Lesenswert (0) Empfehlen Google +

Artikel vom 02. January 2013 08:44, 237 mal gelesen

Neujahrsschwimmen in Moosburg

Neopren ist was für Weicheier

17 Unerschrockene stürzten sich in die eiskalten Fluten des Aqua-Parks

Autor: René Spanier
17 Unerschrockene wagten sich in das eiskalte Wasser. (Fotos: re)

17 Unerschrockene wagten sich in das eiskalte Wasser. (Fotos: re)

Rechtzeitig zum Neujahrsschwimmen der Moosburger Wasserwacht am Aqua-Park hat sich der weihnachtliche Vorfrühling verabschiedet. Bei der zwölften Veranstaltung dieser Art stürzten sich am 1. Januar 17 Unerschrockene in die Fluten - in Badehosen, denn Neopren ist was für Weicheier. "Es war wieder ein riesengroßer Spaß", schildert MZ-Mitarbeiter René Spanier - und der muss es wissen, schließlich hat er den Bibber-Faktor am eigenen Gänsehäutchen getestet.

Das Besondere am Neujahrsschwimmen der Moosburger Wasserwacht ist, dass hier nur mit Badehose bzw. Bikini ins Wasser gegangen wird und nicht etwa wie andernorts im Neoprenanzug. Die Moosburger sind eben noch echt mutige Manns- und Weibsbilder.

Mit 17 Teilnehmern hat man exakt die Anzahl vom Vorjahr halten können. Auch Stadtrat Josef Dollinger beteiligte sich wieder an dieser Mutprobe. Er war bereits das sechste Mal dabei. Sepp Dollinger erschien allerdings in Anzug und Krawatte, da er als gläubiger Christ gerade erst aus der Kirche kam. Zum ersten Mal dabei waren mit Gerhard Betz und Christoph Payer zwei Hauptamtliche von der Moosburger BRK-Rettungswache. Die BRK-Bereitschaft Moosburg war ebenfalls vor Ort, sie wurde durch Benjamin Oppenrieder repräsentiert. Ausgelassen hat diesmal allerdings die Feuerwehr: Die Moosburger Floriansjünger waren zwar auch am Aqua-Park vertreten, gingen aber nicht ins kühle Nass. Sie begründeten dies mit Erkältung und anderen Wehwehchen.

Fotos vom Neujahrsschwimmen: (18 Einträge)

 


Der Technische Leiter der Wasserwacht, Martin Hofmann, hatte im Vorfeld die Wassertemperatur gemessen. Er gab sie mit sieben Grad bekannt. Vor einem Jahr wurden vier Grad Wassertemperatur festgestellt. "Weil es draußen so warm ist, ist der Gang ins kühle Nass diesmal besonders unangenehm. Da kommt einem das Wasser viel kälter vor!", warnte Hofmann.

Wasserwachts-Vorsitzender Konrad Goldbrunner - dick eingemummelt wie auch etliche staunende Zuschauer - schwang dann die Fahne und gab damit quasi den Startschuss. "Augen zu und durch", hieß es für die Schwimmer, die sich ins eiskalte Wasser stürzten. Einige Teilnehmer wagten sogar einige Schwimmzüge.

Schließlich kamen alle vor Kälte bibbernd wieder aus dem Wasser und zogen sich schnell trockene Kleidung an. Hofmanns Weisheit musste bestätigt werden - diesmal war es besonders kalt. Unterdessen hatten einige Wasserwachts-Mitglieder bereits eine Schwammerlsuppe gekocht. Zudem wurde Glühwein ausgeschenkt. Beides half den Teilnehmern, wieder auf Temperaturen zu kommen.

Die Idee zu diesem alljährlichen Spektakel hatten vor elf Jahren der Vorsitzende der Wasserwacht Moosburg, Konrad Goldbrunner, und der Technische Leiter Martin Hofmann. Letzterer hat bisher auch noch kein Neujahrsschwimmenausgelassen.

Kommentare zum Artikel


Artikel kommentieren


Das könnte Sie auch interessieren

Startschuss zum Burger-Dialog

Startschuss zum Burger-Dialog

Einen etwas anderen Wahlkampf wollen sie machen, die SPD-Kandidaten aus Freising und Pfaffenhofen. Den offiziellen Auftakt dazu gab es am Montag im Langenbacher Bürgersaal. Die Bewerber aus den beiden...

mehr dazu

Karte zum Artikel

Moosburg an der Isar, Bayern, Deutschland

Anzeige
Anzeige

Bilderstrecken

Anzeige
Anzeige
Anzeige