konrad-Adenauer-Straße). Bei den Staatsstraßen sind es die Brücken über die Vils in Aham und die Brücke über den Aibach in Forstaibach.

Diese Brücken sind von den Behörden alle im vierten von sechs Zustandsbereichen eingestuft (siehe Kasten unten). Das heißt in der Bauverwaltungssprache, dass die Standsicherheit und die Dauerhaftigkeit beeinträchtigt sein können. Eine Instandsetzung ist dann kurzfristig erforderlich, wie aus einem Schreiben des bayerischen Innenministeriums an die SPD hervorgeht.

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Die Isarbrücken werden frühestens 2015 verbessert

Bei den Landshuter Isarbrücken der Konrad-Adenauer-Straße gibt es Mängel laut Straßenbauamt vor allem an den Brückenlagern, bei der Bauwerksabdichtung, den Übergangskonstruktionen und den Brückenkappen. Die Bauarbeiter rücken aber frühestens ab 2015 an, weil vorher untersucht werden soll, ob eine Sanierung ausreicht, oder ob die Brücken neu gebaut werden müssen - auch mit Blick auf den ständig zunehmenden Lastwagenverkehr. "Eine Sanierung würde 800 000 Euro kosten", sagt Dreier. "Die Neubauvariante wäre um ein Vielfaches teurer."

Es wird also noch ein Weilchen dauern, bis die Brücken wieder in Ordnung sind. Trotzdem muss kein Autofahrer Angst haben, dass ihm demnächst eines der Bauwerke unter den Reifen wegbricht. "Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen", sagt Dreier. Es sei ganz normal, die Lebensdauer von Brücken bis zu einem gewissen Grad auszunutzen.

Bauamt wünscht sich mehr Geld aus Staatshaushalt


Bei den abgenutzten Staatsstraßenbrücken sind die Planungen des Bauamts schon weiter. Die Brücke in Forstaibach soll in diesem Jahr für rund 200 000 Euro durch einen Neubau ersetzt werden, weil eine Sanierung nicht mehr sinnvoll ist. Und die Vilsbrücke in Aham soll im nächsten Jahr für geschätzte 650 000 Euro saniert werden.

Insgesamt werden Dreier und seine Leute im laufenden Jahr etwa 700 000 Euro für den Erhalt der Brücken von Bundes- und Staatsstraßen in der Region Landshut zur Verfügung haben. Das reiche für die nötigen Arbeiten, sagt Dreier. "Dennoch wäre eine etwas höhere Mittelausstattung in der Zukunft wünschenswert. Denn etwa die Hälfte der Brücken von Bundes- und Staatsstraßen wurde in den 60er und 70er Jahren gebaut und muss in absehbarer Zeit saniert oder erneuert werden."

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