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Artikel vom 16. January 2013 08:30, 102 mal gelesen

E-Bike Stromtankstelle in Landshut

Die Frage lautet nicht "ob", sondern "wo"

Tiefbauausschuss befürwortet grundsätzlich Errichtung einer „Stromtankstelle“ für E-Bikes

Autor: Horst Müller
Eine oder mehrere Stromtankstellen für E-Bikes sollen im Zusammenhang mit dem Bau der Tiefgarage am Landratsamt errichtet werden.

Eine oder mehrere Stromtankstellen für E-Bikes sollen im Zusammenhang mit dem Bau der Tiefgarage am Landratsamt errichtet werden.

Es war wie beim richtigen Radlfahren: Die ersten Tritte in die Pedale gleich nach dem Aufsteigen fallen manchmal etwas schwer, doch wenn man erst einmal Fahrt aufgenommen hat, läuft's fast von allein. Auch die Debatte im Tiefbauausschuss über die von den Grünen beantragte Errichtung von Stromtankstellen für E-Bikes am Landratsamt lief anfangs etwas schleppend - und dann auf einmal wie geschmiert. Mit dem Ergebnis, dass im Zuge der Planung der neuen Tiefgarage auch "Zapfsäulen" für Elektroräder an geeigneter Stelle installiert werden sollen, damit keinem E-Biker der Saft ausgeht und die Elektromobilität im Landkreis richtig in Schwung gebracht wird.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte ihren Antrag vom November mit dem Hinweis begründet, dass allerorten "eine E-Zapfsäule nach der anderen eingerichtet" werde und "wir im Landkreis nicht als Hinterwäldler dastehen wollen". Die Tiefbauabteilung des Landratsamtes wollte dagegen den Vorstoß der Grünen zunächst etwas ausbremsen, denn als Beschlussvorschlag wurde den Ausschussmitgliedern nahe gelegt, dass von Amts wegen derzeit keine Notwendigkeit zur Erstellung von E-Zapfsäulen gesehen werde. Denn zum einen sollte doch jeder E-Biker sein Vehikel so aufgetankt haben, dass er damit vom Landratsamt aus wieder nach Hause kommt. Und zum anderen sollten für den E-Bike-Tourismus an Gasthäusern, Pensionen und Hotels die notwendigen E-Zapfsäulen vorhanden sein.

Anreiz zum Umsteigen

Grünen-Kreisrätin Rosi Steinberger erläuterte daraufhin, dass ihre Fraktion den Antrag gestellt habe, weil man in Sachen Mobilität weiterdenken müsse und gleichzeitig die Akzeptanz von E-Bikes fördern könne: "Der E-Mobilität gehört die Zukunft." Die geforderten Zapfsäulen seien auch nicht für den Publikumsverkehr, sondern als Anreiz für die Beschäftigten von Landratsamt und Krankenhaus gedacht, auf E-Bikes umzusteigen und Kurzstrecken nicht mehr mit dem Auto zurückzulegen. Positiver Nebeneffekt sei, dass dadurch die Parkplatzmisere gelindert werden kann. "Ganz gut" fand sie schließlich den Vorschlag, dass die Errichtung von E-Zapfsäulen im Rahmen der Tiefgaragenplanung erfolgen soll.

Vizelandrat Josef Haselbeck (CSU), der sich wie einige andere Sitzungsteilnehmer als stolzer Besitzer eines E-Bikes zu erkennen gab, fand ebenfalls, dass hier ein Einstieg gemacht werden sollte, wenngleich es problematisch werden könnte, wenn nur fünf Steckdosen für 800 Bedienstete vorgesehen werden. Deshalb solle sich der Tiefgaragenplaner eine geeignete Lösung und einen passenden Standort überlegen und dabei auch Zapfsäulen für E-Autos in Betracht ziehen.

Planen statt prüfen

Lorenz Heilmeier (ÖDP) plädierte dafür, gleich Nägel mit Köpfen zu machen und nicht erst zu prüfen, ob der Vorschlag überhaupt sinnvoll sei. Dieser Forderung schlossen sich auch Alfons Satzl (CSU) und Hans Sarcher (SPD) an: "Jetzt ist der späteste Zeitpunkt, wenn wir noch etwas machen wollen."

Der Vorschlag von Sitzungsleiter Haselbeck, dass zu prüfen sei, "wo" (und nicht: ob) die Errichtung von E-Zapfsäulen sinnvoll ist und wirtschaftlich betrieben werden kann, stieß schließlich auf allgemeine Zustimmung. Lediglich CSU-Kreisrat Helmut Radlmeier wandte ein, dass der Landkreis nicht für das Betreiben einer E-Tankstelle verantwortlich sei. Eine derartige Vorrichtung sollte "nur für Notfälle", aber nicht generell verfügbar sein.

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Landshut, Bayern, Deutschland

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