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Artikel vom 10. January 2013 08:01, 2690 mal gelesen

Essenbach: Verheerender Brand einer Scheune

Wasser reichte zum Löschen nicht aus

Autor: bot
In Essenbach ist am Mittwochabend eine Mehrzweckscheune komplett ausgebrannt. (Foto: FD)

In Essenbach ist am Mittwochabend eine Mehrzweckscheune komplett ausgebrannt. (Foto: FD)

Ein Carport mit Dachstuhl und zwei Autos sind am Mittwochabend in Essenbach einem Brand zum Opfer gefallen. Der Schaden wird auf 100 000 Euro geschätzt, verletzt wurde niemand. Gegen 22.35 Uhr brannte in der Ahrainer Straße eine "Mehrzweckscheune, die unter anderem als Carport benutzt wurde", so die Polizei. Die etwa zwölf auf sechs Meter große Scheune in Holzbauweise mit Giebeldach brannte komplett nieder. Im Dachstuhl war Baumaterial gelagert, das ebenfalls in Flammen aufging. Das Feuer griff außerdem auf zwei in dem Carport abgestellte Autos der Marken Mitsubishi und Skoda über. Diese wurden erheblich beschädigt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Fotos: (14 Einträge)

 

Zum Löschen des Brandes waren die Feuerwehren Essenbach, Altdorf, Mirskofen, Altheim und Ahrain, insgesamt etwa 80 Feuerwehrler, im Einsatz, so Kreisbrandinspektor (KBI) Karl Hahn, der als Einsatzleiter vor Ort war.

Die Baumaterialien in dem Carport stellten die Feuerwehr vor eine Herausforderung, denn Hahn berichtete von einem Tropfenbrand - die Flammen tropften nach unten. Hahn vermutete, dass in dem Raum Bitumenbahnen, die zum Dachdecken verwendet werden, gelagert waren. Mit normalem Wasser konnte der Brand nicht gelöscht werden. Deshalb wurde schließlich Schwerschaum eingesetzt.

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O-Ton des Pressesprechers MIchael Emmer des Polizeipräsidiums Niederbayern. (Quelle: Polizei)

Mit dem Schaum gelang es zwar, den Brand zu bekämpfen, doch dann stellte sich eine weitere Aufgabe: Da das Gelände, auf dem sich der Carport befand, leicht zu einem angrenzenden Wohnhaus abfiel, drang der Löschschaum über Lichtschächte in einen Kellerraum ein. Die Feuerwehr Ahrain machte sich mit zwei Wassersaugern daran, den Keller zu säubern. Vom Bauhof Essenbach besorgten die Einsatzkräfte außerdem Sandsäcke, um dem Löschschaum den Weg in den Keller zu versperren.

KBI Hahn war erfreut, dass Essenbachs Bürgermeister Fritz Wittmann schnell vor Ort war. Hahn forderte nämlich für das Löschwasser eine Druckerhöhung, was zunächst nicht funktionierte. Mit Wittmanns Hilfe wurde auch dieses Problem gelöst. So war der Brand gegen Mitternacht unter Kontrolle, berichtete Hahn.

Noch in der Nacht hat der Kriminaldauerdienst der Kripo Landshut die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache aufgenommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand deutet laut Polizei vieles darauf hin, dass das Feuer im Bereich der Mülltonnen, die in der Scheune platziert waren, ausgebrochen war. Das Fachkommissariat setzte gestern die Ermittlungen am Brandort fort. Es werden noch Anwohner befragt, so Michael Emmer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern.

Falls jemand etwas in die Mülltonne geschmissen hat, das eventuell den Brand ausgelöst hat, könnte von fahrlässiger Brandstiftung gesprochen werden, so Emmer. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gibt es derzeit nicht.

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