Artikel vom 01. January 2013 19:56, 364 mal gelesen
Moosburg
Gefahrgutalarm in der Hodschager Straße
Spaziergänger melden austretendes Gas aus Transporter – Feuerwehr gibt bald Entwarnung
Autor: re
Am Neujahrstag sorgte in Moosburg austretender (völlig harmloser) Sauerstoff für einen Großeinsatz mit Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften. (Fotos: René Spanier)
Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte am Neujahrstag gegen 15.30 Uhr in die Hodschager Straße aus. Aus einem Transporter, der dort abgestellt war, trat Gas aus. Die Situation stellte sich jedoch schließlich als harmlos dar.
Spaziergänger hatten die Rettungskräfte alarmiert, da aus einem abgestellten weißen Transporter in der Hodschager Straße weißes Gas austrat. Das Gefährt war direkt gegenüber vom Haus der Heimat geparkt, das Gas breitete sich am Boden aus. Sofort rückte die Moosburger Feuerwehr mit einem Gefahrgutzug, bestehend aus fünf Feuerwehrautos und 27 Feuerwehrleuten, zur Unglücksstelle aus. Es trafen dort unter anderem auch das BRK Moosburg, Notarzt, Polizei, Kräfte der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung Nord, das Gefahrgutfahrzeug des Landkreises sowie das Technische Hilfswerk Freising ein. Von der Feuerwehrspitze im Landkreis waren inzwischen Kreisbrandrat Heinz Fischer sowie die beiden Kreisbrandinspektoren Helmut Schmid und Rudolf Schindler vor Ort.
Dies hatte seinen Grund, denn man rechnete mit dem Schlimmsten. Die "Schaulustigen" wurden darauf hingewiesen, großen Abstand zur Unglücksstelle zu halten. Die Rettungskräfte befürchteten, dass das austretende Gas Stickstoff sein könnte. Die Moosburger Feuerwehrleute näherten sich dem Transporter deshalb nur unter schwerem Atemschutz und mit größter Vorsicht. Sie führten eine erste Erkundung durch.
Die Polizei versuchte derweil unter Hochdruck, den Fahrer des Transporters ausfindig zu machen. Schließlich kam ein Mann auf die Rettungskräfte zu, der sich als Fahrer ausgab. Er konnte erklären, dass es sich bei dem austretenden Gas nur um tiefgekühlten Sauerstoff handelte.
Kommandant Josef Schwertl teilte später mit, der Fahrer des Klein-Lkw transportiere den Sauerstoff in einem dafür vorgesehenen Behälter. "Weil die Umgebungstemperaturen momentan ungewöhnlich warm sind, entstand ein Überdruck." Deshalb wurde der Sauerstoff aus einem Überdruckventil abgelassen. Die Feuerwehr ließ das Gas kontrolliert entweichen und konnte dann Entwarnung geben.
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