Lesenswert (2)
Empfehlen
Google +

Artikel vom 10. January 2013 07:59, 129 mal gelesen

Roding

Noch mehr Sicherheit für die Bürger

Neuer Rettungswagen des BRK gesegnet und an Rodinger Wache übergeben

Autor: al
Symbolisch übergab BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner (links) den Fahrzeugschlüssel an Wachleiter Wolfgang Fink. Auch Rettungsdienstleiter Michael Daiminger (rechts) war bei der Übergabe dabei.

Symbolisch übergab BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner (links) den Fahrzeugschlüssel an Wachleiter Wolfgang Fink. Auch Rettungsdienstleiter Michael Daiminger (rechts) war bei der Übergabe dabei.

"Es ist ein wichtiger technischer Schritt, um die Sicherheit in Roding und im westlichen Landkreis noch weiter zu verbessern", hat BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner am Mittwochvormittag die Feierstunde zur Fahrzeugsegnung des neuen Rettungswagens an der BRK-Wache in Roding eingeleitet.

Man müsse bei den Rettungskräften zwischen Ballungsräumen und der Fläche im Freistaat Bayern unterscheiden, so Zellner. Als Rotes Kreuz solle man sich eindeutig zur Fläche bekennen. "Diese Situation meistern wir im flächenmäßig großen Landkreis Cham täglich", stellte er fest. Leider müsse man sich zunehmend einem "Markt" bei der Vergabe der Krankentransporte unterordnen. Der Patient komme zwar in qualitativ hochwertige Hände, wer aber Krankentransporte anbietet, solle auch die Gesamtheit des Rettungsdienstes sehen.

Nichtsdestotrotz müssen die BRKler schnell und effizient helfen, wobei auch das neue Fahrzeug seinen Teil dazu beitragen wird.

5500 Einsätze und 215000 Kilometer in nur vier Jahren


Obwohl das Altfahrzeug erst knapp vier Jahre alt ist, hat es nach dieser kurzen Laufzeit schon weit mehr als 5500 Einsätze und damit über 215000 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho. Zudem entspricht es nicht mehr den neusten technischen Anforderungen.

Fotos: (4 Einträge)

 


Das Neufahrzeug ist vom Typ Mercedes-Benz, ein Sprinter 516CDI. Der Rettungswagen hat 163 PS und verfügt erstmals über ein Allrad-System, das besonders im ländlichen Raum von Vorteil ist, so Theo Zellner. Der Kofferaufbau bietet einen größtmöglichen Patientenraum, in dem zusätzlich auch ausreichend Stauraum für die Gerätschaften und die rund 2500 Einzelartikel vorhanden ist. Das neuste EKG-Gerät findet zudem Platz im neuen Rettungswagen. Mittels Datenübertragung können die Messwerte direkt vom Rettungswagen aus an eine Herzklinik übermittelt werden. So kann der zuständige Arzt schon vorbereitende Maßnahmen treffen, während der Patient noch auf dem Weg ins Klinikum ist.

Bei der anschließenden Segnung erklärte Stadtpfarrer Holger Kruschina, warum er gemeinsam mit dem evangelischen Pfarrer Norbert Ehrensperger gerne zur Feierstunde in die BRK-Wache gekommen ist. "Als Zeichen ist auf jedem BRK-Fahrzeug das große rote Kreuz zu sehen. Das BRK kann sich in Bereiche vorarbeiten, in denen Menschen der Kirche manchmal auch skeptisch gegenüberstehen und die Werte der Nächstenliebe vermitteln", leitete Kruschina ein. Man wolle deshalb den Segen für alle Menschen erbitten, die mit dem neuen Fahrzeug unterwegs sind, und alle, die in dem Rettungswagen Hilfe erfahren.

Der evangelische Pfarrer Norbert Ehrensperger blickte zurück auf seine Zeit als Musiker bei der Bundeswehr. "Unter Feindkontakt" legte er seine Prüfung zum Sanitäter ab. Ehrensperger sprach aus eigener Erfahrung, als er meinte: "Es ist gut, dass es das BRK gibt, weil die Leute oft nicht wissen, wie sie bei einem Ernstfall vorgehen sollen". Beim BRK werde aktive Nächstenliebe gelebt und praktiziert. Anschließend verlas Stadtpfarrer Kruschina das Gleichnis des barmherzigen Samariters.

Dank an BRKler für Bereitschaft zum Helfen

"Es ist gut, wenn man weiß, es ist jemand da, wenn man Hilfe braucht", sagte zweiter Bürgermeister Alfred Reger bei seinem Grußwort. Der neue Rettungswagen leiste seinen Teil, dass die Bürger ruhiger schlafen und auf ihre Sicherheit vertrauen können. "Wer schnell hilft, hilft doppelt", so Reger abschließend.

BRK-Bereichsvorsitzender Josef Beer dankte allen, die einen Beitrag zum neuen Fahrzeug geleistet haben. Man habe beim BRK eine hoch qualifizierte und hoch motivierte Mannschaft, die nun ein hochmodernes "Gesamtpaket" entgegennehmen dürfe.

"Bei 5500 Einsätzen wird die Fahrertüre rund 100000 Mal auf- und zugeschlagen, die Tür zum Patientenraum rund 30000 Mal geöffnet und geschlossen", bilanzierte Rettungsdienstleiter Michael Daiminger. Er bedankte sich bei allen BRKlern für ihre Bereitschaft, Hilfe zu leisten und lud alle Gäste zu einem gemütlichen Weißwurstessen ein. Zuvor konnte sich jedoch jeder selbst von der Qualität des neuen Rettungswagens überzeugen und einen Blick in den Innenraum des Fahrzeugs werfen.

Kommentare zum Artikel


Artikel kommentieren



Das könnte Sie auch interessieren

Topspiel in Bogen ohne große Brisanz

Topspiel in Bogen ohne große Brisanz

Es hätte das Endspiel um den Titel werden sollen, doch Platz eins und zwei sind bereits vergeben. "Ich bin froh, dass wir schon Meister sind und nicht auf das letzte Spiel angewiesen sind", sagt Bogens Spielertrainer Alexander Geiger.

mehr dazu

Karte zum Artikel

Roding, Bayern, Deutschland

Anzeige
Anzeige

Bilderstrecken

Anzeige
Anzeige
Anzeige