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Artikel vom 17. January 2013 12:47, 200 mal gelesen

Bioerdgasanlage Hallertau

Den Empfenbachern stinkt's

Autor: Georg Hagl
 Die Bioerdgasanlage Hallertau an der Gemeindeverbindungsstraße nach Oberlauterbach. Foto: Hagl

Die Bioerdgasanlage Hallertau an der Gemeindeverbindungsstraße nach Oberlauterbach. Foto: Hagl

Probleme mit der Geruchsentwicklung hat die neue Bioerdgasanlage an der Landkreisgrenze nach Oberbayern eingeräumt. Ein Umstand, den die beiden Geschäftsführer Hermann Deupmann und Franz Högl in einem aktuellen Schreiben an die Stadt jetzt außerordentlich bedauern. Gleichermaßen ist man um Abhilfe bemüht.

Den Empfenbachern stinkt's, und zwar gewaltig und das in doppelter Hinsicht. Sie waren es, die die Bioerdgasanlage nicht vor ihrer Haustüre haben wollten und jetzt einen Steinwurf davon doch bekommen haben - allerdings auf Grund und Boden der Gemeinde Wolnzach; und sie haben im Vorfeld gleichermaßen mögliche Geruchsemissionen angemahnt, die ihnen bei Westwind um die Nase wehen könnten; und Westwind ist häufig. Ein Umstand, den sie auch bei der Ende letzten Jahres abgehaltenen Bürgerversammlung nochmals deutlich zum Ausdruck brachten.

Am 9. Januar ist jetzt bei der Stadtverwaltung ein Schreiben der Bioerdgas Hallertau GmbH mit Sitz in Wolnzach eingegangen, das genau dieses Thema zum Inhalt hat. "Sehr geehrter Herr Bürgermeister Reiser", heißt es darin, "bei der Inbetriebnahme der Bioerdgasanlage in Wolnzach/Oberlauterbach hat sich gezeigt, dass die Geruchsentwicklung durch den Einsatzstoff Hopfenrebenhäcksel von unseren Erfahrungen in den bisher betriebenen Anlagen abweicht. Wir bedauern außerordentlich, dass es dadurch zu einer Belästigung der Bürger und Nachbarn gekommen ist."

Man arbeite unabhängig der rechtlichen Betrachtung daran, "die durch den Betrieb der Bioerdgasanlage verursachten Geruchsentwicklungen abzustellen", heißt es weiter. Hierzu lasse man durch ein Fachbüro die gesamte Anlage hinsichtlich möglicher Emissionsquellen untersuchen. Entsprechend den Ergebnissen würden Maßnahmen veranlasst.

"Die Bioerdgas Hallertau GmbH ist bestrebt, schnellstmöglich eine nachhaltige Verbesserung der für alle Betroffenen unangenehmen Situation zu erreichen", schreiben Hermann Deupmann und Franz Högl. Weitere Informationen an die Stadt würden folgen, "sobald die Maßnahmen abgeschlossen sind, stehen aber für Rückfragen gerne zur Verfügung".

Der städtische Bau- und Umweltausschuss nahm die Information unter Sonstiges lediglich zur Kenntnis.

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