Eine Absage an die Gewalt
Türkischer Islamverein zeigt sich betroffen über die Vorgänge im Dingolfinger Isar-Wald-Stadion
Der Vorsitzende des Türkischen Islamvereins Dingolfing, Sadettin Ünlü.
Dingolfing. (ww) Die Mitglieder des türkischen Islamvereins sind betroffen über den Gewaltausbruch beim Spiel Türk Gücü gegen die DJK Altenkirchen am Sonntag, 25. Oktober 2009. Im Gespräch mit dem "DA" unterstrich Vorsitzender Sadettin Ünlü den Willen des Islamvereins zur Fortsetzung des freundschaftlichen Dialogs zwischen Türken und Deutschen.
Gerade der türkische Islamverein schreibe es sich auf die Fahnen, den Dialog in Freundschaft mit den deutschen Mitbürgern zu suchen. Seit nahezu 40 Jahren werde dieser Kontakt freundschaftlich gepflegt. "Deutschland ist unsere zweite Heimat". Die Mitglieder des Islamvereins seien daher über das Vorgefallene besonders betroffen, dies gelte für die alte und die junge Generation gleichermaßen. "Wir sind traurig, dass das passiert ist". Die türkische Gemeinde habe sich stets gegen Gewalt und für den Dialog als Instrument zur Beilegung von Konflikten ausgesprochen.
Um so mehr fühlt man sich bestärkt, den Weg des Dialogs weiter zu gehen. "Uns ist es wichtig, dass wir auch weiterhin unsere deutschen Freunde einladen. Schließlich ist die Moschee ein Zentrum der Begegnung für alle".
Damit soll auch der Entstehung eines Vorurteils entgegengewirkt werden. Denn bereits mehrfach ist Ünlü im Laufe dieser Woche zu den Vorfällen am Fußballplatz angesprochen worden mit der Verallgemeinerung "die Türken". Was Ünlü besonders trifft. "Denn", so sagt er, "wir sind grundsätzlich gegen Gewalt".
Einen ausführlichen Bericht bringt der Dingolfinger Anzeiger in seiner Ausgabe vom Samstag, 31. Oktober 2009!
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Anmerkung der Redaktion: Die folgenden Diskussion bezieht sich auf die ursprüngliche Polizeimeldung. Diese ist hier zu finden.
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