Artikel vom 22. January 2013 17:03, 30 mal gelesen
Wörth an der Donau
Klinik für verstärkten Wettbewerb „gut gerüstet“
Direktor Karl: „Der eingeschlagene Weg ist erfolgreich“ – 320 Arbeitsplätze im Hospital
Autor: jr
Hell, freundlich und ansprechend präsentieren sich der Erweiterungsbau und die neue Bettenstation in der Kreisklinik, die Direktor Heinrich Karl den Mitgliedern des Fördervereins vorstellte. Im Facharztzentrum wird voraussichtlich in zwei Wochen die Arbeit aufgenommen. (Foto: Raith)
Zufriedenheit signalisierten die Bewertungen, auch berechtigen Stolz, weil sich die Anstrengungen für die Kreisklinik gelohnt und die strategischen Entscheidungen als richtig erwiesen haben. "Der eingeschlagene Weg ist erfolgreich", stellte Direktor Heinrich Karl zum Abschluss seiner Bestandsaufnahme beim Förderverein fest. Die Ausgangslage entspricht den Vorstellungen des Direktors, dem vor den künftigen Herausforderungen nicht bange ist: "Das Haus ist jetzt gut gerüstet für den verstärkten Wettbewerb."
Viel geschehen ist in den letzten Monaten im Hospital, in dem sich mittlerweile 320 Arbeitsplätze mit 30 junge Menschen in Ausbildung befinden. "Allein in den letzten drei Jahren sind 70 neue Stellen geschaffen worden", bemerkte Heinrich Karl, dessen aktuelles Porträt von der Kreisklinik schon Eindruck macht. Die aufwändigen Baumaßnahmen in den letzten Monaten haben die Rahmenbedingungen erheblich optimiert, die anonyme Befragung der Patienten - immer ein Gradmesser für die Betreuungs- und Versorgungsqualität - ergab eine Durchschnittsnote von 1,5, über 24 000 Menschen nahmen während des letzten Jahres im ambulanten und stationären Bereich die Dienste des Hauses in Anspruch, 60 Ärzte decken ein breites medizinisches Spektrum ab, das die beiden Chefärzte Privatdozent Dr. Bernd Semsch und Christoph von Eisenhart Rothe kurz darstellten, und die Quote der Operationen hat sich auf 3 600 Eingriffe erhöht.
Das Konto der Pluspunkte erweitert nach den Erläuterungen von Heinrich Karl zudem die wirtschaftliche Bilanz. Während 47 Prozent der Kliniken das Jahr 2012 mit Defiziten abgeschlossen hätten, würde Wörth erneut schwarze Zahlen schreiben. Und für 2013 kündigte der Direktor vor versammelter Runde "etwas ganz Neues" an. Konkret wurde er aber selbst auf Nachfrage von Kreisrat Herbert Schötz nicht. Berichten konnte er jedoch, dass das Hospital als erstes Krankenhaus in Ostbayern der Organisation "Klinik-Kompetenz Bayern" beigetreten ist, einem Verbund von derzeit 43 kommunalen Einrichtungen. Gerade der Auf- und Ausbau von Netzwerken mit Kliniken, die enge Zusammenarbeit mit Hausärzten in der Region oder auch die Partnerschaft mit inzwischen 22 Häusern bei der Aus- und Fortbildung haben nach der festen Überzeugung des Direktors elementare Bedeutung im Hinblick auf die Stärkung der Position im Wettbewerb mit den Konkurrenten.
Die Basis stabilisiert zudem der neue Teil der Klinik, in dem gerade die letzten Arbeiten erledigt werden. Durch den Erweiterungsbau sind die Engpässe im Untersuchungs- und Behandlungssektor, im Labor oder im Bildungsbereich behoben worden. Zur räumlichen Entspannung trägt ferner die Bettenstation bei, die in einer Rekordzeit von fünf Monaten entstanden ist und 27 Patienten Platz bietet.
Die Hoffnung auf eine gute Zukunft verbindet sich, allen Verbesserungen voran, mit dem Facharztzentrum, in dem sich voraussichtlich 30 Ärzte in 13 Praxen um die Patienten bemühen werden. Durch diese "gebündelte Kompetenz unter einem Dach", da ist Heinrich Karl sicher, kann die Kreisklinik nur gewinnen. In zwei Wochen werden die ersten acht Fachärzte die Arbeit aufnehmen, drei weitere folgen im April, zwei im Juli.
Rund sieben Millionen Euro haben diese Meilensteine im Zukunftskonzept gekostet. "Ein deutliches Zeichen", so die Interpretation des Direktors vor einem Rundgang durch die neuen Räume, "dass dieses Haus für den Landkreis und für den Freistaat einen hohen Stellenwert hat."
Kommentare zum Artikel