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Artikel vom 22. Januar 2013 15:58, 433 mal gelesen

Bogen

Ein Begegnungszentrum für Jung und Alt

Haus der Jugend wird zum Haus der Generationen – Kosten von 1,8 Millionen Euro

Autor: dw
Baufällig ist das ehemalige Haus der Jugend in der Bahnhofstraße in Bogen. Ab 2014 soll das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen.

Baufällig ist das ehemalige Haus der Jugend in der Bahnhofstraße in Bogen. Ab 2014 soll das Gebäude in neuem Glanz erstrahlen.

Seit rund 40 Jahren stand es dem Verfall preisgegeben leer: Das einstige Haus der Jugend, das einmal mit seinen vielen Räumlichkeiten die landkreiseigene Haushaltungsschule beherbergte, eine Ausbildungsstätte für Metzgerlehrlinge war und zeitweise der Vhs Unterschlupf bot. Dort, wo also früher junge Leute ein- und ausgingen, wird in Zukunft als Mehrgenerationenhaus, ein attraktiver Treffpunkt für Jung und Alt entstehen.

Zum baulichen Schmuckstück geworden, wird es im Frühjahr 2014 nicht nur die Bahnhofstraße aufwerten, sondern vor allem als Begegnungszentrum Gruppierungen verschiedenster Art ein neues Zuhause bieten. Am Dienstag stellte Bürgermeister Franz Schedlbauer zusammen mit dem verantwortlichen Architekten Karl-Heinz Steinbacher das Projekt vor.

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Haus der Jugend wird zum Haus der Generationen

"Nach über vierjähriger Planung und viel Überzeugungsarbeit im Stadtrat ist es heute so weit, dass noch in dieser Woche unser Vorhaben Mehrgenerationenhaus mit seinem Baubeginn starten kann", freute sich der Bürgermeister, der im kleinen Sitzungssaal des Rathausanbaus den Architekten Steinbacher und dessen Mitarbeiter Bauleiter Franz Niemeier sowie Vertreter der Verwaltung willkommen hieß. Das zuerst dem Landkreis gehörende und dann an einen privaten Investor übergegangene "Haus der Jugend" habe die Stadt 2010 erwerben können, um das die Bereiche "Jugend-Soziales-Senioren" umfassende Handlungskonzept umzusetzen und damit die für die Bürger lebenswert - wichtige Infrastruktur der Kommune weiter zu erhöhen.

60 Prozent Förderung

Die Finanzierungskosten in Höhe von beachtlichen 1 818 320 Euro könne und brauche die Stadt natürlich nicht allein zu stemmen, so Schedlbauer. Denn im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms "Stadtumbau West" gäbe es eine 60-prozentige staatliche Förderung. "Voraussetzung dafür war, dass das Gebäude, wie zunächst favorisiert, nicht abgerissen werden durfte, aber dafür jetzt komplett entkernt allen Erfordernissen eines echten generationenübergreifenden Vorzeigeprojekts entspricht". Auch die Planer hätten einen langen Atem gebraucht, stellte Architekt Steinbacher fest und begann mit seinem detailliert die Gesamtfläche von 846 Quadratmetern umfassenden Erläuterungsbericht, der das alte Sprichwort deutlich bestätigte: "Was lange währt, wird endlich gut."
Das "Haus der Generationen" - hier im Entwurf - soll sich nach Fertigstellung im Frühjahr 2014 als neues Glanzstück präsentieren.

Das "Haus der Generationen" - hier im Entwurf - soll sich nach Fertigstellung im Frühjahr 2014 als neues Glanzstück präsentieren.

Optimal gelegen am Ende der Bahnhofstraße, ist das Haus sowohl vom Bahnhof samt Busparkplatz sowie zu Fuß vom Stadtplatz her oder von ausreichend vorhandenen Parkmöglichkeiten in der Nähe zu erreichen und verfügt selbst über eine Reihe von Stellplätzen. Sein neues Domizil findet das jetzt im Alten Rathaus untergebrachte Jugendfreizeithaus samt seinen drei hauptamtlichen Sozialpädagogen vor allem in den Räumen des Erd- und Untergeschosses. Auch im Erdgeschoss hat die schon seit einiger Zeit anvisierte und in der Trägerschaft der Malteser verwirklichte "Bogener Tafel" für bedürftige Bürger ihren Platz. Ebenfalls im Erdgeschoss bietet sich ein "Internetcafé" zum geselligen Zusammentreffen von Jung und Alt an.

Saal für die Vereine


Den Vereinen vorbehalten ist das Obergeschoss, wo sich dazu ein großer Veranstaltungssaal, ein Mehrzweckbüro und ein Jugendbüro befinden und wo vorübergehend, bis zur Rückkehr in das umgebaute Alte Rathaus, die Stadtbibliothek ihr Domizil hat. Viel Platz vorgesehen ist im, durch den Fahrstuhl zu erreichenden, Dachgeschoss für den dort tagen könnenden Senioren- und Behindertenbeirat. Ebenso wird hier ein Freiwilligenbüro zur Vermittlung von ehrenamtlich Tätigen seine Arbeit aufnehmen.

"Behindertengerechte Barrierefreiheit ist ebenso überall gewährleistet wie der gesetzlich vorgeschriebene Brandschutz, zusätzlich verbessert durch eine offene im Süden angebaute und von allen Geschossen aus zu erreichende Fluchttreppe", machte der Bürgermeister deutlich und versicherte voller Stolz: "Wir sind auf dem richtigen Weg, dieses ehemalige Haus der Jugend, umgewandelt in ein Haus der Generationen, wieder mit Leben zu erfüllen."

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Bogen, Bayern, Deutschland

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