Radwandern im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet - Von Alois Frisch

 

6. Etappe

Von Spitzberg/Spicak nach Furth i.W.

So wie sich heute, am 6. Tag unser Fernwanderweg durch den Bayer- und Böhmerwald unser Weg seinem Ende zuneigt, so bleiben auch die hohen Bayer- und Böhmerwaldberge allmählich hinter uns und gehen in immer tiefer auslaufende Hügelketten über. Die Berge, die uns im Anstieg so viel Kraft gekostet haben, entlassen uns mit Schwung über die Vorberge in die Ebene. Aber noch ist es nicht so weit: Während für den Talfahrer nur mehr der Sattel zwischen Gewintzyberg/Jevinzy und Bärenhöhe/Medvedi Vrch in 576 Metern Höhe zu überwinden ist, kommt der Bergfahrer nochmals über 1100 Meter Höhe hinaus. Allerdings darf er schon am Spitzbergsattel (974 m) starten. [mehr dazu]

 

Etappe 5

Von Mader/Modrava nach Spitzberg/Spicak

Am Morgen des 5. Tages erwarten uns gleich zwei Filetstücke unseres Fernwanderweges: Der Schwemmkanal und das Rachelbachtal! Die Talfahrer dürfen am Schwemmkanal entlang nach Mosau bei Rehberg/Srni fahren und sich beim

Anblick des golden schimmernden Triftwassers meditativen Gedanken hingeben. Auf die Bergfahrer wartet das Tal des Rachelbaches /Roklansky Potok mit einer Naturlandschaft, wie man sie nur in Kanada wieder findet. Über die Ahornsäge/Javory pila erreichen sie auf dem Mittagsberg/ Polednik (1315 Meter) den höchsten Punkt dieses Tages und werden mit einer Aussicht belohnt, die zu den schönsten des ganzen Böhmerwaldes gehört. Beide Gruppen treffen immer wieder auf riesige Rodungsinseln, die teils wegen der Glashütten, teils wegen der Landwirtschaft in den Einöden, Weilern und Dörfern der Böhmerwaldhöhen entstanden sind. [mehr dazu]

 

Etappe 4

Von Haidmühle nach Mader/Modrava - Smetana und Klostermann

Der Teil des Böhmerwaldes, den wir am vierten Tag durchfahren, hat Musiker und Dichter zu berühmten Werken inspiriert. Die Talfahrer können im Moldautal das Motiv aus der "Moldau" von Friedrich Smetana in sich erklingen lassen, wenn sie dem Flusslauf nach Außergfild/Kvilda hinauf folgen. Das wird ihnen helfen, den höchsten Punkt bei Philippshütte/Philippova Hut (1140 m) zu überwinden. Ihr Weg ist, den Windungen der Moldau folgend, etwas weiter, dafür dürfen sie auf einem feinen Asphalt radeln. Auf die Bergfahrer dagegen warten in einer wilden Gebirgslandschaft, wie sie Karel Klostermann in seinem Roman "Aus der Welt der Waldeinsamkeiten" beschreibt, teilweise raue Schotterstraßen. Sie werden dafür mit einsamen Bergwiesen entschädigt, die Welt, in der sich Klostermanns Geschichten vor langer Zeit wirklich ereignet haben. [mehr dazu]

 

Rad-Fernwanderweg Furth im Wald ­ Dreisessel

Bergdörfer und Gipfelblicke - Etappe 3: Von Neuschönau nach Haidmühle

Schon in der Schule hat uns die alte Sage von den drei Königen auf dem Dreisesselberg fasziniert: "Da steht auch ein Berg drei Stunden von hier. In der uralten Heidenzeit saßen auf ihm einmal drei Könige und bestimmten die Grenzen der drei Lande: Böheim (Böhmen), Baiern und Österreich ­ es waren drei Sessel in den Felsen gehauen, und jeder saß in seinem eigenen Lande." Zu dem Berg mit den drei Sesseln zieht es uns heute hin. Unterwegs werden wir an einigen "Reuten" vorbeikommen, Mitterfirmiansreut, Philippsreut, Bischofsreut, alles Orte, die wegen dem Goldenen Steig in 900 bis 1.000 Metern Höhe angelegt wurden. [mehr dazu]

 

Rad-Fernwanderweg Furth im Wald ­ Dreisessel

Auen und Schachten - Etappe 2: Von Bayerisch Eisenstein nach Neuschönau

Jetzt sind wir schon auf der anderen Seite des Arbers und unser Begleiter ist der Große Regen, der vom Berg Panzer herunterrauscht. Von der Regenbrücke in Bayerisch Eisenstein (709 Meter) sehen wir den Arber noch mal in seiner vollen Größe vor uns. Wir folgen dem Großen Regen, der im Frühjahr bei den Wildwasserfahrern sehr beliebt ist, neun Kilometer bis Ludwigsthal (611 Meter) und entscheiden uns dann für die Berg- oder Talvariante. In Frauenau werden wir uns wieder sehen und gemeinsam nach Neuschönau, dem Ziel unserer heutigen Tagesetappe entgegenradeln. [mehr dazu]

 

Rad-Fernwanderweg Furth im Wald ­ Dreisessel

Bachtäler und Bergblicke: Von Furth im Wald nach Bayerisch Eisenstein

Durch Bachtäler und über Bergeshöhen wollen wir Sie in den nächsten sechs Tagen auf unserem Weg von Furth im Wald am Fuß des Cherchovs nach Haidmühle am Dreisessel führen. Schon am ersten Tag stellen zwei querverlaufende Höhenrücken unsere Bergfahrerqualitäten auf eine harte Probe, bis wir endlich unser Ziel, den Markt Bayerisch Eisenstein, erreichen. Wir müssen über die Höhenzüge zwischen Kolmstein (702 m) und Tanneneck (725 m) und schließlich über den Brennes (1040 m) am Arber. Dafür werden wir mit herrlichen Ausblicken und idyllischen Plätzen belohnt. [mehr dazu]

 

Tour 1/2008

Der Rad-Fernwanderweg von Furth im Wald zum Dreisessel

Mit den 30 Radtouren, die wir in den letzten drei Jahren in der Serie "Radeln im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge³ veröffentlicht haben, ist der Bayerwald und auch der Böhmerwald ausreichend beschrieben. Was fehlt, ist die Beschreibung eines Rad-Fernwanderweges durch die Täler und über die Höhen des Bayerischen Waldes von Furth im Wald bis zum Dreisessel und auf der böhmischen Seite über prärieartige Bergwiesen in einer einzigartigen Naturlandschaft zurück nach Furth im Wald. Die einwöchige Tour soll den bisherigen Einzeltouren die Krone aufsetzen. Drei Tage wollen wir auf der bayerischen Seite radeln, drei Tage auf der böhmischen. [mehr dazu]

 

Tour 10/2007

Auf der Südseite des Brücklberges

"Auf der Jizny stran, auf der Südseite müsst Ihr fahren, da ist es schön und die Fahrt ist gemütlich!" sagt uns Jan, auf deutsch Hans, der Wirt vom Kollerwirtshaus oberhalb der Kirche in Hammern. Mit der Südseite meint er die Sonnenseite des Brücklberges im Angeltal, dem böhmischen Nachbarn unseres Regentals. Vom Osser aus sieht man sehr schön auf diese Südseite. Darum wird es höchste Zeit, dass wir es einmal besuchen! Je nach Einstellung kann man diesen Besuch zu einer anspruchsvollen Mountainbiketour oder zu einer gemütlichen Sonntagsnachmittagsfahrt machen.


Unsere Fahrt beginnt in dem Städtchen Neuern/Nyrsko (470 Meter). Wir wollen hinauf auf den Spitzbergsattel/Spicacke Sedo in 974 Metern zwischen Neuern und Böhmisch Eisenstein/Zelezna Ruda gelegen, haben also 500 Höhenmeter im Anstieg zu überwinden. [mehr dazu]

 

Tour 9/2007

Über Kapellenbachtal zum Urwald des Kubani

Das ist der Kubani!, sagte der ortskundige Grenzpolizist vor vielen Jahren auf dem Ossergipfel und zeigte auf einen bogenförmigen Berg, der alle Gipfel des südlichen Böhmerwaldes weit überragt. Er ist mit 1.362 Metern nur um 94 Meter niedriger als der Große Arber. Berühmt ist der Berg wegen seinem Urwald, dem ältesten Mitteleuropas. Tannen und Fichten mit fast 60 Metern Höhe und 37 Festmetern Rauminhalt standen einmal auf dem Berg. Sein Name kommt von dem tschechischen Vornamen Jakub (Jakob). Lässt man die erste Silbe weg, bleibt der Wortstamm "Kub". Den Kubani könnte man demnach als "Jakobsberg" übersetzen. Als die Tschechen nach 1945 allen deutschen Orts- und Flurnamen tschechische gaben, nannten sie ihn Boubin. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen, weil das Wort Kubani schon aus dem Tschechischen stammt. [mehr dazu]

 

Tour 8/2007

Radtour: Von Sankt Englmar zum Hirschenstein

"Es gibt nicht Bekömmlicheres für einen denkenden Menschen, als einmal vier oder fünf Stunden ganz stad durch diese grüne Finsternis zu laufen. Immerhin gibt es dort noch fleckenlose Stille. Sonne und Hitze bleiben draußen, und das Himmelslicht, das in unserer grünen Hülle reflektiert, tropft und fleckt, kann den Zauber unserer Wanderung nur verstärken." Walter Pause meint mit der "grünen Finsternis" das Laubdach des Waldes. Wenn wir statt "laufen" und "Wanderung" "fahren" und "Fahrt" einsetzen, passt das Zitat auch sehr gut für unsere Berg-Radltour. Auf dem Hirschenstein gibt es dann eine Aussicht, die ihresgleichen sucht. Man übersieht alles, von der Donauebene über die Bayerwaldvorberge bis zum bayerisch-böhmischen Grenzkamm und sogar zum Arber. Wenn die Sicht ganz klar ist, kann man die Alpengipfel vom Toten Gebirge bis zur Zugspitze sehen und genau bestimmen. [mehr dazu]

 

Tour 7/2007

Radtour: Waldschmidt und die Choden

Zwischen den Bergen Cerchov und den Ausläufern des Ossers bei Neumark/Vseruby liegt ein breiter Pass, der schon oft Schauplatz heftiger Kämpfe war. Die Städte Taus/Domazlice und Furth waren dabei wichtige strategische Punkte, wie es uns im Drachenstichfestspiel gezeigt wird. Hier an der Grenze trafen sich vier Volksgruppen: Bayern, Deutsch-Böhmen, Tschechen und Choden. Die Choden sind ein eigenes Völkchen. Sie wurden vom böhmischen Herzog Bretislav I. nach seinem siegreichen polnischen Feldzug im Jahr 1039 nach Böhmen gebracht und in der Gegend um den Cerchov angesiedelt, um das Völkertor zu bewachen und regelmäßig zu begehen. Gehen heißt, auf tschechisch chodit, daher der Name Choden. So schildert uns Maximilian Schmidt in seinem Roman "Hancicka, das Chodenmädchen" die Situation. [mehr dazu]

 

Tour 6/2007

Radtour auf den Hohen Bogen

In uralten Zeiten wachte ein Drache über dem Tal. Seinen scharfen Augen entging keine Bewegung, besonders die Further Senke, das große Völkertor zwischen Bayern und Böhmen hatte er im Auge. Der Rücken zog sich bis zum Kolmstein hin. Sein Schwanz verlor sich in den Wäldern auf den Osser zu.. Eines Tages schlief er ein, für lange Zeit. Auf seinem Rücken wuchsen Bäume und Moos. Nach Jahren wussten Tiere und Menschen nichts mehr von dem schlafenden Drachen und tummelten sich auf seinem Rücken. Die Panzerschuppen hielten sie für Steine und Felsen. Dann bauten die Menschen ein neues "Auge" auf seinen Kopf: Von einer Burg auf dem Burgstall sollte das Tal überwacht werden! Die Grafen von Bogen nannten den Berg den Hohen Bogen. Dieser auf alle Seiten steil abfallende Berg ist das Ziel unserer heutigen Radtour. Am Grafenwiesener Bahnhof beginnen wir in respektvoller Entfernung mit unserer Bergfahrt. [mehr dazu]

 

Tour 5/2007

Die Viechtacher Burgentour: Ein Abstecher ins Tal des Schwarzen Regens

Immer wenn wir auf dem Bergfried von Neunussberg gestanden sind und den Blick über die Hügel des Waldlands streifen ließen, hatten wir den Wunsch, die alten Burgstätten, das Tal des Schwarzen Regens, die Gegend um Viechtach also, genauer kennen zu lernen. Das Auto schien uns nicht das geeignetste Mittel zu sein. Was den Rittern das Pferd war, ist uns das Fahrrad. Mit dem Rad also könnte das ein schönes Erlebnis werden.


Und so haben wir uns aufgemacht, die Burgen und das Land am Schwarzen Regen zu erkunden. Die Viechtacher sind schon auf die Idee gekommen und haben eine Radtour als "Burgentour" ausgeschildert. Wir lassen unser Auto am großen Parkplatz bei der alten Regenbrücke stehen und fahren zuerst einmal auf den Stadtplatz. [mehr dazu]

 

Tour 4 / 2007

Berg der Begegnungen: Von Furth auf den Cerchov

Bevor der Bayerische Wald nach Norden in den Oberpfälzer Wald und auf der tschechischen Seite in den Cesky Les übergeht, überragt mit 1042 Metern noch einmal ein Bergriese alle anderen Erhebungen: der Cerchov, zwischen Furth im Wald, Waldmünchen und Taus/Domazlice gelegen. Fast 50 Jahre lang war der Berg etwas Trennendes. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist er zu einem Ort der Begegnungen geworden. Ein guter Grund, ihm einen Besuch abzustatten.


Um die vollen Dimensionen eines Berges zu erspüren, soll man sich ihm von seinem Fuß aus nähern. Deshalb starten wir mitten auf dem Stadtplatz von Furth im Wald (408 m) auf unsere Tour. Gleichzeitig mit uns beginnen auch Wanderer und Radfahrer in Waldmünchen, Taus/Domazlice und anderen Orten ihren Weg. Wir fahren ein paar Hundert Meter auf der B20, die zur Grenze führt. Schon... [mehr dazu]

 

Tour 3 / 2007

Das grüne Dach Europas - Der Nationalpark-Radweg

Auf der anderen, der böhmischen Seite des Grenzgebirges ist eine große Ebene in über 1000 Metern Höhe, zwischen Rachel und Lusen gelegen. Bei uns auf der Sonnenseite, jenseits des Bergkamms, fällt das Gebirge steil nach Bayern herab. Ohe, Schwarz-, Reschbach und andere wilde Bäche stürzen sich durch wilde Klammen in das Gebiet des ersten deutschen Nationalparks. Die Südseite des Gebirges, von der in Klostermanns Roman "Aus der Welt der Waldeinsamkeiten" die verhassten bayerischen Wilddiebe gekommen sind, wollen wir heute erkunden. Wieder beginnen wir unsere Reise gemeinsam mit den Familienfahrern. Unser Startpunkt liegt in Spiegelau (760 m), an der nördlichen Einfahrt des Ortes. Dort ist der große P+R-Parkplatz, wo die Busse in alle Richtungen des Nationalparks abfahren. Während wir uns auf unsere Räder schwingen, besteigen die Familienfahrer den Bus, der sie nach Finsterau in fast 1000 Meter Höhe hinauf bringen wird. [mehr dazu]

 

Tour 2 / 2007

Von Schorndorf über Marienstein nach Falkenstein

Am Tag der Einweihung der neuen Kirche lief am frühen Morgen der Teufel in Gestalt eines riesigen Schweines um den Kirchberg, um die Gläubigen zu vertreiben. Das Volk eilte in die Kirche und rief Petrus um Hilfe an. Der schwertgewaltige Heilige erschien auf dem Märnstein und schlug dem Schwein mit einem einzigen Streich den Kopf ab. Der erstarrte sogleich zu Stein und ist heute noch als mächtiger Felsblock, Schweinskopf genannt, zu sehen. Den übrigen Teil des wilden Tieres warf Petrus ins Tal hinunter. Ein Weiler und der gleichnamige Bergrücken "Schweinsberg³ erhalten diese Sage noch lebendig.


Der in der Sage beschriebene Kirchberg ist der von Marienstein in Sichtweite der Burg Falkenstein. Im ganzen Falkensteiner Land gibt es Felsen wie den Schweinskopf. Sie heißen Froschmaul oder tragen den Namen anderer Fabelwesen. [zur ganzen Tour]

 

Tour 1 / 2007

Grandiose Aussichten: Von Miltach über Konzell nach St. Englmar und zurück

Unzählige Hügel in etwa 800 Metern Höhe, teils bewaldet, teils mit Wiesen durchsetzt und mittendrin ein Bauernhof oder ein "Sacherl" mit einer kleinen Landwirtschaft, das Ganze mit einem Weidezaun eingefriedet, hinter dem Kühe, Schafe oder Ziegen grasen: So stellt sich der Fremde den Bayerischen Wald vor. Diese Landschaft gibt es wirklich: Auf den Höhen zwischen den ehemaligen Bahnlinien Miltach-Straubing und Blaibach-Viechtach liegt sie, durch die Eckpunkte Miltach-Konzell-Sankt Englmar-Miltach markiert und vom vorbeiströmenden Straßenverkehr nicht beachtet.


Wie Perlen auf einer Perlenkette, so reihen sich die Kostbarkeiten dieser Landschaft auf unserer Tour aneinander. Die erste Perle der Kette ist Miltach (383 m) mit seinem schönen Schloss, idyllisch im Regental gelegen. [zur ganzen Tour]

 


RSS | Impressum | Mediadaten
© 2012 Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung