Artikel vom 17. January 2013 17:07, 133 mal gelesen
Bianca Wittenzellner und Dietmar Gottwald präsentieren Kostüme für den Fasching. (Foto: Wallner)
Die Faschingszeit, die mit dem Beginn des neuen Jahres allmählich Fahrt aufnimmt, bietet Verkleidungskünstlern und Schminkprofis aller Couleur eine günstige Gelegenheit, sich in ein Lieblingskostüm zu werfen und sich dabei maskenmäßig fesch zu machen. Auf den vielen Bällen, die im Landkreis allerorten stattfinden, wird dann oft das "originellste Kostüm" gewählt und prämiert. Auch Kinder haben großen Spaß an der Maskerade und hüpfen in den buntesten Verkleidungen vergnügt auf den Faschingsveranstaltungen herum und freuen sich über Konfetti- und Kamellenregen genauso wie über die unverzichtbare Polonaise. Den Ideen bei der Kostümierung sind keine Grenzen gesetzt, und besonders kreative Geister laufen beim Gestalten ihres Outfits zur Höchstform auf. Doch welche Kostüme sind heuer angesagt? Welche Trends liegen bei den Verkleidungen oben auf ?
"Heuer gibt es brandneu den Monster-Hai", kommt es von Marion Oswald, stellvertretende Filialleiterin des Drogeriemarkts Müller, der über ein buntes Sortiment an Faschingskostümen verfügt, prompt und unverzüglich als Antwort. Dabei handelt es sich um eine spezielle Puppe, die bei den Kids gerade sehr angesagt ist und als die sie sich nun selbst verkleiden können.
Laserschwert und Co.
"Bei den Jungs sind immer noch sämtliche Star-Wars-Figuren sehr beliebt", weiß die Verkäuferin, die einen genauen Überblick darüber hat, was läuft und was nicht. Darüber hinaus hätten sich Pirat, Prinzessin und Pippi Langstrumpf schon längst als Klassiker unter den Faschingsrollen etabliert. "Die gibt es immer. Aber auch Hexen sind beliebt, und zwar sowohl bei den Mädchen als auch bei den Damen", erklärte Oswald. Eher out bei den Kids-Kostümen sei zurzeit das Motto "Cowboy und Indianer". "Die Jungs mögen zwar gerne die Spielzeugwaffen als Zubehör, aber dazu brauchen sie kein Cowboy-Kostüm", überlegte die Angestellte der Spielzeugfachabteilung. "Viel eher greifen die Jungs dann auch zu Laserschwert und Co.".
Bei den Erwachsenen gibt es auch schon jetzt zu Beginn der Faschingszeit einen klaren Trend: "Es kristallisiert sich heraus, dass auch heuer wieder Hippies sehr beliebt sind." Männer, die nach der Erfahrung der Müller-Mitarbeiterin eher als Faschingsmuffel agieren, behelfen sich oft und gerne mit einem Sträflingsanzug oder werfen sich wahlweise ins Polizistenkostüm. Verkleidungsmutigere Männer wählen gerne mal das Schwert und ausgefranste Klamotten, Kopftuch und Augenklappe, um auf Partys und Bällen als cooler Pirat zu glänzen. "Frauen haben eindeutig mehr Spaß daran, sich zu verkleiden", so ihre langjährige Beobachtung.
Oswalds Eindruck zu der Wahl der Kostüme ist zusammenfassend der, dass es vor allem Filme sind, die oft die Inspiration für die Verkleidungen geben: Sei es die Verfilmung der "Biss-Reihe", die eine wahre Vampireuphorie auslöste, oder bei den Kindern beispielsweise der Film "Wickie".
"Seit diesem Film wollen viele Kinder ein Wikinger sein", so Oswald. Darüber hinaus stellt sie öfter fest, dass Kunden ihre Kostüme selbst machen und dann im Geschäft nach originellen Accessoires suchen, um das Selbstkreierte "aufzupeppen". Filialleiterin Sieglinde Beer zeigt sich mit dem Anlauf des Kostümverkaufs zufrieden. "Sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kindern ist die Faschingszeit stark angelaufen", so Beer, die im Landkreis weder Verkleidungsmüdigkeit noch Faschingsmuffelei ausmachen kann.
Prinzessin für einen Tag
Eine große Auswahl bietet sich auch bei C & A. Farbenprächtig zeigt sich die Abteilung mit Faschingsgegenständen. Hier finden Interessenten alles - von Kostümen, über Kopfbekleidung bis hin zu den passenden Accessoires. Seit der letzten Dezemberwoche haben Faschingsbegeisterte hier die Möglichkeit, im Sortiment zu stöbern. C & A hat für jeden Geschmack etwas im Angebot, von Klein bis Groß, sind sich Filialleiter Dietmar Gottwald und Bianca Wittenzellner einig. Es gebe Verkleidungen für die ganze Familie. Das Geschäft mit den Faschingsartikeln laufe recht gut, so Gottwald. Im Laufe der vergangenen Jahre sei die Nachfrage immer stärker geworden, fügte Wittenzellner hinzu. Das hänge auch damit zusammen, dass es in Deggendorf und Umgebung immer weniger Anbieter von Faschingswaren gebe. Allerdings prognostiziert sie, dass die Nachfrage heuer nicht steige, da die Faschingszeit in diesem Jahr ziemlich kurz ausfalle. Beim Kaufverhalten der Kunden sei kein Trend erkennbar, welche Maskierung in dieser Saison besonders gefragt sei. Beliebt seien allerdings nach wie vor Spiderman, Harry Potter, Hexen oder Feen. Mädchen würden sich immer wieder gerne als Prinzessin verkleiden. Mit schönen Kleidern, teils auch mit Hilfe von Reifröcken ausgestellt, würden sie dann für einen Tag lang Prinzessin spielen. Als "Dauerbrenner" bei Buben hätten sich Kostüme wie Cowboy und Indianer etabliert, die mittlerweile als Klassiker gelten.
Bei C & A werde auch großer Wert auf die Qualität gelegt. Die komplette Ware, seien es die Kostüme oder die verschiedensten Accessoires, sei schadstofffrei, so Gottwald. Bevor sie in den Verkauf komme, werde sie überprüft, und falls es Auffälligkeiten gebe, werde die Ware zurückgeschickt.
Auf die Nachfrage, ob die beiden sich selbst aktiv am Faschingsgeschehen beteiligen, reagierte Gottwald eher verhalten. Wittenzellner dagegen meinte begeistert, dass sie auf jeden Fall beim Fasching vertreten sei. Eine Maskierung gehöre da "selbstverständlich" auch dazu. Meist würden sie sich in der Gruppe zusammen für ein Kostüm entscheiden. Heuer werde sie voraussichtlich als Zebra verkleidet auftreten.
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