Rekordbesucher beim Festzug: 130000 säumten die Straßen am 2. Hochzeitswochenende


Fotos: Georg Soller


Der Hochzeitszug verlief wie im Bilderbuch: 130000 Menschen, so viele wie noch nie, säumten am zweiten Wochenende der Landshuter Hochzeit wieder die Alt- und Neustadt. Das Interesse an der Landshuter Hochzeit wächst offenbar noch immer. Die Zuschauer winkten begeistert den über 2000 Mitwirkenden zu. Sogar in der früher eher schlecht besuchten Neustadt waren kaum noch Plätze frei. 


Ausgelassene Stimmung herrschte auf und zwischen den Tribünen. Der leicht wolkenverhangene Himmel hatte sich kurz vor Beginn aufgetan, und die Temperaturen waren angenehm. Böllerschützen und die Glocken der Martinskirche kündigten schließlich wie immer den Einzug des Hochzeitszugs in die Altstadt an. Mit einem Hallooo nach links, nach rechts, immer und immer wieder, zog eine Gruppe nach der anderen an den Zuschauern vorbei. Buchskränzchen, die Zeichen der Freundschaft und Treue, flogen zwischen Zuschauern und Mitwirkenden hin und her oder in hohem Bogen aus den vielen Fenstern der Alt- und Neustadthäuser. Die meisten Kostümierten waren ja genügend mit den immergrünen Kränzchen ausgestattet: Sie trugen gleich mehrere über dem Arm oder an den Gürtel gebunden. Groß war die Freude aller Mitwirkenden, wenn sie Bekannte unter den Zuschauern entdeckten. 


Diese ihrerseits machten mit lauten Hallooo-Rufen auf sich aufmerksam. 


Die meisten wollten natürlich auch einen Blick auf Braut Hedwig in ihrer goldenen Kutsche und Bräutigam Georg auf dem Pferd erhaschen. Imposant war die riesige Gruppe der Reisigen, die, manchmal singend, ihre langen Lanzen mit sich trug. Von weitem hörte man schon den Applaus, der den Fahnenschwingern galt. Viele bewundernde Blicke bekamen auch die edlen und schlanken Pferde, deren Mähnen meist kunstvoll geflochten und mit gelben oder roten Rosen geschmückt waren. Lange Schleppen der Reiterinnen fielen über ihre Rücken. Der Samt der Kleider glänzte mit dem Fell der Tiere um die Wette. Eine Kehrtwende machte der Zug auch diesmal wieder bei der Polizei in der Neustadt. Ein Grund, warum der Zug von Zeit zu Zeit zum Stehen kam. 


Diese Zeit nutzen die verschiedenen Gruppen, um sich mit bekannten Zuschauern zu unterhalten oder untereinander zu scherzen. Derbe Späße machte auch der Festspiel-Hofnarr. Und die Fahrenden Komödianten unterhielten derweil das Publikum mit kleinen Aufführungen. Man spürte regelrecht, wie sich Mitwirkende und Publikum gegenseitig mit guter Laune ansteckten, denn beim Rückmarsch schien das Hallooo noch um einiges lauter und öfter zu erklingen. Die kräftigen Stimmen und die Ausdauer riefen deshalb wieder und wieder Bewunderung hervor. -so-


Galerie zum Thema


Galerie starten: Klicken Sie auf ein Bild (32 Inhalte)


Kommentar schreiben

Überschrift:Nickname:
Kommentar: Netiquette | AGB

ANZEIGE

Artikel empfehlen

Absender E-Mail:Empfänger E-Mail:
Absender Name (optional):Empfänger Name (optional):
Ihre Nachricht (optional): 

Info zum Artikel

Kategorie: Landshuter Zeitung
Erstellt: 05.07.2005

Artikel lesenswert? 0 Bewertungen

Artikel 740 x gelesen

Teilen

Artikel kommentieren
Artikel empfehlen
Artikel drucken (PDF)
Mehr wissen? Zeitung lesen!

Archiv

Monat:

Jahr:

RSS | Impressum | Mediadaten
© 2012 Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung