Lesenswert (0) Empfehlen Google +

Artikel vom 21. January 2013 08:41, 168 mal gelesen

Ergoldsbach

Markt bedankt sich mit Musik und Begegnungen

300 Besucher beim Neujahrsempfang – Domvikar Schinko Neujahrsredner

Autor: bv
300 Besucher sind zum Neujahrsempfang gekommen. (Foto: bv)

300 Besucher sind zum Neujahrsempfang gekommen. (Foto: bv)

Zum Neujahrsempfang lädt Ergoldsbach alljährlich Bürger in die Goldbach-Halle, deren Engagement das Leben und die Gesellschaft im Markt bereichert. Der Abend mit Musik und Ansprachen im offiziellen Teil sowie einem gemeinsamen Essen und Zeit für Begegnungen im Anschluss ist nach Aussage von Bürgermeister Ludwig Robold gedacht "als ein kleines Dankeschön für Sie".

Der Bürgermeister gab den etwa 300 anwesenden Bürgern zunächst einen Ausblick auf das Jahr 2013. Die Ausfahrt Kläham der B 15 neu werde Ende des Jahres fertiggestellt. In Siegensdorf sollen der Kreisel und die Kreisstraße LA 9 bis zur Anschlussstelle verbreitert und erneuert werden.

Am Kapellenberg entstehe neuer Wohnraum: "Obwohl mit der Erweiterung des Baugebiets erst begonnen wurde, sind bereits mehr als die Hälfte der 71 Bauparzellen vermarktet", betonte Robold. Zudem investiert der Markt in seine Feuerwehren. Der Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Langenhettenbach steht nach Aussage des Gemeindeoberhaupts kurz vor der Fertigstellung, in Prinkofen beginnt der Anbau in Kürze.

Fotos: (3 Einträge)

 


Das Musikprogramm war wie bereits in den vergangenen Jahren ein Genuss. Das Blasorchester der Musikschule Ergoldsbach präsentierte sich unter der Leitung von Frank Feulner in Bestform. Mit Werken wie Lehars "Gold und Silber", Supp´es "Leichter Kavallerie" oder Kolbs "Taxis Marsch" bewährte es sich einmal mehr als harmonischer Klangkörper, der einer Veranstaltung wie dem Neujahrsempfang den würdigen Rahmen zu verleihen vermag. Diva des Abends war zweifelsohne Juliane Hiener. Mit funkelndem Collier und eleganter Abendrobe bot sie ihren ganzen Charme auf. Hiener intonierte, begleitet von Heinz Summer am Flügel, Filmmusiktitel der 1930er, 40er und 50er Jahre, darunter Theo Mackebens "Nur nicht aus Liebe weinen", mit dem einst Zarah Leander faszinierte, und "Somewhere over the rainbow" in der Tradition Judy Garlands. Die dritte Musikformation der Veranstaltung bildeten Akkordeonspieler Norbert Haselsteiner und Heinz Summer am Flügel. Gleich mit ihrem ersten Stück "Ang´elique" flanierten sie mit dem Publikum gedanklich entlang der Straßen und Plätze von Paris und ließen auch mit dem "Tango por Raquel" (Jekic) und - im Trio mit Juliane Hiener - den "Neujahrsgrüßen aus Wien Fernweh aufkeimen.

Die Neujahrsansprache hielt heuer der Regensburger Domvikar Rainer Schinko, der Ergoldsbach seit seiner zweijährigen Tätigkeit als Kaplan verbunden ist. Ebenso pointiert wie geistreich thematisierte er die Wirtschafts- und Währungsunion in Europa, die Immobilienpreise sowie das Kanzlergehalt ohne es bei aller Gesellschaftskritik an Realitätsbezug und Optimismus fehlen zu lassen. "Ich bin keiner, der den lieben Gott als Trostpflaster für die großen und kleinen Wehwehchen angepriesen hätte." Mit Geist, Wissen, manchmal auch unkonventionellen Ideen und Tatkraft gelte es, die Herausforderungen der Zeit anzunehmen. Der persönliche Gottesbezug bereichert nach seiner Meinung nicht nur das Leben, sondern erleichtert es. "Über die säkularen Hoffnungen gibt uns der Glaube die Gewissheit, dass unser Leben nicht sinnlos ist", sagte der Domvikar. Zu Beginn des Jahres 2013 wünschte er den Ergoldsbachern nicht, dass sie alle ihre Vorsätze und Wünsche umsetzen: "Sonst sitzen wir beim nächsten Neujahrsempfang vor lauter nichtrauchenden, dürrarmigen Athleten mit ihrer lauwarmen Apfelsaftschorle und planen den nächsten Wellnessurlaub." Vielmehr sollte Gottes Segen in der Begegnung mit Menschen, im täglichen Leben und im Alltag spürbar sein. Ähnlich lautet der Tenor von Dekan Stefan Anzinger. Das Leben sei ein Geschenk, das sich in sich selbst entfalte. "Ein Plus an Erfahrung, dafür steht dieser Jahresring", führte er aus.

Landrat Josef Eppeneder ging in seinem Grußwort auf die Situation des Landkreises ein. Eine Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent bedeute Vollbeschäftigung. Sowohl in der Finanz- und Bildungspolitik als auch der medizinischen Versorgung stehe Landshut hervorragend da. Die bevorstehende Fertigstellung der B15 neu wertete er positiv: "Ich hoffe, dass die Kommunen vom Durchgangsverkehr entlastet werden und wünsche mir, dass die B15 neu als Entwicklungsachse für die Region verstanden wird."

Kommentare zum Artikel


Artikel kommentieren


Das könnte Sie auch interessieren

Zamperl darf nicht in den Zeugenstand

Zamperl darf nicht in den Zeugenstand

München (dpa) - Pinschermischling Pico darf nicht in den Zeugenstand. Ein Münchner Amtsrichter lehnte...

mehr dazu
Anzeige
Anzeige

Karte zum Artikel

Ergoldsbach, Bayern, Deutschland

Anzeige
Anzeige
Anzeige