Artikel vom 31. December 2012 12:06, 716 mal gelesen
Als staatliche Asylbewerberunterkunft an die Regierung von Niederbayern übergeben: Das ehemalige Hotel Wittelsbach.
Das letzte Viertel des Jahres war zunächst bestimmt von Diskussionen um eine zweite Eisfläche für das Eisstadion (
idowa berichtete). Drei verschiedene Parteien legten drei unterschiedliche Entwürfe vor. Mal sollte die Eisfläche direkt neben das Stadion gebaut werden, mal bei den Ausstellungshallen, mal sollte sie größer, mal kleiner sein. Die Piratenpartei schlug eine Entscheidung durch die Bürger, nicht durch die Politik vor (
idowa berichtete). Dass eine weitere Eisfläche durchaus nützlich wäre, darüber sind sich jedoch alle einig. Doch auf eine endgültige Lösung muss wohl bis mindestens 2013 gewartet werden.
Bilder des Premierenabends vom Circus Krone in Straubing. Foto: Mathias Adam
Der größte Circus Europas gastierte nach vier Jahren wieder am Hagen. Mit dem neuen Tourneeprogramm "Celebration" präsentierte sich Circus Krone gewohnt multikulturell. Mit insgesamt 300 Menschen, über 200 Tieren und 330 Wagen waren die Schausteller angereist (
idowa berichtete). Unter anderem war das einzige Circus-Nashorn weltweit bei den Auftritten zu sehen.
35 Erstsemester konnten für das Wintersemester am Wissenschaftszentrum begrüßt werden. Sie begannen ihren Masterstudiengang "Nachwachsende Rohstoffe". Zum ersten Mal ist dieser damit viergliedrig. Neben Pflichtmodulen gibt es auch Wahlfächer in verschiedenen Richtungen. Außerdem können die Studierenden einen Schwerpunkt auswählen, der sie über das ganze Studium hinweg begleitet.
Der verstorbene Tiger Cornelius (rechts) mit seinem Bruder Claudius (links). Foto: Ulli Scharrer
Eine weniger schöne Nachricht ereilte die Straubinger aus Nürnberg. Einer der beiden sibirischen Tiger, die übergangsweise im Nürnberger Zoo untergebracht waren, starb dort (
idowa berichtete). Die Tierärzte vor Ort konnten Cornelius nicht mehr helfen. Sein Bruder Claudius wird nun im nächsten Frühjahr, nach Beendigung der Umbauarbeiten seines Geheges alleine nach Straubing zurückkehren. Allerdings soll eine passende Tiger-Dame für ihn gesucht werden, so dass er bei der internationalen Erhaltung der sibirischen Tiger mithelfen kann.
In Straubing ist am Mittwochvormittag eine Bombe gefunden worden. (Foto: Mathias Adam)
Fliegerbombe in AlburgBomben-Stimmung im Oktober: Bei Bodenuntersuchungen in Alburg wurde eine amerikanische Fliegerbombe aus dem II. Weltkrieg gefunden (
idowa berichtete). Der Zünder der 250 Pfund schweren Fliegerbombe war so beschädigt, dass sie nicht vor Ort entschärft werden konnte. Gesichert und mit Polizeischutz wurde sie nach Ingolstadt zur Entschärfung auf das Gelände des Kampfmittelräumdienstes transportiert.
Hotel Wittelsbach in Straubing für Asylbewerber bezugsfertig
Seit Anfang November ist die Sanierung des Hotel Wittelsbach abgeschlossen. Es wurde bedarfs- und vorschriftsgemäß umgebaut und ist somit offiziell eine staatliche Asylbewerber-Unterkunft. Rund 90 neue Plätze konnten so in Straubing geschaffen werden (
idowa berichtete). Die Möblierung des Gebäudes steht allerdings noch aus, so dass wohl erst 2013 mit dem Einzug von Asylbewerbern gerechnet werden kann. Falls die Stadt den Mietvertrag der Unterkunft an der Rosengasse nicht verlängert, werden die dort untergebrachten Bewerber in das Hotel Wittelsbach umziehen. Bleibt der Standort Rosengasse bestehen, wird die staatliche Unterkunft dennoch voll belegt werden.
Nachdem das Baby - in diesem Fall eine Puppe - in der Klappe abgegeben wurde, wird ein Alarm ausgelöst. Dann kann sich darum gekümmert werden. Foto: Ulli Scharrer
Mädchen in der BabyklappeEine schwere, aber mutige und verantwortungsvolle Entscheidung traf diesen Winter eine unbekannte Mutter (
idowa berichtete). Denn sie entschloss sich dazu, ihr neugeborenes Kind in die Babyklappe des Klinikums zu legen. Damit wurde die Einrichtung des Klinikums, die Müttern von Neugeborenen in extremen Situationen helfen soll, zum ersten Mal seit der Einführung vor elf Jahren benutzt. Das kleine Mädchen, das abgegeben wurde, ist gesund und wohlauf.
Die Staatliche Berufsschule III ist seit diesem Winter offiziell die "Marianne-Rosenbaum-Schule". Die Namenssuche machten sich die Verantwortlichen der Berufsschule III nicht einfach, Schüler und Lehrer bildeten Arbeitskreise, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Letztlich fiel die Entscheidung aber mit großer Mehrheit auf Marianne Rosenbaum. Sie floh mit ihrer Familie während des Zweiten Weltkriegs von Böhmen nach Straubing. Berühmt wurde sie vor allem als Künstlerin und Filmemacherin für ihren autobiografischen Film "Peppermint Frieden".
Fußgängerampel als Testlauf
Ein zwölfjähriges Mädchen wurde an der Kreuzung Kreuzbreite/Karl-Bickleder-Straße von einem Auto erfasst, als es die Straße überqueren wollte. Das Mädchen musste mit schweren Verletzungen in das Klinikum eingeliefert werden. Der Unfall löste heftige Diskussionen um diese Kreuzung aus, Eltern forderten Taten. Schließlich konnten sich Anwohner und Stadt als Testlauf auf eine provisorische Fußgängerampel einigen.
Eine gute Nachricht, die allerdings erst nächstes Jahr umgesetzt wird: Auf dem Gelände des Aral-Standortes der Firma Diermeier wird im Frühjahr 2013 mit dem Bau einer Tankstelle für regenerativen Kraftstoff begonnen. Nach langer Suche konnte dafür nämlich endlich ein Sponsor gefunden werden: die Firma Gazu aus Frankfurt. CARMEN und das Technologie- und Förderzentrum hatten sich schon lange mit dem Leuchtturmprojekt "Straubing - Region der nachwachsenden Rohstoffe" für solch eine Biogastankstelle eingesetzt.
Für viel Aufregung sorgte dafür die Planung für große Hochwasser-Rückhalteflächen bei der Öberauer Schleife. Angedacht ist, je nach Variante kleinere oder größere Flächen der Öberauer Schleife zu fluten, falls ein 30-jähriges Hochwasser droht. Eine Umsetzung könnte vielleicht 2016 starten und zwei Jahre später abgeschlossen werden. Allerdings stehen vor allem betroffene Grundstückbesitzer, Naturschützer und Fischereiberechtigte diesem Unterfangen skeptisch gegenüber.
Die Senioren-Union unter Vorsitz von Veronika Behr feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Bei einer Feier mit hochrangigen Politikern der CSU blickte man auf das Wirken der vergangenen Jahre zurück. Politische Diskussionen, Exkursionen und einfach nur gemütliches Zusammensein stärkten die Senioren.
Ende des Jahres wurde der berufsmäßige Stadtrat Gerhard Schmid in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Als er vor 21 Jahren seinen Dienst antrat, war der Jurist der erste berufsmäßige Stadtrat überhaupt in Straubing.
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